Sa., 09.11.2019

Rundwanderweg um den Nesthauser See in Paderborn wird angelegt Mehr Werbung fürs Grün

Ein lang gehegter Wunsch soll in Elsen im kommenden Jahr realisiert werden: Der Rundwanderweg um den Nesthauser See soll endlich komplettiert werden.

Ein lang gehegter Wunsch soll in Elsen im kommenden Jahr realisiert werden: Der Rundwanderweg um den Nesthauser See soll endlich komplettiert werden.

Paderborn (WB/mai). Ein sehr gutes Zeugnis haben die Stadtplaner vom Dortmunder Büro Junker und Kruse dem Paderborner Stadtteil Elsen ausgestellt. »Sie haben eine tolle Situation hier. Wenn Sie leiden, dann auf ganz hohem Niveau«, sagte Rolf Junker im Bezirksausschuss. Im Stärkungskonzept für den Stadtteil gehe es daher vor allem darum, herauszukitzeln, wo Elsen noch besser werden könne.

Zwei Punkte sind bereits auf einem guten Weg: Es gibt Gespräche mit Flächeneigentümern über die Ansiedlung des lang ersehnten Drogeriemarktes , und der Rundwanderweg um den Nesthauser See soll endlich komplettiert werden. Dafür hat der Bauausschuss am Donnerstagabend der Bereitstellung von 280.000 Euro für das kommende Jahr zugestimmt.

Anbindung des Grüns an das Stadtzentrum ist verbesserungsbedürftig

Verbesserungsbedürftig ist aus Sicht der Stadtplaner allerdings die Anbindung des Grüns an das Stadtzentrum. »Wenn man den Weg ins Grüne finden möchte, braucht man einen Pfadfinderausweis«, machte Junker deutlich, dass das, was für die Elsener selbstverständlich ist, auch weniger Ortskundigen zugänglich gemacht werden sollte. Vorhandene potentielle Begegnungsräume, wie der Kirchplatz, könnten in Abstimmung mit der Kirche aufgewertet werden. Luft nach oben sehen die Planer auch für den Platz vor dem Schrieweshof, der durch ein angrenzendes Café oder ähnliches belebt werden könnte.

Außerdem könnten Bereiche wie der zwischen Verwaltung und Schule behutsam ein wenig »entgrünt« werden, um sie sichtbarer zu machen. »Natürlich ist die Aufenthaltsqualität im Ortszentrum durch die 150.000 Fahrzeuge, die Sie hier täglich haben, gestört. Aber Sie haben durchaus die Möglichkeit, Bereiche aufzuwerten«, ermunterte Junker. Auch die Radfahrer hätten im Stadtteil sicherere und bessere Wege verdient.

Zunächst nur Ideensammlung vorgestellt

Gefragt sind dafür alle Elsener, die ihre Ideen einbringen möchten. Denn weitergearbeitet werden soll zusammen mit den Bürgern in Dialogen, Ortsbegehungen und einer Werkstatt, bevor das Stärkungskonzept endgültig fertiggestellt wird. Dabei seien die Planer offen für weitere Ideen, betonte Junker. »Wir stellen Ihnen hier im ersten Schritt nur eine Ideensammlung vor, damit Sie sehen können, an welchen Punkten, es sich lohnt, in den kommenden fünf Jahren weiterzuarbeiten.«

Nachdem der Bezirksausschuss Elsen den Zwischenbericht einstimmig zustimmend zur Kenntnis genommen hatte, schloss sich der Bauausschuss diesem Votum mit großer Mehrheit an. Lediglich die Grünen, deren Vertreter im Bezirksausschuss ebenfalls zugestimmt hatten, waren im Bauausschuss dagegen, weil ihnen der Zwischenbericht »zu mager« erschien, wie Florian Rittmeier ausführte. »Wenn mehr drin gestanden hätte, hätten sich die Fachplaner von Ihnen vorwerfen lassen müssen, dass die Bürger nicht beteiligt wurden«, argwöhnte daraufhin SPD-Fraktionschef Franz-Josef Henze.

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