Do., 16.01.2020

Auch Herforder und Paderborner schlagen sich trotz Absatzrückgang wacker Warsteiner gewinnt Marktanteile

Bierkästen der Hauptmarke Warsteiner. Zur Gruppe gehören auch die Herforder und die Paderborner Brauerei.

Bierkästen der Hauptmarke Warsteiner. Zur Gruppe gehören auch die Herforder und die Paderborner Brauerei.

Von Oliver Horst

Paderborn/Herford (WB). Die Warsteiner-Braugruppe mit ihren Töchtern Herforder und Paderborner hat sich trotz Preiserhöhungen bei allen drei Marken im für die Branche schwierigen Jahr 2019 gut geschlagen. Während der Biermarkt bundesweit um rund 2,5 Prozent geschrumpft ist, büßte die Hauptmarke Warsteiner – nach starkem ersten Halbjahr – beim Absatz im Inland 0,8 Prozent ein. Dementsprechend steigerte die Marke aber ihre Marktanteile: bei alkoholhaltigem Pils auf 4,6 Prozent, bei alkoholfreiem Pils bedeuten 5,9 Prozent einen Rekordwert.

Bei der Marke Herforder wurde die Produktion der Sorten Alster, Alkoholfrei und Schwarzbier eingestellt und der Fokus sei erfolgreich auf Biere regionaler Herkunft gelegt worden. „Trotz einer Preiserhöhung im März verlor Herforder Pils nur leicht und konnte seine starke Marktposition in OWL behaupten“, erklärt Pressesprecher Jens Bergfeld. Maibock habe einen leichten Zuwachs erzielt, das Weihnachtsbier das gute Ergebnis des Vorjahres bestätigt.

Die 2018 gestartete Suche nach einem Partner oder Käufer für die Herforder Brauerei mit rund 100 Mitarbeitern läuft derweil weiter. Bergfeld: „Wir arbeiten intensiv daran, den Standort langfristig zu sichern. Die Verhandlungen befinden sich in der finalen Phase.“

Paderborner habe derweil 2019 die Marktführerschaft im Billigsegment in NRW ausgebaut. Mit mehr als 22 Prozent Marktanteil sei es mit Abstand national auch die Nummer eins im Tankstellenverkauf. Der Gesamtabsatz sei wie erwartet etwas unter Vorjahr, Paderborner-Cola und Weizen wurden eingestellt. Das naturtrübe Pilger Landbier habe derweil den Marktanteil im Segment in NRW von 30 auf 35 Prozent ausgebaut.

Der Gesamtabsatz von Warsteiner ging um 1,6 Prozent zurück, weil der Export um 4,5 Prozent sank. Für 2020 wird eine „positive Entwicklung“ erwartet. Vor allem in Deutschland will die Gruppe (1100 Mitarbeiter/mehr als 400 Millionen Euro Umsatz) von der Fußball-EM profitieren.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7196892?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F