Beratungsangebot des evangelischen Jugendreferates
SMS: Sprechstunde mit Sonja

Paderborn (WB). Seit einigen Wochen findet in den Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn keine Arbeit mehr mit Kindern und Jugendlichen vor Ort statt. Auch hier gilt das Corona-Kontaktverbot. „Wir versuchen über die verschiedensten Kanäle mit unseren Teamerinnen und Teamern sowie den Jugendlichen im Kontakt zu bleiben und ansprechbar zu sein“, so Jugendreferentin Sonja Hillebrand.

Sonntag, 12.04.2020, 12:30 Uhr aktualisiert: 12.04.2020, 13:10 Uhr
Bietet eine telefonische Sprechstunde für Kinder und Jugendliche an: Sonja Hillebrand, Jugendreferentin und Traumapädagogin im Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn. Foto: Jugendreferat
Bietet eine telefonische Sprechstunde für Kinder und Jugendliche an: Sonja Hillebrand, Jugendreferentin und Traumapädagogin im Jugendreferat des Evangelischen Kirchenkreises Paderborn. Foto: Jugendreferat

Die Verunsicherung ist bei Kindern, Jugendlichen und den Ehrenamtlichen zum Teil groß, der Stressfaktor auch: „Die Familien müssen für sich den Alltag neu strukturieren. Eltern arbeiten von Zuhause aus oder sind in die Kurzarbeit geschickt worden und sind parallel für die Erledigung der Hausaufgaben und die Betreuung der Kids zuständig.

Viele Familien sind nun 24 Stunden am Tag zusammen, Auszeiten mit Freunden oder durch Hobbies fallen weg. Das ist niemand mehr gewohnt. Diese Situation führt zu Spannungen. Hinzu kommen zum Teil Ängste wegen des Virus oder das Gefühl von Einsamkeit, weil gerade Freunde nicht mehr direkt greifbar sind“, so Hillebrand.

Kinder und Jugendliche bestimmen, was sie erzählen möchten

Aufgrund dieser Situation bietet die Jugendreferentin und ausgebildete Traumapädagogin täglich eine Sprechstunde von 11 bis 12 Uhr per Telefon an. In dieser „Sprechstunde mit Sonja – SMS“ können Kinder und Jugendliche über das sprechen, was sie bewegt, wovor sie Angst haben, was ihnen Sorgen macht. Die Gespräche sind grundsätzlich vertraulich, das heißt, dass alles Gesagte zwischen den beiden Gesprächspartnern bleibt. Die Kinder und Jugendliche bestimmen selbst, was sie erzählen möchten. Dasselbe gilt auch, wenn Emails geschrieben werden. Die Ausnahme besteht dann, wenn die betreffende Person oder jemand anders in Lebensgefahr schwebt, dann müssen andere Wege verabredet werden.

Positive Rückmeldungen

„Die bisherigen Rückmeldungen sind sehr positiv. Die Kinder und Jugendlichen freuen sich darüber, dass sie die Möglichkeit haben, mit jemanden auch außerhalb des Familiensystems zu sprechen und ihre kleinen und großen Sorgen teilen zu können. Das entlastet sie“, sagt Hillebrand. Viele gäben nur ihren Vornamen an, was völlig ok sei, manche blieben auch anonym, so die Traumapädagogin. „Ich wünsche mir, dass Kinder und Jugendliche sich die Hilfe und Unterstützung suchen, die sie momentan brauchen. Deswegen meine Bitte: Wenn euch etwas auf der Seele liegt, bleibt nicht damit alleine, ruft an oder schreibt.“

Die Jugendreferentin Sonja Hillebrand ist unter der E-Mail hillebrand@kkpb.de oder telefonisch von montags bis freitags immer von 11 Uhr bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0171/74 84 542 erreichbar.

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