Neujahrsempfang der Ortsunion mit Festredner Nathanael Liminski
„Wir sind eine große Familie“

Paderborn  (WB). Die CDU-Ortsunion Paderborn mit ihren 750 Mitgliedern geht „mit breiter Brust“ in den Kommunalwahlkampf. „Wir dürfen uns nicht schlechtreden lassen, die CDU leistet auf allen Ebenen Gutes“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Holger Budde am Sonntag beim Neujahrsempfang.

Montag, 27.01.2020, 10:06 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 10:08 Uhr
Die CDU-Führungsriege stellte sich mit den Jubilaren zum Foto auf (von links): Michael Dreier, Daniel Sieveke, Holger Budde, Juliane Ohm (seit 50 Jahren dabei), Markus Mertens, Heidemarie Schreckenberg (seit 50 Jahren dabei), Festredner Nathanael Liminski, Verena Haese (seit 25 Jahren in der Partei), Hartmut Schmidt-Riediger (seit 50 Jahren bei den Christdemokraten), Ingrid Frühlingsdorf (seit 40 Jahren Parteimitglied), Herbert Hoffmann (seit 25 Jahren in der CDU), Josef Bracke (seit 50 Jahren dabei), Brunhilde Konersmann, Martin Mohr (seit 25 Jahren in der CDU), Carsten Linnemann und Hubert Göllner (seit 40 Jahren in der Partei). Foto: Oliver Schwabe
Die CDU-Führungsriege stellte sich mit den Jubilaren zum Foto auf (von links): Michael Dreier, Daniel Sieveke, Holger Budde, Juliane Ohm (seit 50 Jahren dabei), Markus Mertens, Heidemarie Schreckenberg (seit 50 Jahren dabei), Festredner Nathanael Liminski, Verena Haese (seit 25 Jahren in der Partei), Hartmut Schmidt-Riediger (seit 50 Jahren bei den Christdemokraten), Ingrid Frühlingsdorf (seit 40 Jahren Parteimitglied), Herbert Hoffmann (seit 25 Jahren in der CDU), Josef Bracke (seit 50 Jahren dabei), Brunhilde Konersmann, Martin Mohr (seit 25 Jahren in der CDU), Carsten Linnemann und Hubert Göllner (seit 40 Jahren in der Partei). Foto: Oliver Schwabe

Er verwies auf die „Eindämmung der Kalten Progression“ und die Wiedereinführung der Meisterpflicht auf Bundesebene, auf das neue Polizeigesetz in NRW, das zum Beispiel zu deutlich weniger Wohnungseinbrüchen geführt habe, und auf regionaler Ebene auf die Vorreiterrolle bei der Digitalisierung. „Die CDU steht zum Flughafen Paderborn auch in schlechten Zeiten“, betonte Budde, der den Ortsunionsvorsitzenden Bernd Schulze-Waltrup entschuldigen musste. Der hält sich in diesen Tagen zur Reha in Bad Driburg auf.

Enttäuschende Europawahl sei „Warnung und Ansporn“

Die CDU will alle Wahlkreise gewinnen, die Bürgermeister und den Landrat stellen. Die enttäuschende Europawahl sei „Warnung und Ansporn, bei der Kommunalwahl ein gutes Ergebnis zu erzielen“, mahnte Budde. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier und Landrat Manfred Müller können sich offenbar der Rückendeckung daheim sicher sein. „Wir freuen uns, dass sie frühzeitig ihre Bereitschaft signalisiert haben, wieder anzutreten“, sagte Budde, der die CDU als eine große Familie ansieht. Dreier, der beim Stadtparteitag am 3. März offiziell ins Rennen geschickt werden soll, erklärte, er sei „mehr als hochmotiviert“ und wolle sich bei einer Wiederwahl vehement für weitere Arbeitsplätze in der Stadt einsetzen. 80.000 seien es derzeit. Dass Paderborn vermutlich mindestens bis 2040 weiter wachsen werde, habe es den vielen jungen Menschen zu verdanken. „Ein großes Pfund sind die 22.000 Studierenden“, sagte Dreier und nannte die Garage 33 einen „Glücksfall“. 55 Start-up-Unternehmen gebe es inzwischen in Paderborn, und mit der „Zukunftsmeile 2“ habe man einen Hort für die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Die Barker-Kaserne solle ein weiterer Standort für Gründer werden.

„In Paderborn wird die Zukunft großgeschrieben“, sagte Dreier und verwies auf Ansiedlungen der Unternehmen Weidmüller, Schüco und Höffner. Der Bürgermeister ist offenbar fest davon überzeugt, dass am kommenden Donnerstag in der Ratssitzung das „Jahrhundertprojekt“ Stadthaus „mit deutlicher Mehrheit“ beschlossen werden wird. Ein weiteres Projekt vergleichbarer Größenordnung sei der neue Bahnhof, an dem sich die Stadt mit etwa 1,9 Millionen Euro beteiligt und für den, so wünscht es sich Dreier, im ersten Quartal 2020 die nötigen Beschlüsse gefasst werden sollen.

„Wir bauen diese Stadt neu“

Der Landtagsabgeordnete und Stadtverbandsvorsitzende Daniel Sieveke warnte die Parteifreunde davor, „vieles in Paderborn als selbstverständlich hinzunehmen“. Im Kommunalwahlkampf müssten die Christdemokraten klarmachen, wie ihr politisches Angebot konkret aussieht. „Wir bauen diese Stadt neu“, machte Sieveke deutlich, dass es sich um eine besondere Zeit handele. Manchmal sei die sprichwörtliche westfälische Bescheidenheit auch unangebracht. Sieveke wünscht sich, dass die CDU auf ihre Erfolge in der Öffentlichkeit hinweist: „Wir sind keine Applauspartei und machen Politik eher im stillen Kämmerlein.“

Verbalen Applaus spendete der Festredner Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei NRW in Düsseldorf. Die vergleichsweise heile Welt in Paderborn sei „das Ergebnis harter Arbeit“, lobte er. Der CDU, die möglichst die ganze Bevölkerung mit ihrer Politik erreichen wolle, mache die fortschreitende Polarisierung in einer immer „kurz vor der Hysterie“ stehenden Gesellschaft zu schaffen. Als Beispiel für unnötiges Polarisieren nannte Liminski das „Umweltsau“-Video des WDR, das ältere Menschen an den Pranger stellte. „Ich kenne viele junge Menschen, die sich nicht die Bohne fürs Klima interessieren“, sagte Liminski. Dank der CDU-FDP-Landesregierung stehe NRW gut da. Die Unternehmer hätten durch die Abschaffung oder Entschlackung von 40 Regulierungen wie der Hygiene-Ampel mehr Spielraum.

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