Do., 21.11.2019

Leiterin der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule in Paderborn weist Vorwürfe zurück »Schüler fühlen sich wohl«

Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule in Paderborn ist sanierungsbedürftig. Über ihren aktuellen Zustand gehen die Meinungen weit auseinander.

Die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule in Paderborn ist sanierungsbedürftig. Über ihren aktuellen Zustand gehen die Meinungen weit auseinander. Foto: Oliver Schwabe

Von Dietmar Kemper

Paderborn (WB). An der Heinz-Nixdorf-Gesamtschule herrschen keine katastrophalen Zustände – das beteuern die Leiterin Andrea Reck und die Vorsitzenden der Klassenpflegschaft der 9b, Sabine Fieseler und Rosa Paris.

Damit reagierten sie auf einen Brief von Eltern an den Schulausschuss. Wie am Donnerstag berichtet, ist darin von verdreckten Räumen, kaputten Jalousien, defekten Fenstern und einem uralten Teppichboden die Rede. Wer am Tag der offenen Tür für diese Schule werben solle, schäme sich, behaupten die Klassenpflegschaftsvorsitzenden der 7b/a und 7d.

Leiterin verweist auf Warteliste

Natürlich sei das Gebäude sanierungsbedürftig, aber trotzdem fühlten sich Schüler und Lehrer hier wohl, sagte die Schulleiterin Andrea Reck am Donnerstag. Für Schüler gebe es eine Warteliste und keine Lehrerin und kein Lehrer habe jemals einen Versetzungsantrag auf Grund der baulichen Gegebenheiten gestellt. »Drei Einzelpersonen« hätten mit ihrem Brief dafür gesorgt, dass die Schule jetzt in einem schlechten Licht dastehe. Der Brief gebe den Stand vom 12. September wieder, danach sei bereits einiges passiert.

Reck legt Wert auf die Feststellung: »Selbstverständlich haben Eltern das Recht, auf bauliche Defizite hinzuweisen. Ebenso ist es die Pflicht der Schulleitung, sich um die Ausstattung der Schule zu bemühen und diese Pflicht nimmt sie sehr ernst. Teppichböden, Fenster, Türen und Jalousien bedürfen in einigen Gebäudeteilen dringend der Erneuerung. Dies ist allerdings schon längst mit den Verantwortlichen im Schulverwaltungsamt und Gebäudemanagement besprochen und ein valider Zeitplan für die Sanierung erstellt und abgestimmt worden.«

»Das macht mich persönlich fertig.«

Bereits jetzt würden vor Ort akute Arbeiten ausgeführt, in den Osterferien werde ein neuer Teppich verlegt, 2020 der Chemieraum komplett saniert. Die geäußerte Kritik mache sie »auch persönlich fertig«, sagte die 62-Jährige. Rückendeckung erhält sie von den Vorsitzenden der Klassenpflegschaft der 9b, Sabine Fieseler und Rosa Paris. Niemand müsse sich für die Heinz-Nixdorf-Gesamtschule schämen, auch nicht am Tag der offenen Tür, sagte Fieseler dieser Zeitung. Jede Schule müsse irgendwann renoviert werden. Katastrophale Zustände herrschten deswegen an der Gesamtschule aber nicht. Fieseler: »Wir können unsere Schule nur empfehlen.« Dass der Brief so kurz vor dem Tag der offenen Tür am 30. November diskutiert werde, sei unverantwortlich.

Die Schulpflegschaftsvorsitzende Anke Labuhn betonte: »Wir fühlen uns als Schulpflegschaft sehr wohl und sind der Meinung, dass unsere Interessen gut vertreten werden. Gerade die baulichen Maßnahmen und Zeitpläne wurden in der Schulpflegschaft am 24. September 2019 sehr intensiv erörtert.«

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