Universität Paderborn stellt Pläne im Rat vor
Neues Forschungsgebäude geplant

Paderborn (WB/itz). Die Universität Paderborn wächst weiter. Am Donnerstagabend ist im Paderborner Rat das neueste Projekt vorgestellt worden: Uni-Vizepräsidentin Simone Probst stellte den Kommunalpolitikern das geplante Institutsgebäude der Optoelektronik vor. Die Fertigstellung könnte demnach im Jahr 2024 erfolgen. Noch fehlen die endgültigen Zusagen, die nun für Ende Juni erwartet werden.

Samstag, 16.05.2020, 10:23 Uhr aktualisiert: 16.05.2020, 10:26 Uhr
Auf dem Gelände der Uni Paderborn (gelber Halbkreis) ist ein weiteres Forschungsgebäude geplant. Es könnte nach aktuellen Plänen im Jahr 2024 fertig sein. Foto/Montage: Jörn Hannemann

Aber: Im Rahmen seiner Frühjahrssitzungen hat der Wissenschaftsrat Ende April Förderempfehlungen zur aktuellen Förderphase für Forschungsbauten ausgesprochen. Dem Wirtschaftsrat lagen 14 förderwürdige Vorhaben der Länder vor, unter denen nach Qualitätskriterien priorisiert wurde. Das Paderborner Photonic Quantum Systems Laboratory (PhoQSLab) konnte sich gegen die Konkurrenz behaupten. Das „P10“ genannte Gebäude soll laut Plan zwischen Kita und den Gebäuden für Ingenieurwissenschaften und den Naturwissenschaften angesiedelt werden.

„Wir können hier Paderborn noch einmal ganz anders in den Fokus rücken“

Uni-Vizepräsidentin Simone Probst

„Unser Antrag hat Bestnoten bekommen“, berichtete Probst unter dem Beifall der Ratsmitglieder. In der Quanteninformationstechnologie beabsichtigen die Paderborner Wissenschaftler gemeinsam mit den Bereichen Physik, Informatik und Elektrotechnik die Technologie für Morgen zu entwickeln. Ziel sei die Entwicklung von sicheren, nicht abhörbaren Kommunikationssystemen auf Quanten-Basis (Licht-Quanten). „Wir glauben, dass dort eine große Zukunft liegt – auch im europäischen Rahmen“, betonte Simone Probst. Nach ihrer Aussage wird es in Europa in absehbarer Zeit keine vergleichbare Forschungseinrichtung auf diesem Gebiet geben. „Wir können hier Paderborn noch einmal ganz anders in den Fokus rücken“, sagte sie.

Kommentare

Hanna  schrieb: 18.05.2020 14:54
Ein großer Schock
Wir wohnen direkt angrenzend zur Wiese, auf der das Gebäude entstehen soll. Plötzlich aus den Nachrichten zu entnehmen, dass dieser wunderbare Ort weichen muss ist ein großer Schock für uns. Auf dem Stückchen Land sind unheimlich viele Vogelarten angesiedelt, es ist das letzte Stück welches rund um die Uni noch nicht bebaut wurde. Auch genießen etliche Studenten ihren Sommer auf einer der letzten Rasenflächen hier. Der Gedanke daran, bald nur noch auf ein Gebäude anstatt in die Natur zu sehen ist sehr traurig.
Fabian  schrieb: 16.05.2020 17:28
Architektonischer Wildwuchs
Ich empfand die Uni schon vor Jahren als verbaut. Irgendwie fehlt ein erkennbares Gesamtkonzept für mögliche Erweiterungen.
Bevor weiter Wiesen und Bäume für neue Gebäude weichen, könnte man ja nicht die bestehenden Parkplätze überbauen und alternativ ein zentrales Parkhaus errichten?
Autofahrer-Unis sind ohnehin letztes Jahrhundert.
Willi Krause  schrieb: 16.05.2020 15:04
Wofür?
Ist ja schön, aber muss dafür das kleine Wäldchen weichen?. Oder gilt bei so was kein Umweltbewusstsein.
3 Kommentare
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