Paderborner Fototage zeigt Bilder von Lenny Kravitz – kommt er selbst?
Fotos eines Weltstars

Paderborn (WB). Als Rockmusiker ist Lenny Kravitz ein Weltstar. Hits wie „Fly Away“ oder „It Ain´t Over Til It’s Over“ liefen im Radio rauf und runter. Aber der 55-jährige Amerikaner ist auch ein ausgezeichneter Fotograf. Dessen Ausstellung „Drifter“ wird der Verein Paderborner Fototage 2021 in der Domstadt zeigen. Das kündigte die Vorsitzende Sigrid Urban am Montag an.

Dienstag, 28.04.2020, 08:03 Uhr aktualisiert: 28.04.2020, 08:30 Uhr
Lenny Kravitz wird oft fotografiert, und er fotografiert ebenfalls mit Leidenschaft. Fotografieren findet er „magisch“. Als Handwerkszeug wählt er Kameras der Traditionsmarke Leica. Eine hat Kravitz für das Unternehmen selbst designt. Foto:
Lenny Kravitz wird oft fotografiert, und er fotografiert ebenfalls mit Leidenschaft. Fotografieren findet er „magisch“. Als Handwerkszeug wählt er Kameras der Traditionsmarke Leica. Eine hat Kravitz für das Unternehmen selbst designt.

Nach Bryan Adams 2015 gelingt es dem Verein damit erneut, eine faszinierende Persönlichkeit aus dem Showbusiness von einer anderen Seite zu präsentieren. Die Gelegenheit dazu sollten die Freunde der Fotografie eigentlich schon in diesem Juni bekommen, aber das Coronavirus machte einen Strich durch die Pläne für die 4. Paderborner Fototage. Die sollten am 6. Juni beginnen, mehr als 20 Ausstellungen und sechs Workshops umfassen. Aber dann wurden die Eröffnungsveranstaltung im HNF abgesagt und die „Fototage“ auf 2021 verschoben.

Alle Termine standen bereits, das ist echt bitter.

Sigrid Urban

„Normalerweise hätten wir jetzt am 18. Mai die Fotos von Leica Deutschland abgeholt“, sagte die Vereinsvorsitzende Sigrid Urban am Montag dem WV und ergänzte: „Alle Termine standen bereits, das ist echt bitter.“ Der genaue Termin für 2021 stehe noch nicht fest, solle aber vor den Sommerferien liegen. Hier will sich Urban mit dem Verein Cheezze, der ebenfalls die Fotografie in Paderborn fördert und auch eine Großveranstaltung plant, absprechen.

Dass 40 Fotografien aus der „Drifter“-Reihe von Lenny Kravitz 2021 in Paderborn gezeigt werden können, steht fest. Der Verein hat die Erlaubnis des legendären Kameraherstellers Leica und des Managements von Lenny Kravitz vorliegen. Das sechsköpfige Organisationsteam hofft, dass Kravitz selbst nach Paderborn kommt – so wie 2015 Bryan Adams, der bei Sigrid Urban einen bleibenden Eindruck hinterließ: „Das ist eine interessante Persönlichkeit, einfach ein Mensch, hautnah, ohne Allüren und der Kontakt zu ihm ist immer noch da.“ Mit Katharina John und Jim Rakete schmückten zwei weitere Hochkaräter die Fototage-Festivals in Paderborn, die es seit 2010 gibt.

Kravitz liebt die Schwarz-Weiß-Fotografie

Lenny Kravitz liebt die Schwarz-Weiß-Fotografie. Als Sohn des ukrainisch-jüdischen Fernsehproduzenten Seymour Kravitz und der bahamesisch-afroamerikanischen Schauspielerin Roxie Roker nahm er die Leicaflex seines Vaters in die Hand: „Ich fühlte mich von der Kamera und dem Design angezogen.“ Als er später auf der Bühne stand, wurde er selbst fotografiert und fotografierte irgendwann zurück. Kravitz: „Ich freundete mich mit Fotografen an und ging in ihre Dunkelkammer und Studios, sah ihnen bei der Arbeit zu. Ich fand es magisch.“ Mit dem Bildband „Flash“ zeigte er sich 2015 erstmals als ernsthafter Fotograf – mit Bildern von Fotografen, die Stars am Roten Teppich ablichten. In Paderborn werden Fotografien aus der Reihe „Drifter“ zu sehen sein: mit erzählerischen und intimen Einblicken in sein Leben, mit Porträts, Straßenszenen und Stillleben.

Irritationen – Bilder zwischen Tabu und Mainstream

Lenny Kravitz liefert keine Allerweltsfotos, die in der Masse digitaler Bilder sofort untergehen. Deswegen sind seine Arbeiten für den Paderborner Verein so interessant. „Irritationen – Bilder zwischen Tabu und Mainstream“ lautet das Motto der 4. Paderborner Fototage. Was fällt in der „visuellen Sintflut“ überhaupt noch auf, welche Themen werden ignoriert und ausgeblendet? Um diese Fragen geht es. 2021 werde dieses Leitmotiv um Erfahrungen aus der Corona-Krise ergänzt, kündigte Sigrid Urban an.

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