Sa., 09.11.2019

Übung auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt für 250 Rettungskräfte – mit Video Entwarnung trotz Rauchschwaden über dem Flugfeld

Ein angenommener Flugzeugunfall auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt hielt 250 Rettungskräfte am Samstagvormittag bei einer Übung in Atem.

Ein angenommener Flugzeugunfall auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt hielt 250 Rettungskräfte am Samstagvormittag bei einer Übung in Atem. Foto: Jörn Hannemann

Büren/Paderborn (WB/mai). Ein Kleinflugzeug vom Typ Piper, das in Paderborn getankt hat, bekommt in der Luft Motoren- und Funkprobleme. Deshalb bekommt ein wartender Flieger mit 13 Passagieren keine Startfreigabe. Als die Piper notlandet, rammt sie diesen und geht in Flammen auf. Dieses Übungsszenario hielt 250 Rettungskräfte auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt in Atem.

Es ist ein kalter sonniger Samstagmoren, die Lufthansamaschine nach Frankfurt ist gerade gestartet, da geht der Notruf über einen Luftnotfall bei der Flughafenfeuerwehr ein. Schon bald, nach der missglückten Notlandung, ist allerdings klar, wird mit dem Stichwort Flugunfall Großalarm ausgelöst. Das erste Löschfahrzeug der Flughafenfeuerwehr startet direkt durch zu dem Brandcontainer, der das verunglückte Kleinflug simulieren soll und beginnt mit den Löscharbeiten.

Die anderen Feuerwehrleute kümmern sich um die Passagiere des Transportflugzeugs vom Typ ATR die selbstständig den Flieger verlassen konnten und jetzt auf ihren Koffern sitzen. Diese Maschine hat der Flughafen bereitgestellt, um die Übung so realitätsnah wie möglich zu gestalten. Nach und nach rücken weitere Rettungskräfte an und retten auch die schwer verletzten Passagiere, die das Flugzeug nicht selbstständig verlassen konnten und dort zunächst betreut wurden. Für die Piloten des Kleinflugzeugs, in diesem Fall blaue Puppen, kommt die Hilfe zu spät. Feuerwehrleute, Sanitäter und Notärzte – insgesamt 250 Rettungskräfte – arbeiten auf dem Flugfeld Hand in Hand.

Besonderes Augenmerk auf »Ordnung des Raumes«

Roland Kempkensteffen, der das Szenario als Leiter der Flughafenfeuerwehr genau beobachtet, ist zufrieden. »Das ist eine Übung, da kann und muss nicht alles perfekt klappen, aber das sieht schon sehr gut aus.« Wichtig war ihm, dass die »Ordnung des Raumes« beibehalten wird, heißt im Klartext: Fahrzeuge und Einsatzkräfte sollen sich nicht gegenseitig behindern. Doch die Übung, die auch von Fachleuten beobachtet und protokolliert wurde, wird in den kommenden Tagen noch genau ausgewertet und analysiert.

Flughafenchef Cezanne betont die Wichtigkeit

»Es ist wichtig, dass die Abläufe immer wieder geübt werden, damit alles reibungslos funktioniert, wenn es doch mal zum Ernstfall kommen sollte«, sagt Flughafenchef Dr. Marc Cezanne, der die Übung ebenfalls beobachtet hat. »Das ist zwar alle zwei Jahre viel Aufwand für alle Beteiligten, aber der lohnt sich.«

 

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