Fr., 14.02.2020

Stadt plant neue Brücke, Spielplatz, Foodtruck und Toiletten Paderwiesen werden attraktiver

Die an das Paderufer angrenzende Rasenfläche ist schon jetzt im Sommer ein beliebtes Naherholungsziel. Eine neue Brücke soll auch das andere Ufer anschließen. Darüber hinaus sind Gastronomie und Toiletten im Paderauenpark vorgesehen.

Die an das Paderufer angrenzende Rasenfläche ist schon jetzt im Sommer ein beliebtes Naherholungsziel. Eine neue Brücke soll auch das andere Ufer anschließen. Darüber hinaus sind Gastronomie und Toiletten im Paderauenpark vorgesehen. Foto: Oliver Schwabe

Von Maike Stahl

Paderborn (WB). Die Pader ist nicht nur Lebensader der Stadt, sondern vor allem auch ein beliebter Aufenthaltsort. Die bereits renaturierten und umgestalteten Bereiche im Mittleren Paderquellgebiet und der Maspernpader erfreuen sich nicht nur in den Sommermonaten großer Beliebtheit.

Nun soll auch das untere Paderquellgebiet erheblich aufgewertet werden. Die Stadt möchte 3,1 Millionen Euro investieren, um den Bereich zwischen Heierswall und Fürstenweg zum Paderauenpark umzugestalten. Vorgestellt werden soll die Planung im Bauausschuss am Mittwoch, 19. Februar (17 Uhr, Technisches Rathaus).

Imbiss und Toilettenanlage

Ziel ist es, Erholungssuchende, die sich bisher vor allem auf den Wiesen zwischen Pader und Franz-Schwarzendahl-Weg tummeln, einen größeren Bereich der Aue und des angrenzenden Wäldchens zu erschließen. Dafür soll neben Freizeitanlagen auch die entsprechende Infrastruktur wie Imbiss und Toilettenanlage bereitgestellt werden.

Außerdem soll eine neue Fußgängerbrücke die andere Uferseite zwischen Pader und Maltaweg erschließen, wo das Johannisstift auch seinen Mehrgenerationenpark anlegen möchte. Die Brücke soll an der Schnittstelle zwischen dem eher städtisch geprägten östlichen Paderlauf und dem naturnahen westlichen Abschnitt des Flusses entstehen und nicht nur für eine Verbindung sorgen, sondern auch eine neue Sicht auf die Pader ermöglichen. Allein für diese Brücke kalkuliert die Stadt mit Kosten von 425.000 Euro.

Liegewiese soll vergrößert werden

Auch die Pader selbst soll erlebbarer gemacht werden. Vorgesehen ist unter anderem, das Ufer abzuflachen und naturnäher zu gestalten. Zwei neue Stege sollen zum wassernahen Aufenthalt einladen und gleichzeitig die Auslaufbauwerke überdecken und den Bereich damit auch optisch deutlich aufwerten.

Außerdem soll der Franz-Schwarzendahl-Weg nicht nur erneuert, sondern auch etwas in Richtung Norden verschoben werden, so dass sich die vorhandene Liegewiese vergrößert. In dem steileren Abschnitt der Böschung sollen Betonsitzstufen zum Verweilen mit Blick auf Pader und Dom einladen. Außerdem sollen Holzliege aufgestellt werden.

Gastronomie, Toiletten und Fahrradstellplätze sollen auf einer befestigten Fläche entlang der Stolbergallee entstehen. Die Stadt plant mit einem Foodtruck-Konzept anstelle eines fest installierten Kiosks, da dieser jahreszeitlich und dem Bedarf entsprechend flexibel einsetzbar sei. Dort soll auch die Toilettenanlage direkt an der Wegekreuzung entstehen. Die Diskussion über eine mögliche Toilettenanlage direkt am Maspernplatz an der Maspernpader ist davon allerdings unberührt.

Boulespielfläche nahe dem Spielplatz

Unter den Bäumen im nördlichen Parkbereich will die Stadt einen naturnah gestalteten Spielplatz mit Wasser- und Matschspielelementen anlegen. An der Planung sollen das Jugendamt und Kinder aus den benachbarten Kitas und Grundschulen beteiligt werden. In unmittelbarer Nähe zum Spielplatz soll außerdem eine Boulespielfläche entstehen.

Auf dem Areal der Paderkampfbahn sollen zudem zwei Beachvolleyballfelder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Zwei weitere Felder werden umzäunt und bleiben dem Vereinssport vorbehalten.

Außerdem soll Sprayern mit einer mobilen Graffiti-Wand ein Angebot im Paderauenpark gemacht werden. In Ufernähe soll außerdem eine Natursteinskulptur des 2016 verstorbenen Salzkottener Künstlers Reinhard Buxel aufgestellt werden. Für die im Bereich des Paderauenparks vorhandenen Kriegerdenkmäler will die Stadt hingegen einen „passenderen Ort“ finden, an den sie versetzt werden sollen. Denn im Bereich der Paderwiesen gebe es keinen thematischen oder örtlichen Bezug. Ein neuer Standort soll zusammen mit „verschiedenen Interessenvertretern“ gesucht werden.

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