Do., 19.09.2019

CDU fordert Sachstandsbericht zur geplanten Sanierung Maspernhalle: Wie geht es weiter?

In der Maspernhalle finden viele Veranstaltungen statt.

In der Maspernhalle finden viele Veranstaltungen statt.

Paderborn (WV/itz). Wie ist der Zustand der Maspernhalle und wie soll die Sanierung ablaufen? Das möchte die CDU-Ratfraktion wissen, die eine Anfrage für die kommenden Ratssitzung am Donnerstag, 26. September, gestellt hat.

Bei der Feier zum Doppeljubiläum 50 Jahre Basketball und 50 Jahre Volleyball in Paderborn im Sportzentrum Maspernplatz des VBC Paderborn am Samstag sei mit dem Vorsitzenden des Sportausschusses, Markus Mertens, und mit dem CDU-Ratsherrn Alexander Jacobs auch die Situation des Sportzentrums Maspernplatz diskutiert worden, berichtet Mertens. »Gleichzeitig waren in der vergangenen Woche Presseberichte über Minden zu lesen. Dort droht wegen Problemen mit dem Brandschutz die kurzfristige zwangsweise Sperrung der Kampa-Halle, die neben dem Schul- und Vereinssport auch dem Bundesligahandballteam GWD Minden als Heimstätte dient. Brandschutzbestimmungen waren auch in Paderborn Schwerpunkt der angekündigten Renovierung des Sportzentrums«, fast CDU-Fraktionschef Mertens die Gemengelage zusammen.

Er verweist darauf, dass die Verwaltung die notwendigen Maßnahmen »durchaus auf dem Schirm und auch schon eine hohe Investitionssumme für die kommenden Jahre eingeplant hat«. Vor den anstehenden Haushaltsberatungen habe die CDU nun darum gebeten, einen Überblick über die aktuellen Planungen zu erhalten.

Wohin sollen die Vereine und Schulen ausweichen?

Das größte Problem dabei sei, wohin die Schulen und Vereine innerhalb der vermutlich 18 Monate dauernden Sanierungszeit ausweichen sollen. Auch für Großveranstaltungen, wie zum Beispiel der Tag des Handwerks an Libori, müssten Alternativen gefunden werden. Noch gravierender sind die Auswirkungen für die Baskets: »Die Sanierung hat zur Folge, dass eine vorübergehende Heimstätte für die Basketballer gefunden werden muss«, erläutert Mertens.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion möchte von der Verwaltung wissen, wie sich der Zustand des Sportzentrums momentan darstellt. Außerdem soll erörtert werden, welche Planungen zur Renovierung der Halle samt Umfeld die Verwaltung derzeit schon erstellt hat und wie ein möglicher Zeitplan aussehen könnte. Weiterhin wird die Frage aufgeworfen, ob es schon Ideen für Ersatzlösungen für Schulen und Vereine sowie auch größere Veranstaltungen, so unter anderem Zweitligabasketball, gibt. Außerdem soll die Verwaltung deutlich machen, wie die Nutzer in diese Planungen einbezogen werden sollen. Schließlich will Mertens wissen, ob es Absprachen mit der Stadthallenbetriebsgesellschaft bezüglich der Nutzung der Halle gibt, weil von dieser zuletzt immer auf langfristige Planungen für zwei bis drei größere Veranstaltungen im Jahr hingewiesen wurde.

Eine aufwändige Grundsanierung nach 40 Jahren

Die CDU-Fraktion setzt sich für möglichst kurzfristige Lösungen ein. »Sportverwaltung und GMP sind am Zug. Die Vereine wollen zu Recht wissen, wie es weiter gehen kann«, sagt Mertens. Zwischen Politik und den Baskets sei immer mal wieder gesprochen worden. Dabei sei zu Beginn auch das Argument aufgekommen, dass die Stadt doch bei einer hohen Investition auch gleich eine neue größere Halle bauen könne. Dabei sei aber verkannt worden, dass das Sportzentrum in einem sehr hohen Maß von mehr als 95 Prozent eigentlich beinahe täglich für Schul- und Vereinssport genutzt werde. »Es ist in konstruktiven Gesprächen sehr schnell erkannt worden, dass man das zentral gelegene Sportzentrum weiterhin auch für die genannten Nutzungen benötigt und deswegen nach rund 40 Jahren eine aufwändige Grundsanierung mit den Schwerpunkten Brandschutz und Sanitäranlagen erforderlich ist. Mit einer solchen Renovierung wird im Gegensatz zu einem normalerweise auch diskutablem Neubau an gleicher Stelle auch der Bestandschutz des Gebäudes gewährleistet, der ansonsten nach Informationen aus der Verwaltung vor allem mit Blick auf die immissionsrechtlichen Faktoren nicht gewährleistet wäre.«

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