Mo., 30.09.2019

Zyklus an der Rieger-Orgel in Paderborn beginnt am Sonntag Vier Organisten, vier Konzerte

Lisa Hummel zählt zu den gefragtesten Organistinnen und Organisten ihrer Generation. Sie kommt am 27. Oktober.

Lisa Hummel zählt zu den gefragtesten Organistinnen und Organisten ihrer Generation. Sie kommt am 27. Oktober. Foto: Peter Hummel

Paderborn (WB). Ein vielseitiges Programm hat Sebastian Freitag, Dekanatskirchenmusiker in Paderborn, für den Herbst-Orgelzyklus an der Rieger-Orgel in Wewer angekündigt. In vier Orgelkonzerten werden neben ihm Gastorganisten aus Leipzig und Ratzeburg ihr Können unter Beweis stellen.

Christian Skobowsky, Kantor und Organist am Ratzeburger Dom, eröffnet am Sonntag, 6. Oktober, um 16.30 Uhr in der Kirche von Sankt Johannes Baptist den Orgelzyklus. Sein Programm trägt den Titel »Erhebendes«. Es ist ein Orgelkonzert in aufsteigenden Tonarten. Werke aus vier Jahrhunderten, von Sweelinck über Buxtehude und Bach bis Paul Hindemith, werden erklingen.

Das zweite Konzert am Sonntag, 13. Oktober, spielt Dekanatsmusiker Sebastian Freitag aus Paderborn. Sein Konzertmotto lautet »Veni creator Spiritus«. Vor allem waren es Komponisten aus Frankreich, bei denen alte Hymnen und der gregorianische Choral immer wieder die Grundlage ihrer Kompositionen bildeten. In diesem Orgelkonzert wird die Vertonung dieses Pfingsthymnus eines Komponisten der Barockzeit (Grigny) dem eines Komponisten des 20. Jahrhunderts (Duruflé) gegenübergestellt. Abschließend spielt Sebastian Freitag die Erste Sonate von Alexandre Guilmant.

Meisterwerke aus Frankreich

Gerade die französische Orgelmusik lässt sich auf der Weweraner Orgel überzeugend darstellen. Der Gast des dritten Konzertes am Sonntag, 20. Oktober, Thiemo Janssen aus Norden, hat seinem Programm den Titel »Meisterwerke französischer Orgelsymphonik« gegeben. Wenn Thiemo Janssen an seiner »Hausorgel« spielt, dann spielt er eine der bekanntesten Orgeln Deutschlands, die barocke Arp-Schnitger-Orgel. In Wewer wird er Werke von Franck, Duruflé, Alain (Trois Danses) und Vierne (aus der 3. Symphonie) interpretieren, die er auf »seinem« Instrument nicht spielen könnte.

Das vierte und abschließende Konzert am Sonntag, 27. Oktober, bietet einer jungen Künstlerin der Orgelszene ein Podium. Lisa Hummel (geboren 1992) aus Leipzig zählt ohne Zweifel zu den gefragtesten Organisten und Organistinnen ihrer Generation. Zahlreiche Preise hat sie bei den großen und bekannten, internationalen Wettbewerben gewonnen.

Zur Zeit bereitet sie sich auf ihre Master-Abschlussprüfung bei ihrem Orgellehrer Martin Schmeding vor. Ihr Programm mit dem Titel »Von Geschichten, Mythen und Legenden« bringt höchst interessante Orgelmusik von Vierne, Bunk und dem japanischen Komponisten Nishimura zu Gehör. Höhepunkt dieses Konzertes wird die Symphonische Fantasie und Fuge von Max Reger darstellen, die zu den technisch und musikalisch schwierigsten Orgelkompositionen überhaupt gehört. Beginn ist jeweils um 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

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