Deutsches Rotes Kreuz in Paderborn ist entsetzt
Einbrecher stehlen 3000 Schutzmasken

Paderborn (WB). „Das ist eine besonders frevelhafte Tat!“ Bernd Horenkamp, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes im Kreis Paderborn, ist entsetzt: Unbekannte sind in der Nacht zu Freitag beim DRK eingebrochen und haben rund 3000 zertifizierte Masken gestohlen.

Freitag, 17.04.2020, 12:53 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 13:28 Uhr
Großes Chaos haben die Einbrecher verursacht. Aus dem Sortierraum des Paderborner DRK sind 3000 zertifizierte Schutzmasken entwendet worden. Foto: DRK
Großes Chaos haben die Einbrecher verursacht. Aus dem Sortierraum des Paderborner DRK sind 3000 zertifizierte Schutzmasken entwendet worden. Foto: DRK

Umgeworfene Kartons, Kleidungsstücke liegen am Boden: Der oder die Unbekannten, die in der Nacht zu Freitag die Paderborner Kleiderkammer in der Neuhäuser Straße heimgesucht haben, haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Polizei ist inzwischen vor Ort gewesen und hatte die Ermittlungen zu der dreisten Tat aufgenommen.

Bemerkt wurde der Einbruch am Freitagmorgen, als die DRK-Mitarbeiter zum Dienst erschienen. Nach Angaben von Kreisgeschäftsführer Horenkamp mussten sich die Mitarbeiter zunächst einen Überblick verschaffen, wie hoch der Schaden ist. Eingedrungen seien die Täter durch eine Tür. Offenbar seien sie zielgerichtet vorgegangen.

Spende von Casada und SC Paderborn

Das DRK hatte in dieser Woche eine Spende über 15.000 zertifizierte Masken erhalten. „Das ist keine freundliche Gabe. Das hier rettet Leben!“, hatte Landrat Manfred Müller bei der Spendenübergabe festgestellt und sich ganz herzlich bei der Paderborner Firma Casada, dem SC Paderborn und dem Roten Kreuz bedankt. Die Firma Casada mit Sitz in Sennelager, die Sponsor vom SCP ist und sich mit ihren 100 Mitarbeitern auf den Vertrieb von Gesundheits- und Wellnessprodukten spezialisiert hat, hat zusammen mit dem SCP 15.000 medizinische Mundschutzmasken ans Rote Kreuz gegeben.

Das DRK wollte sie nun zusammen mit der Kreisbehörde nach Bedarf an Altenheime, Pflegedienste und Menschen, die für die Risikogruppe Einkaufsdienste anbieten, verteilen.

Der DRK-Kreisgeschäftsführer appelliert angesichts der Tat, dass alle freiwilligen Helfer auch weiter nichtzertifizierte Mund-Nasen-Masken nähen sollten. „Wir sind allen Helfern sehr dankbar, die uns mit den gespendeten Masken sehr unterstützen“, betonte Horenkamp am Freitag. Wer Stoff zum Nähen benötige, der könne sich direkt ans DRK wenden.

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