30 Veranstaltungen in Paderborn vom 5. bis zum 15. März
Literatur in allen Facetten

Paderborn (WB). 30 Veranstaltungen in elf Tagen: Die Paderborner Literaturtage vom 5. bis 15. März sind vollgepackt mit Programm.

Donnerstag, 05.03.2020, 08:30 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 09:12 Uhr
Der Wortkünstler Bas Böttcher verbindet am 15. März Literatur mit Musik. Foto: Felix Warmuth
Der Wortkünstler Bas Böttcher verbindet am 15. März Literatur mit Musik.

Die unterschiedlichsten Veranstaltungsformate, Orte und Literaturgenres kommen vor. Was wo stattfindet, ist in einer Broschüre zusammengefasst, die an vielen Stellen der Stadt ausliegt, und unter www.paderborn.de/literaturtage nachzulesen.

Die Paderborner Literaturtage sind wieder ein Gemeinschaftswerk: Die örtlichen Buchhandlungen sind dabei, rollende und ortsfeste Bibliotheken, das Kulturamt, große und kleine Theater, ein Kino, das Literaturbüro OWL in Kooperation mit dem AStA der Uni und die Kulturkneipe „Sputnik“.

Bekannte Autoren und Leser aus Paderborn

Viele bekannte Autoren und Leser aus Paderborn präsentieren Texte, darunter Erwin Grosche, Heiko Grosche, Max Rohland, Christina Seck, die Kneipenleser, Jann Wattjes, Sarah Lau und August Klar. Sowohl das Kuss-Quartett als auch Uli Lettermann, Jana Telgenbüscher und andere steuern Musik bei. Aus der Nachbarschaft kommen Albrecht Simons von Bockum Dolffs (Künstlerischer Leiter von „Wege durch das Land“) und das Lippekrimi-Duo Jürgen Reitemeier und Wolfgang Tewes.

Einen weiteren Weg haben zum Beispiel die Autorin Isabelle Lehn (Leipzig) und mit Andrea Schwarz aus dem Emsland eine der meistgelesenen christlichen Schriftstellerinnen unserer Zeit. Stargast ist Bas Böttcher. Der Bremer Wortkünstler ist fast schon ein Klassiker. Seine Texte sind längst in Schulbüchern gelandet. Er lehrt am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und bekommt Aufträge von so unterschiedlichen Stellen wie dem Pergamon-Museum und dem DFB. Im Residenzmuseum probiert er am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr mit dem renommierten Kuss-Quartett aus, wie vertrackte Streichquartett-Sätze von Beethoven und anderen (Adès, Kurtág, Lachenmann, und Carter) mit gesprochener Wortkunst als Verbindung von Klang, Rhythmus, Zeit und Sinn zusammengehen.

Wer nicht nach Schloß Neuhaus möchte, hat ebenfalls am 15. März eine multimediale Alternative in Paderborn: Mit Violoncello, Perkussion, Saxophon und Sprecher wird um 19.30 Uhr im Deelenhaus Erich Rentrows Bearbeitung des Sonnengesangs von Franz von Assisi präsentiert.

Erinnerung an Jenny Aloni

Das reichhaltigste Programm an einem Abend an einem Ort ist das im Stadtmuseum am Samstag, 7. März. Von 18 Uhr an dreht sich hier alles um die Stadt und ihr Museum mit Texten über Objekte, mit einer tänzerischen Erkundung der Räume des Museums, mit unterhaltsamen historischen Texten, vor allem aber mit einer Erinnerung an Jenny Aloni. „Meine Beziehungen zu Paderborn sind kompliziert“ ist der Titel der Lesung, die das Leben der in Paderborn geborenen und kurz vor dem Holocaust emigrierten Schriftstellerin nachzeichnet. Gewidmet ist die Lesung dem vor kurzem verstorbenen Literaturwissenschaftler Hartmut Steinecke, dem Sachwalter des Vermächtnisses von Jenny Aloni.

Der Hofmohr des Fürstbischofs wird nicht im Stadtmuseum, sondern am Mittwoch, 11. März, um 19.30 Uhr im Residenzmuseum zum Leben erweckt. Es gab ihn wirklich, er wurde als Kind von Südamerika nach Neuhaus verschleppt, wo er 1798 starb. Vorgestellt wird er von Hans Jürgen Rade (Paderborn), der über ihn geforscht hat, und von der Schriftstellerin Isabelle Lehn, die eine Erzählung über ihn geschrieben hat. Schon fast Kultstatus hat der Bücherstreit im „Sputnik“ an der Imadstraße, wo am Montag, 9. Februar, um 20 Uhr fünf Experten über fünf Bücher diskutieren.

Zwei Partys

Gleich zwei Partys stehen auf dem Programm: Die „Silent Reading Party“ in der Kinderbibliothek am Freitag, 6. März, um 17.30 Uhr und die Literaturparty „Schöne neue Welt“ im AStA-Stadtcampus am Dienstag, 10. März, um 19.30 Uhr. Bei der einen wird es sehr still, bei der anderen kann es auch laut und wild zugehen, denn die anwesenden Autoren dichten sich die Finger wund, und jeder Text endet auf einen tanzbaren Lieblingssong, der natürlich sofort gespielt und getanzt wird.

Bestseller-Lesungen

Lesungen aus Bestsellern bieten die Buchhandlungen Bonifatius, Thalia und Literafee. So kommt zum Beispiel Peter Prange am Mittwoch, 11. März, in die Bonifatius-Buchhandlung, um ab 19.30 Uhr aus dem Roman „Eine Familie in Deutschland“ vorzutragen. Lautmalerisch wird das Live-Hörspiel „Der Unsichtbare“, denn Antje und Emilia Tarampouskas, Timo Wiesemann, Stefan Bunte und Tobias Zenker von der „Ohrenspitzerbande“ lesen am Samstag und Sonntag, 6. und 7. März, um 20 Uhr im Amalthea-Theater nicht nur, sondern knistern und fauchen auch.

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