Stadt stellt neue Bodenbeläge und Fenster in Aussicht
Gesamtschule: Eltern kritisieren Zustand

Paderborn (WB). Die Eltern von Schülern der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule in Paderborn drängen die Stadt Paderborn zum Handeln. »Die Klassenräume befinden sich in einem desolaten, ja katastrophalen Zustand«, lautet die Feststellung.

Mittwoch, 20.11.2019, 19:01 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 19:30 Uhr
Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule befindet sich in der Nähe des Parks am Tausendquell. Allerdings sorgt der Zustand des Gebäudes bei den Eltern für Unzufriedenheit. Sie fordern, dass an den Klassenräumen Reparaturen ausgeführt werden. Foto: Oliver Schwabe
Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule befindet sich in der Nähe des Parks am Tausendquell. Allerdings sorgt der Zustand des Gebäudes bei den Eltern für Unzufriedenheit. Sie fordern, dass an den Klassenräumen Reparaturen ausgeführt werden. Foto: Oliver Schwabe

»Wir bitten um die Erledigung dringender Reparatur- und Reinigungsarbeiten«, heißt es zunächst recht allgemein. Doch dann werden die Eltern konkret: Verdreckte Räume, kaputte Jalousien, defekte Fenster und der uralte Teppichboden seien seit Jahren Diskussionspunkte, die nun endlich abgestellt werden sollten. »Grund der Beschwerde war eine Sichtung vieler Klassenräume nach dem vergangenen Schuljahr«, heißt es in dem Schreiben an die Verantwortlichen des Schulausschusses, das von der Klassenpflegschaftsvorsitzenden der Klassen 7b/a und 7d sowie einigen Unterstützern unterschrieben worden ist.

Die Eltern beklagen unter anderem, dass die so genannte Grundreinigung keine »wirkliche Grundreinigung« sei. Als besonders dramatisch wird der Zustand des Teppichbodens beschrieben. »Der Lernort ist an vielen Stellen ein abschreckendes Beispiel und lässt Schüler und Lehrer eher zu anderen Schulen abwandern. Wie soll hier motiviertes Fachpersonal von morgen vernünftig geschult werden, wenn der Lernort alt, verdreckt und kaputt ist? Bei den Zuständen wird die Lernförderung erheblich behindert«, heißt es in der Begründung.

Bürgermeister reagiert auf Kritik

Auf die Kritik hat Bürgermeister Michael Dreier inzwischen reagiert und in Aussicht gestellt, dass einige Punkte wohl schon in Kürze erledigt werden sollen. Das betrifft vor allem den Teppichboden: »Die Teppichböden im Bereich der ehemaligen Realschule werden nach und nach in diesem und im nächsten Jahr gegen wischbare Beläge ersetzt. In dem Bereich, zu dem auch der Klasseraum 7c gehört, wird der Teppichboden noch bis Ende 2019 ausgetauscht.«

Auch zu den Fenstern gibt es Neuigkeiten. Dreier: »In den Jahren 2017 und 2018 wurde bereits ein Großteil der Fensterflächen am Schulgebäude ausgetauscht. Für die Jahre 2020 und 2021 ist vorgesehen, die restlichen der rund 40 Jahre alten Fenster am Schulgebäude zu erneuern.« Bis das erledigt sei, würden defekte Fenster repariert oder bei Bedarf auch ausgetauscht. Eine Reparatur der defekten Sonnenschutzanlagen soll ebenfalls noch in diesem Jahr vorgenommen werden. »Im Zuge des Fensteraustausches in 2020 und 2021 werden dann auch die Jalousien erneuert«, teilt die Stadt weiter mit. Zudem werde in einem begrenzten Umfang das Klassenmobiliar ausgetauscht. »Die Festlegung, welche Räume berücksichtigt werden können, erfolgt dann in enger Abstimmung mit der Schulleitung.«

»Schon mehr als 500.000 Euro investiert«

Der Stadt Paderborn sei bewusst, dass sich die Gesamtschule im Aufbau befinde. Daher habe man bereits auch einiges investiert. »Seit Inbetriebnahme sind 450.000 Euro in Lehr- und Unterrichtsmaterial sowie in das Mobiliar geflossen. Weitere 65.000 Euro hat die Umsetzung der Lernstatt in 47 Klassenräumen gekostet«, heißt es weiter. Die Eltern wollen nun abwarten, ob die Maßnahmen greifen: »Auf dem Tag der offenen Tür stehen viele Mitwirkende teils verschämt in den Klassenräumen und sollen für die Schule werben.« Die Situation müsse sich deutlich verbessern.

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