Bau des Rechenzentrums an der Uni Paderborn für 18 Millionen Euro gestartet
Ein Haus für den Superrechner

Paderborn (WB). E in Teil des neuen Hochleistungsrechners der Universität Paderborn arbeitet bereits seit einem Jahr im Gebäude O am Pohlweg . Vis á vis startet jetzt der Bau des neuen Rechenzentrums, in dem dann 2021 die weiteren Module des insgesamt 10 Millionen Euro teuren Rechners in Betrieb genommen werden sollen.

Freitag, 18.10.2019, 11:29 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 11:34 Uhr
So soll das neue Rechenzentrum am Mersinweg aussehen, wenn es im Frühjahr 2021 fertiggestellt ist. Foto:
So soll das neue Rechenzentrum am Mersinweg aussehen, wenn es im Frühjahr 2021 fertiggestellt ist.

»Die rasante Entwicklung in der Computertechnologie ist zweifellos ein Grund zur Freude, stellt uns aber auch vor besondere bauliche Herausforderungen«, sagt Marcus Hermes, Geschäftsführer des Bau- und Liegenschaftsbetriebs (BLB), der das neue Gebäude für die Universität am Mersinweg errichtet. Die Notstromversorgung und die geforderte immense Kühl- und Lüftungsleistung seien aber so modular und erweiterbar geplant, dass auch gebäudetechnisch das eine oder andere Update möglich sei, um mit der technologischen Entwicklung Schritt halten zu können.

Fertigstellung ist für Frühjahr 2021 geplant

Das hat allerdings auch seinen Preis. 18 Millionen Euro veranschlagt der BLB für das neue Gebäude, dessen Bau am Donnerstag mit dem symbolischen ersten Spatenstich begonnen wurde. Fertiggestellt sein soll es im Frühjahr 2021. Den größten Teil der Kosten für den Forschungsbau übernimmt das Land mit 10,45 Millionen Euro, den Rest steuert der Bund bei. Neben dem Herzstück des neuen Gebäudes, einem 340 Quadratmeter großen Rechnersaal, entsteht in dem zweigeschossigen Neubau Raum für die technische Infrastruktur des Hochleistungsrechners sowie ein 1300 Quadratmeter großer Bürotrakt mit Arbeitsplätzen, einer IT-Werkstatt für die Mitarbeiter des Paderborn Center for Parallel Computing (PC 2 ) sowie Besprechungs-, Labor- und Schulungsräume für Nutzer der Rechnersysteme und Lehrveranstaltungen.

PC 2 -Vorstand Prof. Dr. Christian Plessl bezeichnet den Hochleistungsrechner Noctua und den dazugehörigen Forschungsbau als bedeutende Meilensteine auf dem Weg, »den Betrieb der Hochleistungsrechner, wissenschaftliches Arbeiten und die studentische Ausbildung in diesem Bereich optimal unter einem Dach miteinander zu verzahnen«. »Neben unserer wissenschaftlichen Motivation sehen wir uns auch als Dienstleister«, sagte er. Denn die zunehmende Komplexität der Systeme, die Wissenschaftler für komplexe Berechnungen nutzen sollen, erfordere zunehmend mehr Beratung. Deshalb freut er sich, dass nicht nur Gebäude und Technik bewilligt wurden, sondern auch zusätzliches Personal.

Uni freut sich über noch bessere Vernetzung der Fakultäten

Uni-Vizepräsidentin Simone Probst betont, dass der Bau mit dem Hochleistungsrechner für die Universität ein Juwel sei, auf das sich alle »unglaublich freuen«. »Damit wird die Vernetzung der einzelnen Fakultäten noch einmal auf eine neue Qualitätsstufe gehoben.« Mit dem Superrechner Noctua, das lateinische Wort für Eule, steige Paderborn in die Top-Ten der leistungsstärksten universitären Rechner-Installationen in Deutschland auf, sagte Dr. Dieter Herr, Abteilungsleiter Hochschulbau im Wissenschaftsministerium NRW. »Hier werden nicht nur Wissenschaftler aus Paderborn, sondern aus ganz NRW und darüber hinaus Forschung auf international konkurrenzfähigem Niveau betreiben können.«

Ob der bereits in Betrieb genommene Teil von Noctua im Gebäude O bleibt, oder später auch in das neue Rechenzentrum umzieht, ist nach Angaben der Uni noch nicht abschließend geklärt.

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