Sa., 12.10.2019

Für vom Neubau betroffene Kleingärten wird nach Ersatz gesucht Noch hält die Brücke

Wenn die neue Brücke, wie geplant, oberhalb der bisherigen errichtet wird, können die Bäume an der Böschung im Kurvenverlauf erhalten bleiben. Die zwischen Bahnhofstraße und Gleisen müssen laut städtischem Bauamt aber für die Arbeiten weichen.

Wenn die neue Brücke, wie geplant, oberhalb der bisherigen errichtet wird, können die Bäume an der Böschung im Kurvenverlauf erhalten bleiben. Die zwischen Bahnhofstraße und Gleisen müssen laut städtischem Bauamt aber für die Arbeiten weichen. Foto: Jörn Hannemann

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Für den Bau der neuen Brücke an der Bahnhofstraße müssen voraussichtlich weniger Kleingärten weichen, als zunächst angenommen . Zudem wird derzeit nach Ersatz gesucht. Auch für die Stabilität der maroden Brücke gibt es gute Neuigkeiten. Weitere Tonnagebeschränkungen sind aktuell nicht nötig.

Das machte Margit Hoischen, Leiterin des Straßen- und Brückenbauamtes, am Donnerstag im Bauausschuss deutlich. Der hat bei vier Enthaltungen der SPD einstimmig die Planungsgrund­lage für den Neubau auf den Weg gebracht. »Wir hatten uns schon im April deutlich für die ursprüngliche Variante ausgesprochen, bei der die Trassenführung beibehalten worden wäre, und halten die Verlegung auch jetzt noch für den falschen Weg«, begründete Ulrich Koch (SPD) die Enthaltungen seiner Fraktion. Wie mehrfach berichtet, hatte sich eine Mehrheit für die sogenannte Variante II entschieden, weil die Bahnhofstraße dabei nur 14 statt 22 Monate lang voll gesperrt werden müsste.

Weil die neue Brücke damit aber parallel zur alten, versetzt in Richtung Bahnhof, gebaut wird, hatte Margit Hoischen bereits ­Ende Juni mitgeteilt, dass die Stadt deshalb nach 35 Jahren den Pachtvertrag für das dort liegende städtische Grabeland mit dem Kleingartenverein Deutsch-Ausländisches Freundschaftkomitee gekündigt habe. Allerdings zeichne sich inzwischen eine Perspektive für die voraussichtlich etwa zehn betroffenen Kleingärtner ab, stellte die Amtsleiterin in Aussicht. »Wir versuchen alle umliegenden Flächen in eine Nutzung zu bekommen. Dies betrifft sowohl das Umfeld des Vereinshauses als auch städtische Flächen im Randbereich und kleinere Bahnflächen«, sagte sie. Die Gespräche mit der Bahn seien allerdings noch nicht abgeschlossen.

Zwei Meter hohe Lärmschutzwand soll gebaut werden

Ferner berichtete sie, dass im Bereich zwischen der Brücke und dem Almeweg eine durchgehende zwei Meter hohe Lärmschutzwand gebaut werden solle. Darüber hinaus soll es für die vom Verkehrslärm betroffenen Gebäude sogenannten passiven Schallschutz in Form entsprechender neuer Fenster geben. Wie viele das sein werden, könne allerdings in dieser frühen Planungsphase noch nicht gesagt werden, führte Margit Hoischen auf Nachfrage aus. Bezahlen wird den passiven Lärmschutz die Stadt, die sich dafür auch Fördermittel verspricht. Im Abschnitt zwischen Almeweg und Pontanusstraße sei eine Lärmschutzwand nicht umsetzbar, da dort unter anderem Gebäude ­direkt an der Straße liegen.

Gute Nachrichten hatte Margit Hoischen außerdem in Hinsicht auf den baulichen Zustand der maroden derzeitigen Brücke. Deren innenliegende Spannstähle waren im Sommer noch einmal unter die Lupe genommen worden. Inzwischen habe das Fachinstitut für Materialprüfungen aus Braunschweig, das die Proben entnommen hat, mündlich eine erste Einschätzung übermittelt. »Darin heißt es, dass die bisherigen Erkenntnisse derzeit keine erhöhte Gefahr durch Spannungsrisskorrosion erkennen lassen«, sagte sie. Alle Brückenschäden würden aber im Auge behalten.

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