Kreis Paderborn nimmt 2019 insgesamt 1,75 Millionen Euro mit Tempomessungen ein
B1-Blitzer löst 13.687 Mal aus

Paderborn (WB/mba). Fast 76.500 Verkehrsteilnehmer sind im vergangenen Jahr auf den Straßen im Kreis Paderborn geblitzt worden. Das teilte der Kreis Paderborn auf Anfrage des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES mit. Die Einnahmen aus den Verwarn- und Bußgeldern belaufen sich demnach auf 1,75 Millionen Euro.

Dienstag, 04.02.2020, 06:00 Uhr
Seit Ende März 2019 ist der Blitzer an der B1 in Marienloh in Betrieb. Die Anlage, die in beide Richtungen blitzt, war dort nach Messungen mit mobilen Geräten installiert worden, bei denen nach Angaben des Kreises Paderborn erhebliche Verstöße festgestellt worden waren. Foto: Jörn Hannemann
Seit Ende März 2019 ist der Blitzer an der B1 in Marienloh in Betrieb. Die Anlage, die in beide Richtungen blitzt, war dort nach Messungen mit mobilen Geräten installiert worden, bei denen nach Angaben des Kreises Paderborn erhebliche Verstöße festgestellt worden waren. Foto: Jörn Hannemann

An den acht stationären Messanlagen, darunter auch der neue Tower an der B1, wurden 57.781 Auto- und Lkw-Fahrer geblitzt. Mobil wurden im gesamten Kreis 9678 Geschwindigkeitsübertretungen gemessen. Die absolute Nummer eins bei den stationären Anlagen ist der Blitzer an der B1 in Höhe Marienloh, der erst seit dem 25. März 2019 in Betrieb ist. Die An­lage, die in beide Richtungen blitzt, löste im vergangenen Jahr 13.687 Mal aus. Sie war installiert worden, nachdem Kreis und Polizei nach einer Reihe von Messungen mit mobilen Geräten dort erhebliche Verstöße registriert hatten. Immer wieder sei es am Ende der zweispurigen Fahrbahn Richtung Bad Lippspringe und im Zuge der Einfädelung zudem zu gefährlichen Manövern gekommen, war die Begründung des Kreises. In dem Bereich sind 100 Kilometer pro Stunde vorgeschrieben.

Verkehrsverstöße müssen Geld kosten, damit sich das Verhalten der Menschen ändert.

Michaela Pitz

Bei einer Überschreitung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit außerorts von 41 Stundenkilometer droht nach Angaben des Kreises ein Fahrverbot von mindestens einem Monat, innerorts ab 31 Stundenkilometer. Wer außerorts 61 Stundenkilometer zu schnell unterwegs ist, erhält ein Fahrverbot von mindestens zwei Monaten. Innerorts gibt es bereits ab einer Geschwindigkeitsübertretung von 51 Stundenkilometern ein zweimonatiges Fahrverbot. Bei Lkw wird bereits ab einer Überschreitung von 31 Stundenkilometern außerorts und von 26 Stundenkilometern innerorts ein Fahrverbot von einem Monat angeordnet. Innerorts bekommt ein Autofahrer ab einer Überschreitung von 21 Stundenkilometern ein Bußgeld von 80 Euro, außerorts ein Bußgeld von 70 Euro. Bei Lkw liegen die Geldbußen höher. Hinzu kommen Gebühren und Auslagen.

Vorwürfen, der Kreis würde nur auf die Einnahmen durch die Blitzer schielen, weist Kreissprecherin Michaela Pitz zurück: „Verkehrsverstöße müssen Geld kosten, damit sich das Verhalten der Menschen ändert.“

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