Mo., 18.11.2019

»Together in Motion« in Paderborn: Der Sport zeigt seinen verbindenden Charakter Glückliche Gesichter

Unter dem Schwungtuch: Marc Förster und Pia Jürgens (rechts) vom Stadtsportverband genießen das Fest.

Unter dem Schwungtuch: Marc Förster und Pia Jürgens (rechts) vom Stadtsportverband genießen das Fest. Foto: Jörn Hannemann

Von Dietmar Kemper

Paderborn (WB). »Ich bin keiner, der den Kopf in den Sand steckt«, sagt Marc Förster. Seit seiner Geburt kann er nicht laufen – aber schwimmen kann er. 13 Bahnen von je 25 Meter Länge hat der 38-Jährige zuletzt erst geschafft.

Marc Förster war einer von vielen Menschen mit einem Handicap, die am Sonntag das integrative Sportfest »Together in Motion« feierten. Sport verbindet Menschen mit und ohne Behinderung – das wurde einmal mehr im Sportzentrum Maspernplatz deutlich. Zahlreiche Vereine und Institutionen, darunter auch die TuRa Elsen, in der Förster im Rollstuhl an Bewegungsspielen teilnimmt, stellten sich und ihre Angebote vor.

Allein im Stadtsportverband mit seinen 47.470 Mitgliedern sind 140 Vereine organisiert. »Mitmachen und aktiv sein« lautete das Motto der Traditionsveranstaltung, die zum 22. Mal vom Stadtsportverband, dem Verein Wir bewegen alle Kinder im Kreis Paderborn, von der Sportjugend Paderborn und vom Paderborner Sportservice organisiert wurde.

Eine Veranstaltung für alle

»Über so viele Jahre eine solche Veranstaltung konstant aufrechterhalten zu haben, ist in NRW einzigartig«, sagte Matthias Brumby vom Stadtsportverband nicht ohne Stolz. Er gilt als der Vater des Festes, das aus dem Kalender der Stadt Paderborn gar nicht mehr wegzudenken sei, wie der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt betonte, der von der »Fröhlichkeit und Begeisterung« der Teilnehmer schwärmte. »Wir vom Stadtsportverband wollten etwas für Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsam anbieten«, erläuterte Brumby das Konzept, das längst aufgegangen ist.

Mobiler Baseballpark

Die großen und kleinen Besucher konnten sich im Ropeskipping, Tanzen, Speedstacking, Torwandschießen und Golf, im Tischtennis, Squash und Schießen versuchen. Ein mobiler Baseballpark war genauso aufgebaut wie ein Vier-Gewinnt-Spiel im XXL-Format. Die 1700 Quadratmeter große Aktionsfläche eröffnete reichlich Möglichkeiten und enthielt zudem ein – wie passend – Bällebad für die Jüngsten. Neben den großen Vereinen wie dem SCP, für den Marlon Ritter Autogramme gab, präsentierten sich kleinere wie der Förderverein Special Olympics, der für Laufgruppen warb. Integrativ bedeutet schließlich auch, dass man sich gemeinsam in Bewegung setzt.

Ging es im ersten Teil ums Mitmachen, folgte um 17 Uhr die Paderborner Sportshow mit Aufführungen der Sportvereine. Die Pader-Kracher machten Musik, das Kükenballett und die Tänzer der Lebenshilfe, der Tanzschule Möllmann, der TuRa Elsen und des Gymnasiums Schloß Neuhaus sorgten für Stimmung, der Reitverein turnte auf einem Seitpferd, die Freilichtbühne hatte Pippi Langstrumpf geschickt. Und dann war da noch als krönender Höhepunkt der BMX-Künstler Frank Wolf aus Berlin. Er tanzte geradezu auf und mit dem Rad und sorgte nicht nur bei Marc Förster für glänzende Augen.

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