Mo., 23.09.2019

Keine Auswirkungen auf Paderborn-Airport – viele Fragen an Reisebüros Thomas Cook: Urlauber sind verunsichert

Symbolbild.

Symbolbild. Foto: Thierry Roge/dpa

Paderborn (WB/itz). Menschen aus dem Kreis Paderborn, die ihren Urlaub gebucht haben, sind wegen der Thomas-Cook-Pleite in Aufruhr. In den Reisebüros stehen seit dem Morgen die Telefone nicht mehr still. Immerhin: Das Thomas-Cook-Reisebüro am Flughafen Paderborn-Lippstadt habe bis auf weiteres in dieser Woche geöffnet, hieß es dort.

Vom Heimat-Airport gab es diese Stellungnahme: »Die Insolvenz des Touristikkonzerns Thomas Cook hat keine direkten Auswirkungen auf den Flugplan am Paderborn-Lippstadt Airport. Aktuell finden alle Flüge planmäßig statt. Die Fluggesellschaft Condor als Teil der Thomas Cook Group Airlines ist am Airport nicht vertreten. Reisenden aus der Region, die bei Thomas Cook eine Flugreise gebucht haben, empfehlen wir, sich an ihr Reisebüro oder den Veranstalter direkt zu wenden.«

Auch das Thomas-Cook-Reisebüro in der Rosenstraße hat am Montagmorgen einen regelrechten Ansturm von Kunden erlebt. Geschäftsführer Michael Gellrich stellte auf Anfrage klar: »Wir sind lediglich Franchise-Nehmer. Inhaberin des Reisebüros ist meine Frau Christiane Gellrich und nicht Thomas Cook.« Das Reisebüro habe selbstverständlich auch Thomas-Cook-Reisen verkauft, arbeite aber auch mit TUI, DER und weiteren Reiseveranstaltern zusammen. Diese Kunden bräuchten sich keine Sorgen zu machen, sagte Gellrich. Ihre Reisen seien nicht von der Insolvenz bei Thomas Cook betroffen. »Hier können wir nur Entwarnung geben«, sagte Gellrich.

Rund 30 Kunden aus Paderborn seien derzeit mit dem insolventen Veranstalter an verschiedenen Orten der Welt unterwegs, sagte der Geschäftsführer. Er sei zuversichtlich, dass diese Urlauber problemlos wieder nach Hause kämen.

Beratungsbedarf bei Kunden aus dem Internet

Den Kunden, die bei Reiseveranstalter Thomas Cook gebucht hätten, werde kein Geld verloren gehen versprach er. Mit dem Sicherungsschein, der bei der Buchung ausgestellt werde, sei die Reise gegen die Insolvenz des Veranstalters gesichert. »Das ist das Gute an dem deutschen Reiserecht«, meinte Gellrich.

Enormen Beratungsbedarf gebe es derzeit vor allem bei Kunden, die nicht im Büro sondern im Internet gebucht hätten. »Ich gehe davon aus, dass wir dadurch einige Neukunden gewinnen werden«, sagte der Paderborner Geschäftsmann.

Für das Reisebüro werde die Pleite aber die Konsequenz haben, dass man künftig an der Fassade einen anderen Namen tragen werde, kündigte Gellrich an.

Kommentare

Sicherungsschein kann man abhaken

Der Sicherungsschein deckt lediglich 110 Mio. ab. Das ist Strohfeuer im Vergleich zu dem was hier jetzt ausgezahlt werden müsste. Habe letzte Woche 1700 Euro überwiesen - Und Tschüss! Hätte es auch lieber an eine Soziale Einrichtung gespendet.

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