Vor allem trockene Fichtenflächen anfällig – Rauch- und Feuerverbot
Förster warnen vor Waldbrandgefahr

Paderborn/Büren/Altenbeken (WB). Die Gefahr von Wald­bränden wird sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit weiter verschärfen – zumal Regen in den kommenden Tagen nicht in Sicht ist. Darauf weisen die Förster des Regionalforst­amtes im Hochstift Paderborn hin. Erst am Dienstagabend musste die Feuerwehr, wie berichtet, zu einem Waldbrand am Paderborner Habichtsee ausrücken.

Freitag, 24.04.2020, 13:39 Uhr aktualisiert: 24.04.2020, 13:42 Uhr
Forstamtsleiter Roland Schockemöhle (von links), Kreisbrandmeister Elmar Keuter sowie Dirk Kreienmeier und Wilhelm Brandenburg vom Regionalforstamt Hochstift auf einer Borkenkäferfläche.

Über die Situation in den Wäldern des Hochstifts haben sich nun die Förster des Regionalforstamtes mit dem Paderborner Kreisbrandmeister Elmar Keuter beraten und vor Ort typische Gefahrenlagen angeschaut. Insbesondere die durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer betroffenen Fichtenflächen wie zum Beispiel im Eggegebirge, oftmals jetzt kahl, seien aufgrund des trockenen Ast- und Reisigmaterials sehr brandanfällig. Auf genau solchen Kahlflächen hatte es vor knapp zwei Wochen kleinere Bodenfeuer im Bürener Land gegeben, die jedoch früh bemerkt worden seien und deshalb relativ schnell gelöscht werden konnten.

Im Wald gilt ein Rauch- und Feuerverbot

Roland Schockemöhle, Leiter des Regionalforstamtes Hochstift, verweist insbesondere nach den Erfahrungen des großen Waldbrandes in Gummersbach auf ein weiteres Problem: „Es besteht durch die vielen toten und noch stehenden Fichten die Gefahr eines Vollfeuers, das durch den starken Wind dann sehr schlecht unter Kontrolle zu bringen ist.“ Förster Schockemöhle und Feuerwehrmann Keuter weisen in diesem Zusammenhang auf das Rauch- und Feuerverbot und die Verhaltensregeln im Wald hin.

Zudem solle die Bevölkerung wachsam sein und beim Erkennen eines Waldbrandes sofort den Notruf 112 anrufen, damit ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr möglich sei und ein Ausbreiten des Brandes vermieden werden könne.

Deutlich mehr Wald-Besucher aufgrund von Corona-Pandemie

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie stellten die Forstleute einen deutlich erhöhten Besucherverkehr in den Wäldern fest. Dadurch steige zwar das Risiko von Waldbränden, die hierzulande fast immer menschlichen Ursprungs seien. Die Bevölkerung sei aber auch der wichtigste Melder beim Feststellen von Bränden in der Natur.

Das Forstamt will die Präsenz in den Wäldern nun erhöhen und außerdem wichtige Wanderparkplätze mit entsprechenden Ausschilderungen versehen. Die Förster weisen nochmal darauf hin, dass Waldzufahrten nicht zugeparkt werden dürfen und LKW, das heißt auch Feuerwehrautos, die Einfahrten und Wege befahren können müssen. Schockemöhle abschließend: „Fahrzeuge dürfen nicht auf trockenem Gras abgestellt werden.“

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