Neujahrsempfang in Schloß Neuhaus: Markus Mertens ruft zu mehr Gemeinschaftsdenken auf
„Egoismen sind fehl am Platz“

Paderborn-Schloß Neuhaus (WB). Die CDU-Ortsunion Schloß Neuhaus-Sande-Sennelager will sich für eine bessere Verkehrssituation in den Ortsteilen einsetzen. Das kündigte der Vorsitzende Markus Mertens am Donnerstag beim Neujahrsempfang der Ortsunion im Audienzsaal des Schlosses an.

Samstag, 11.01.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 12.01.2020, 15:22 Uhr
Willi Dohms (Zweiter von links) ist seit 50 Jahren, Hilde Praschen (Mitte) und Ingrid Knetsch (Zweite von rechts) sind seit 40 Jahren in der CDU. In Abwesenheit wurden Josef Hansmeier und Vinzenz Heggen für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Es gratulieren (von links) Susanne Meiche, Dieter Honervogt, Michael Pavlicic, Markus Mertens und Daniel Sieveke. Foto: Matthias Band
Willi Dohms (Zweiter von links) ist seit 50 Jahren, Hilde Praschen (Mitte) und Ingrid Knetsch (Zweite von rechts) sind seit 40 Jahren in der CDU. In Abwesenheit wurden Josef Hansmeier und Vinzenz Heggen für ihre 50-jährige Mitgliedschaft geehrt. Es gratulieren (von links) Susanne Meiche, Dieter Honervogt, Michael Pavlicic, Markus Mertens und Daniel Sieveke. Foto: Matthias Band

In Neuhaus hätten Schloss- und Residenzstraße ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. „Ich präferiere einen ganzheitlichen Ansatz für Schloß Neuhaus. Kleinteiliges Quartiersdenken ist nicht angezeigt“, sagte Mertens bei seiner Ansprache. Mögliche Lösungen, wie die Residenzstraße zur Einbahnstraße zu machen, könne man prüfen, man müsse aber auch berücksichtigen, welche Auswirkungen das auf die Geschäftswelt und für den Straßenverkehr insgesamt habe. Mertens: „Ich bin mir sicher, dass der Autoverkehr weniger wird, aber im Moment nimmt er eher noch zu. Irgendwo müssen die Autos derzeit hin.“

Mertens betonte das Potential, das durch die frühere Dempsey-Kaserne vorhanden sei. Mit Blick auf die geplante Umgestaltung des Hermann-Löns-Stadions ging Mertens auch auf das Verhältnis der Sportvereine in Neuhaus ein. „Die Footballer der Dolphins sind die Partner des TSV. Beim SC Aleviten ist das weniger gegeben“, sagte Mertens, der den TSV für seine Integrationsarbeit lobte, gleichzeitig aber ein stärkeres partnerschaftliches Miteinander einforderte.

Oberstleutnant Jörg Stenzel sprach über sicherheitspolitische Herausforderungen für Deutschland und Europa.

Oberstleutnant Jörg Stenzel sprach über sicherheitspolitische Herausforderungen für Deutschland und Europa. Foto: Matthias Band

Das Waldbad solle auf jeden Fall erhalten werden, sagte Mertens. Die Neu- und Weiterentwicklung des Lippesee-Areals biete große Chancen, aber auch dort müssten die Parkplatz- und Verkehrspro­bleme gelöst werden, weil viele auswärtige Besucher zum Lippesee kämen. Darüber hinaus will sich die CDU in Sande für zusätz­liche Wohnflächen einsetzen.

Neue Wohn- und Bauflächen seien auch in Sennelager ein wichtiges Thema, sagte Mertens. Ein Schandfleck in Sennelager sei hingegen der Bahnhof. „Hier sind wir als Stadt aber in keiner guten Position, weil wir auf das Mittun anderer angewiesen sind. Selbst Teile der Straße stehen nicht im Eigentum der Stadt“, betonte Mertens. Es liefen aber Gespräche mit der Senner Runde und der Deutschen Bahn sowie mit Privateigentümern.

250 Soldaten bleiben vor Ort

Als äußerst wichtig für Senne­lager und die Stadt insgesamt bezeichnete Mertens die Tatsache, dass die britische Armee mit 250 Soldaten vor Ort bleibe. „Das sind nach gegenwärtigen Schätzungen samt Familien etwa 750 Personen. Dazu werden rund 350 Zivil­beschäftigte benötigt. Das entspricht einem großen mittelständischen Unternehmen, was Sennelager gut tut.“ Es gebe also nicht nur schlechte Nachrichten aus Sennelager.

Deswegen seien jetzt Optimismus und Selbstbewusstsein gefragt. Beides müsse auch aus der Bevölkerung und den Vereinen kommen. „Wir können optimistisch nach vorne blicken. Unsere Stadt entwickelt sich insgesamt sehr positiv. Aber ich werbe für den Blick über den Tellerrand. Egoismen sind fehl am Platz, nur mit Gemeinschaftsdenken kommen wir gut voran“, sagte Mertens unter dem Applaus der zahlreichen Gäste im Audienzsaal.

Sieveke: „Mehr Wertschätzung für Bundeswehr“

Auch der stellvertretende Bürgermeister Dieter Honervogt (CDU), der den erkrankten Bürgermeister Michael Dreier vertrat, sprach sich für mehr Mut und Zuversicht aus. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Daniel Sieveke rief mit Blick auf Gastredner Oberstleutnant Jörg Stenzel, dem Kommandeur des Panzerbataillons in Augustdorf, der über die sicherheitspolitischen Herausforderungen für Deutschland und Europa sprach, dazu auf, der Bundeswehr mehr Wertschätzung entgegenzubringen. Die Soldaten und Soldatinnen seien wertvolle Bürger in den Kommunen und ein wertvoller Bestandteil unserer Kultur.

Musikalisch begleitet wurde der Abend von Christin Meiche (15) und Hendrik Weßler (15), die beide das St.-Michael-Gymnasium be­suchen.

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