32 Projekte beim „Jugend forscht“-Wettbewerb in Paderborn vorgestellt
Wenn es dank VR-Brille brennt

Paderborn  (WB). Was tun, wenn’s brennt? Regelmäßig üben Schüler, wie sie sich bei Feuer verhalten sollen. Aber schult diese „Trockenübung“ wirklich, bei der man nach einer Durchsage gesittet aus dem Raum zu Sammelstellen geht – wohl wissend, dass kein Ernstfall vorliegt? Timo Brandt, Fabian Michlik und Nick Harry Wulf vom Gymnasium Schloß Neuhaus haben eine ganz moderne Idee, wie das Szenario viel realistischer dargestellt werden kann: mit VR-Brillen. Mit diesem Projekt haben sie den ersten Platz beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ im Heinz-Nixdorf-Museumsforum geholt.

Freitag, 14.02.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 16:10 Uhr
Hurra, hurra, die Schule brennt? Feuer im Klassenzimmer simulieren Fabian Michlik, Nick Harry Wulf und Timo Brandt mit Hilfe von VR-Brillen. Foto: Oliver Schwabe
Hurra, hurra, die Schule brennt? Feuer im Klassenzimmer simulieren Fabian Michlik, Nick Harry Wulf und Timo Brandt mit Hilfe von VR-Brillen. Foto: Oliver Schwabe

Insgesamt 72 Teilnehmer präsentierten 39 Projekte. Die jüngeren traten im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ an. Die Schüler, die mit einem ersten Preis ausgezeichnet wurden, werden sich demnächst auf Landesebene messen. Die Landeswettbewerbe finden Ende März in Leverkusen („Jugend forscht“) beziehungsweise Anfang Mai in Essen („Schüler experimentieren“) statt.

Fortbewegung durch Magnettechnik

Ein weiterer erster Preis ging nach Paderborn. Die Jury zeigte sich beeindruckt von den Ergebnissen zum Thema „Hyperloop – das Transportmittel der Zukunft“ des 14-jährigen Lucas Hoffmann vom Pelizaeus-Gymnasium. „Vielleicht kommt der nächste Elon Musk ja aus OWL“, scherzte Landeswettbewerbsleiter Dr. Carsten Penz angesichts der Tatsache, dass der Hyperloop ursprünglich auf Tesla-Gründer Musk zurückgeht.

Auch Lucas Hoffmann hat das Hochgeschwindigkeitsverkehrssystem erforscht: „Es geht darum, mit Magnettechnik Fortbewegung zu ermöglichen“, erzählt er – und weil er findet, dass es noch viel mehr zu untersuchen gibt, will er weitermachen.

Warnsignal bei offenem Fenster

Weitergemacht, das haben auch Emilia Maifeld und Alina Prinzensing (Gymnasium Neuhaus), die im Vorjahr eine Jacke vorgestellt hatten, die Lichtsignale aussendet – zum Beispiel, damit Radfahrer im Dunkeln besser gesehen werden. Die Jacke haben sie zu einer Weste weiterentwickelt, die einfacher übergestreift werden kann.

In Schloß Neuhaus wurde zudem zum Thema „offene Fenster“ geforscht. Christoph Brumby hat ein System entwickelt, das warnt, wenn beim Verlassen des Hauses noch ein Fenster offen steht. Markus Hermbusche, Justus Graute und Moritz Hansmann haben sogar eine Idee für Hausmeister, die per Handy ermitteln können, in welchen Räumen noch Fenster geöffnet sind, ohne jedes Zimmer einzeln kontrollieren zu müssen.

Die Preisträger aus dem Kreis Paderborn

1. Preis Schüler experimentieren: Lucas Hoffmann (Pelizaeus-Gymnasium Paderborn).

1. Preis Jugend forscht: Timo Brandt, Fabian Michlik, Nick Harry Wulf (Gymnasium Schloß Neuhaus).

2. Preis Schüler experimentieren: Markus Hermbusche, Justus Graute, Moritz Hansmann (Gymnasium Schloß Neuhaus); Manuel Placzek, Julius Sebastian Wolf (Gymnasium Theodorianum).

3. Preis Schüler experimentieren: Sophie Hausauer; Lennard Schulze (beide (Pelizaeus-Gymnasium Paderborn); Simon Rulle (Gymnasium St. Michael, Paderborn).

Sonderpreis Umwelttechnik: Erik Rennerich, Marlon Fest, René Ozimek (Gymnasium Schloß Neuhaus).

Sonderpreis Mathematik/Informatik: Christoph Brumby (Gymnasium Schloß Neuhaus).

Sonderpreis GEO: Emilia Maifeld, Alina Prinzensing (Gymnasium Schloß Neuhaus).

Sonderpreis Hören, Akustik und Lärm: Mia Labudda Lebrato (Gymnasium Schloß Neuhaus).

 

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