Polizei zieht in Paderborn positive Bilanz der Osterfeiertage
Weniger Einsätze als im Vorjahr

Paderborn (WB). Es war sehr ruhig. So lautet die Bilanz der Polizei über die Osterfeiertage. Mit 615 Einsätzen von Karfreitag bis Ostermontag blieb die Einsatzlage unter der des Vorjahres mit 646 Einsätzen. Auch die Lage der Einsätze mit Pandemiebezug ging zurück.

Mittwoch, 15.04.2020, 14:17 Uhr aktualisiert: 15.04.2020, 14:20 Uhr
Die Kreispolizeibehörde Paderborn hat nach den Osterfeiertagen eine erfreuliche Bilanz gezogen. Foto: Jörn Hannemann
Die Kreispolizeibehörde Paderborn hat nach den Osterfeiertagen eine erfreuliche Bilanz gezogen. Foto: Jörn Hannemann

Landrat Manfred Müller freut sich: „Ich bin sehr froh, dass die Menschen sich an die Einschränkungen gehalten haben und weiterhin halten. Das macht dieses Ostern zu besonderen Feiertagen, an denen wir solidarisch zusammengehalten haben, ohne uns treffen zu können. Abstand ist weiterhin das Gebot der Stunde, um die Neuinfektionen niedrig zu halten. Das hat bislang gut funktioniert.“ Müller dankt allen Bürgerinnen und Bürgern für die Akzeptanz der freiheitsbeschränkenden Maßnahmen. Besonderer Dank gebühre allen Einsatzkräften, die dazu beitrügen, dass die Bevölkerung sicher durch die Krise begleitet wird.

Abstand ist weiterhin das Gebot der Stunde.

Manfred Müller

Nachdem am Gründonnerstag noch 25 Pandemie-Einsätze angefallen waren und 40 Bußgeldverfahren sowie drei Strafverfahren eingeleitet werden mussten, war die Situation über die Feiertage deutlich entspannter. Von Freitag bis einschließlich Montag gab es 75 Einsätze mit Corona-Bezug, denen jetzt 40 Bußgeldverfahren und drei Strafanzeigen folgen. Nur wenige hielten sich nicht an die Kontaktverbote und grillten oder picknickten in öffentlichen Anlagen. Verbotene Osterfeuer fielen nur in Einzelfällen auf. Am Dienstag gab es nur acht Einsätze, die ohne Sanktionen blieben, da sich die gemeldeten Ansammlungen bereits aufgelöst hatten.

Der Carfreitag-Einsatz lief besonders ruhig

Neben der „Corona-Lage“ gab es einiges an Polizei-Alltag zu bewältigen: Zum Beispiel 51 Verkehrsunfälle, davon 28 mit Sachschaden, sieben mit Personenschaden und fünf mit Fahrerflucht sowie elf Wildunfälle. Mehr als 20 Brandmeldungen, zahlreiche Ruhestörungen und Hilfeersuchen waren zu bearbeiten. Drei Randalierer gab es zu bändigen, sechs Körperverletzungen mussten aufgenommen und 15 Streitigkeiten geschlichtet werden. Der Carfreitag-Einsatz lief besonders ruhig. Verstöße gegen die Allgemeinverfügung der Stadt Paderborn sowie gegen die Corona-Schutzverordnung fielen im Zusammenhang mit der Tuningszene nicht auf. 15 Verkehrs-Ordnungswidrigkeiten, begangen von anderen Verkehrsteilnehmern, ahndeten die Polizistinnen und Polizisten in diesem Einsatz.

22 Raser gestoppt

Von Gründonnerstag bis Ostermontag setzte die Polizei täglich das ProViDa-Polizeimotorrad ein. Die zivile Maschine ist mit Mess- und Videotechnik ausgestattet und wurde auf den unfallträchtigen Strecken der B1, B68 und der L776 eingesetzt. Die Motorradpolizisten stoppten 22 Raser, die teils erhebliche Geschwindigkeitsverstöße begangen hatten. Drei davon waren Fahranfänger. Ein 22-jähriger Golffahrer war auf der L776 mit 160 km/h bei erlaubten 100 unterwegs. Ein Monat Fahrverbot, zwei Punkte und 240 Euro Bußgeld sind jetzt fällig. Wegen des Verdachts eines illegalen Autorennens auf der Detmolder Straße hat die Polizei in der Nacht zu Ostermontag ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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