Paderborner Projekt „BringBackBag“ stellt die Produktion um
Gesichtsmasken statt Einkaufsbeutel

Paderborn (WB). Nicht nur Unternehmen müssen sich in der Corona-Krise umstellen, auch ehrenamtliche Initiativen reagieren schnell: Die Näherinnen des Projektes „BringBackBag“ ( www.BringBackBag.de ), die sonst aus wiederverwerteten Stoffen nachhaltige, kostenlos ausleihbare Einkaufsbeutel produzieren, nähen jetzt Gesichtsmasken für Klinikpersonal und besonders gefährdete Mitmenschen.

Donnerstag, 09.04.2020, 15:18 Uhr aktualisiert: 10.04.2020, 08:40 Uhr
So sieht ein Teil der von den ehrenamtlichen Näherinnen des Projekts „BringBagBack“ produzierten Gesichtsmasken aus. Foto:
So sieht ein Teil der von den ehrenamtlichen Näherinnen des Projekts „BringBagBack“ produzierten Gesichtsmasken aus.

„Von der Idee in unserer WhatsApp-Gruppe, über den Kontakt zum DRK und die Diskussion über passende Schnittmuster und die effizienteste Nähweise vergingen nur wenige Stunden. Am Ende des ersten Tages konnten wir schon die ersten Masken an das DRK Paderborn übergeben“, sagt Kathrin Kemper, Initiatorin des Nähprojektes.

25 Freiwillige und 16 Nicht-Näher im Einsatz

Seit die ersten Masken vor einigen Wochen entstanden sind, ist die Gruppe angewachsen: Mittlerweile nähen über 25 Freiwillige und 16 Nicht-Näher sind nur mit dem Schneiden von Stoffstreifen für die Bindebänder beschäftigt. Das DRK, die Caritas Wohnen und Werkstätten, diverse Behinderten- und Seniorenheime, das Frauenhaus und auch gefährdete Nachbarn wurden mittlerweile von der Näh-Initiative ausgestattet und einige der Masken haben auch in das Paderborner Rathaus gefunden, unter anderem zu Bürgermeister Michael Dreier, der das Engagement besonders lobte.

Jeder trägt bei, was ihm oder ihr möglich ist.

Kathrin Kemper

Kathrin Kemper ist begeistert von der Motivation der fleißigen Bienen: „Jeder trägt bei, was ihm oder ihr möglich ist. Neben dem Nähen der Masken und dem Zuschneiden übernehmen einige die Verteil- und Einsammel-Logistik. Andere telefonieren mit Wäschereien und Hotels und organisieren ausrangierte Bettwäsche.“ Mittlerweile sind so knapp 500 Exemplare der begehrten Masken entstanden und verteilt worden.

Pläne für die Nach-Corona-Zeit stehen

„Es hat sich eine tolle Gruppe mit engagierten Menschen zusammengefunden – wir planen schon, nach Corona gemeinsam zu feiern und uns endlich auch persönlich kennenzulernen. Und dann können wir auch wieder das fortsetzen, was wir ursprünglich gemacht haben: Kostenlos ausleihbare Einkaufsbeutel für den regionalen Einzelhandel nähen,“

Wer Interesse hat, auch zu nähen oder noch Material spenden möchte, kann sich gerne bei Kathrin Kemper unter 0171-1705167 (auch per WhatsApp) melden.

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