Do., 10.10.2019

Parkplatzsituation soll verbessert und Kontrollen verschärft werden Zu viel Verkehr an Schloss und Lippesee

Das Strandbad am Lippesee (Foto) und der Wasserskisee locken an schönen Sommertagen so viele Besucher an, dass Sande zugeparkt wird. Deshalb soll die Verwaltung nun dem Rahmenplan für das Areal vorgreifen und zusammen mit den privaten Anliegern ein Parkraumkonzept entwickeln.

Das Strandbad am Lippesee (Foto) und der Wasserskisee locken an schönen Sommertagen so viele Besucher an, dass Sande zugeparkt wird. Deshalb soll die Verwaltung nun dem Rahmenplan für das Areal vorgreifen und zusammen mit den privaten Anliegern ein Parkraumkonzept entwickeln. Foto: Jörn Hannemann

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Die Verkehrssituation rund um Schlosspark und Lippesee sorgt für einigen Unmut bei den Anliegern. An heißen Sommertagen am Lippesee und bei Großveranstaltungen im Schlosspark sorgen die Besucher, die mit dem Auto anreisen, für Chaos. Wie die Situation verbessert werden kann, diskutierte der Bezirksausschuss am Dienstag.

Der im März beschlossene Rahmenplan für den Lippesee beinhaltet auch die Einführung eines Parkleitsystems sowie die Einrichtung zusätzlicher Parkplätze – unter anderem auf dem Siemensmeyer-Betriebsgelände am Nordufer. »Bis dahin können wir aber nicht warten, wenn wir möchten, dass die Sander Bürger die Aufwertung des Areals rund um den Lippesee akzeptieren«, begründete CDU-Fraktionschef Markus Mertens einen entsprechenden Vorstoß seiner Fraktion. »An schönen Tagen ist Sande regelmäßig an mehreren Stellen zugeparkt. Das Problem müssen wir jetzt angehen«, forderte er.

Sabine Ewers, bei der Stadt für Verkehrssicherung zuständig, sagte, dass sich die Situation in den vergangenen Jahren entspannt habe. Am letzten Juniwochenende habe es aufgrund des guten Wetters und dem Wintergrün-Festival am Lippesee allerdings tatsächlich wieder Probleme an Sander Straße und Hohe Kamp gegeben. »700 Parkplätze auf dem Gelände der Wasserskianlage reichen in der Regel aber aus«, sagte sie. Dem widersprach Markus Mertens. »Der Hofladen war über die Sennelager Straße mehrfach nicht zu erreichen, so dass die Eigentümer sogar eine Wiese zur Verfügung gestellt hätten, was der Kreis aber aus Umweltschutzgründen abgelehnt hat«, sagte er. Der Sander Robert Siemensmeier (CDU) bestätigte, dass ihn regelmäßig Beschwerden erreichten.

Volker Schultze, Leiter des Stadtplanungsamt sagte, dass an der Sennelager Straße im Bereich des Dorfplatzes planerisch zwar ein Parkplatz vorgesehen sei, die Flächen seien aber in Privatbesitz. »Wir sind mit dem Liegenschaftsamt im Gespräch, inwiefern wir da etwas erreichen können«, sagte er. Bis auf die FDP und die Grünen, für die Markus Müller erklärte, dass die Rahmenplanung den Weg bereits vorgebe, beauftragten die Ausschussmitglieder die Verwaltung, zusammen mit den privaten Anliegern ein Parkraumkonzept an Lippesee und Nesthauser See zu entwickeln.

Aber nicht nur am Lippesee auch bei den Anliegern des Neuhäuser Schlossparks werden die Nerven bei größeren Veranstaltungen strapaziert. Ihre Sorgen griffen die Grünen im Ausschuss mit einer Anfrage zur aktuellen Situation auf. »Am 6. Dezember hat der Ausschuss einen Absperrpoller eingangs des hinteren Schlossparks beschlossen . Wann wird dieser installiert sein?«, fragte Markus Müller. Der Poller sei bestellt und soll bis Ende des Jahres installiert werden. Allerdings sei die Abstimmung, wer eine Durchfahrtgenehmigung bekommen müsse, nicht so einfach, sagte Eckhard Döring vom Straßen- und Brückenbauamt. Der Verwaltung seien mehr als 100 Personen genannt worden, so dass eine Öffnung des Pollers über die übliche Karten- oder Handylösung nicht in Frage komme. Allerdings werde der Wachschutz von Wincor-Nixdorf das Öffnen per Videoüberwachung in Abstimmung mit dem Datenschutzbeauftragten zunächst übernehmen.

Sabine Ewers ergänzte, dass die Straßensperren künftig bei mehr Schlosspark-Veranstaltungen als bisher aufgestellt würden. »Früher gab es das viermal im Jahr, künftig zehn- bis zwölfmal«, sagte sie. Das Absperrmaterial werde bereits in Schloß Neuhaus gelagert. Ewers bedauerte, dass die für Elterntaxis eingerichteten Plätze nicht so genutzt würden, wie erhofft. »Wir versuchen außerdem ein neues Schloss für das Tor zu bekommen. Aber bis der Poller da ist, wird es wohl problematisch bleiben«, prognostizierte sie.

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