Uli Kaufmann ist Preisträger des ersten Young-Cheezze-Award
Bilder, die Geschichten erzählen

Paderborn (WB). Der Verein Cheezze hat die Paderborner Kulturszene ein Stück reicher gemacht. In diesen Tagen ist das gleich an mehreren Orten in der Stadt zu sehen – denn dort werden die Fotoausstellungen mit den Bildern der Nominierten für den von Cheezze erstmals ausgelobten Nachwuchspreis für Fotografen zum Thema »Diversität. Stadt. Gesellschaft.« gezeigt.

Samstag, 28.09.2019, 17:55 Uhr aktualisiert: 28.09.2019, 18:00 Uhr
Uli Kaufmann aus Berlin hat die Jury des Young-Cheezze-Award den 1. Platz für seine Fotoserie aus dem »Marianneneck« zuerkannt. Seine Fotos der Eckkneipenbesucher erzählen dem Betrachter Geschichten. Sie sind bis Freitag im Raum für Kunst zu sehen. Fotos: Maike Stahl

Preisverleihung Young Cheezze Award Paderborn

1/17
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl
  • Foto: Maike Stahl

Im Raum für Kunst, wo am Samstag auch Vernissage und Preisverleihung stattfanden, sind unter anderem die Bilder des Preisträgers Uli Kaufmann aus Berlin zu sehen. Er nimmt den Betrachter mit in eine Berliner Eckkneipe, das Marianneneck. Neun Monate hat er sich für seine Arbeit Zeit genommen, berichtet der Nachwuchsfotograf. »Wir mussten erst warm miteinander werden. Aber als ich zweimal ordentlich mitgetrunken hatte, ging’s«, erzählte Kaufmann im Gespräch mit Moderatorin Julia Ures. Herausgekommen sind berührende Momentaufnahmen, die Geschichten erzählen.

Den zweiten Platz hat die Jury Zino Peterek zuerkannt, der in seiner Diplomarbeit unter dem Titel »I want to see the world« das Frankfurter Ostend portraitiert mit dem Fokus auf den massiven urbanen Veränderungen dort und den daraus resultierenden gesellschaftlichen Wandel. Laudatorin Marion Edelhoff, Leiterin des Dortmunder Fotofestivals F2, verriet, dass sie Zino Peterek gerne auf dem ersten Platz gesehen hätte. Seine Fotoserie ist in der Galerie Märzhase zu sehen.

Platz drei geht an einen Maler, der auch fotografieren kann

»Ich bin sehr dankbar und auch schockiert«, sagte der Preisträger des dritten Platzes, Paata Kokaia. Schließlich sei er doch eigentlich Maler. Dass noch mehr in ihm steckt zeigt der in Georgien geborene und in Bonn lebende Nachwuchskünstler mit seiner Arbeit »Wir sind ein Niemand ohne Zahlen«. Für ihn ist jeder Körper oder Mensch ein nummeriertes Objekt, jeder Mensch bleibt durch Erkennungszahlen – trotz seiner individuellen Vielfalt – eintönig. Zu sehen sind Kokaias Fotos im @19.

Maßgeblich unterstützt wurde der Young-Cheezze-Award durch die Bürgerstiftung, die die Preisgelder finanziert. »Der Funke ist übergesprungen, als wir merken, wie viel Dynamik in diesem Projekt steckt«, zollte die zweite Vorsitzende Claudia Beverungen dem Verein Cheezze und seinen Vorsitzenden Harald Morsch und Tobias Vorwerk Respekt.

Die Daten der Ausstellungen

  • Hier sind die Fotos der Nominierten Nachwuchsfotografen und der Preisträger zu sehen: Raum für Kunst (Kötterhagen) bis Freitag, 4. Oktober, jeweils von 15 bis 18 Uhr; @19 (Elsener Straße 19) bis Freitag, 4. Oktober, jeweils von 15 bis 18 Uhr; Galerie Märzhase (Fürstenbergstraße 21) bis Dienstag, 1. Oktober, ebenfalls jeweils von 15 bis 18 Uhr. Im Zwischenstand (Königsplatz 10) sind am Sonntag, 29. September, von 10 bis 18 Uhr Beiträge des F2-Festivals in Dortmund zu sehen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6963771?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
Geburtstagsfeier: Fast 1000 Schüler und Lehrer in Quarantäne
Nach der Familienfeier steigen die Coronazahlen weiter. Aktuell sind zehn Schulen betroffen. Foto: Bernhard Pierel
Nachrichten-Ticker