Neues Wohnheim soll Raum für moderne Appartements bieten
231 Smartments für Paderborner Studis

Paderborn (WB/mai). Das geplante neue Studentenwohnheim im Technologiepark , für das der Stadtrat am Donnerstagabend grünes Licht gegeben hat, soll zum Wintersemester 2021 bezugsfertig sein. Direkt am Südring entstehen 231 Appartements mit jeweils 20 Quadratmetern. Dafür investiert die zur Moses Mendelssohn Stiftung gehörende Nord Projekt GBI nach eigenen Angaben knapp 20 Millionen Euro.

Samstag, 28.09.2019, 11:33 Uhr aktualisiert: 28.09.2019, 11:50 Uhr
So soll das neue Studentenwohnheim im Technologiepark am Südring aussehen, das Platz für 231 Appartements bietet. Zum Wintersemester 2021 soll es eröffnet werden. Foto: Wilkdesign.de
So soll das neue Studentenwohnheim im Technologiepark am Südring aussehen, das Platz für 231 Appartements bietet. Zum Wintersemester 2021 soll es eröffnet werden. Foto: Wilkdesign.de

Untergebracht werden sollen die Appartements der Marke Smartments student in vier versetzt angeordneten, fünfstöckigen Gebäudeteilen. Bisher umfasst die Smartments-student-Reihe 17 Wohnheime, sowohl frei finanziert als auch staatlich gefördert konzipiert. Studenten sollen im Neubau in Paderborn durchschnittlich 360 Euro Miete zahlen, inklusive aller Nebenkosten. Das stellt ein auf 20 Jahre ausgelegtes Förderdarlehen des Landes NRW sicher. Generalunternehmer für die Errichtung des modernen Studentenwohnheims wird die Wegener Massivhaus GmbH.

Voll möblierte Appartements mit 20 Quadratmetern

»Wir sind froh, dass wir mit der Baurechtschaffung in Abstimmung mit der Stadt Paderborn mit diesem Projekt zu einer Entspannung des studentischen Wohnungsmarktes in Paderborn beitragen können«, betont Nord-Projekt-Geschäftsführer Gerrit M. Ernst. Mit mehr als 20.000 Studenten bei 150.000 Einwohnern sei deren Anteil im Stadtbild und bei der Wohnungssuche größer als in den NRW-Metropolen Köln oder Düsseldorf. »Zudem gibt es bisher in Paderborn im Bundesvergleich ein unterdurchschnittliches Angebot von günstigen Wohnheimplätzen«, erläutert Ernst. Rechnerisch stehe nur für jeden zwölften eine geförderte Wohnung zur Verfügung. Mit dem neuen Angebot werde das anders.

Die Appartements sind etwa 20 Quadratmeter groß, voll möbliert mit Bad, Kochzeile, hochwertiger Ausstattung und mit Internetanschluss versehen. Geplant sind 219 Einzelappartements und zwölf Einheiten, in denen jeweils zwei junge Leute eine Küche nutzen. Geplant sind eine Terrasse im Erdgeschoss sowie eine Dachterrasse, um die Kommunikation zu fördern. Um eine gute Lernatmosphäre zu schaffen, gibt es neben einem Gemeinschaftsraum auch Lernräume.

Paderborner Unternehmen errichtet die Gebäude

»Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag für die Errichtung dieses für den Studienstandort Paderborn wichtigen Projektes erhalten haben«, erklärt Christopher Gladen, Geschäftsführer der Wegener Massivhaus GmbH. »Ein Projekt dieser Größenordnung schlüsselfertig zu errichten, ist auch für uns nicht alltäglich und wir freuen uns nun auf die vor uns liegende Realisierungsphase.«

Starten soll diese, sobald die Baugenehmigung vorliegt – möglichst noch in diesem Jahr. Der Tradition der Moses Mendelssohn Stiftung folgend, trägt jedes Apartmenthaus den Namen einer jüdischen Persönlichkeit, deren Biographie mit der Stadt verbunden war. Die Immobilie in Paderborn erhält den Namen »Alexander Haindorf Haus«. Alexander Haindorf (1784-1862) hat sich Verdienste um die Emanzipation der Juden in Deutschland erworben.

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