Wohnungsgesellschaft Paderborn startet mit 280 Wohnungen auf dem Areal Alanbrooke
Erste Entwürfe werden bald gezeigt

Paderborn (WB). Der offizielle Start der Wohnungsgesellschaft Paderborn GmbH rückt näher: Im Juni sollen erstmals Entwürfe vorgestellt werden, wie die 280 städtischen Wohnungen von insgesamt 800 Einheiten auf dem Areal der Alanbrooke-Kaserne gestaltet werden sollen.

Donnerstag, 28.05.2020, 07:15 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 07:18 Uhr
Das Areal Alanbrooke aus der Luft. Links ist die Elsener Straße mit den zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden zu sehen. Foto: Jörn Hannemann
Das Areal Alanbrooke aus der Luft. Links ist die Elsener Straße mit den zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden zu sehen. Foto: Jörn Hannemann

Mehrere Büros haben sich an dem im Dezember 2019 gestarteten Wettbewerb beteiligt, berichtete Kämmerer Bernhard Hartmann in der Sitzung der Arbeitsgruppe Verschuldung am Dienstagabend. Die Ergebnisse der Ausschreibung sollen im Juni vorgestellt werden. Im Juli soll dann die Auftragsvergabe für das Planungsbüro erfolgen, sagte Hartmann. Danach seien dann die Ausschreibungen zu terminieren.

80 Millionen Euro Kapital

Wie die Umsetzung letztlich aussehen wird, ist noch völlig offen. Es sei auch denkbar, so Hartmann, dass der Siegerentwurf im weiteren Verlauf mit anderen Elementen und Ideen kombiniert werde. 2021 sei dann Baubeginn für die städtischen Wohnungen. Aufgrund der Förderrichtlinien muss das Projekt bis 2024 abgeschlossen sein. Hintergrund ist die Verbilligungsrichtlinie der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die dazu führt, dass die Stadt den Kaufpreis für die Konversionsfläche deutlich reduzieren konnte. Zum Abschluss des Wohnungsbaus rechnet Hartmann damit, dass die Wohnungsgesellschaft dann über ein Anlagevermögen von insgesamt 80 Millionen Euro verfügen wird.

Für die Planung werden allein in diesem Jahr zwei Millionen Euro aufgewendet. Die erste Rate für das Projekt komme von der NRW-Bank allerdings erst dann, so Hartmann, wenn sozusagen die Bodenplatte gegossen sei. Die Zwischenfinanzierung werde trotz der Corona-Krise kein Problem darstellen, meinte der Finanzchef. Die Stadt müsse in diesem Fall eine Bürgschaft für die Kreditaufnahme eingehen. In den ganzen Prozess sei der Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft involviert. Der Kredit werde mit in die Verschuldung des Gesamtkonzerns „Stadt Paderborn“ einfließen, stellte Hartmann klar.

Mögliche Altlasten im Boden

Das Areal Alanbrooke gehört zum so genannten Umlaufvermögen der Stadt Paderborn. Gemeint ist damit der Grund und Boden, der als Wert in den Büchern steht und theoretisch durch den Verkauf Gewinne erzielen könnte. Allerdings nur theoretisch, erläuterte der Kämmerer, denn: Allein die Tatsache, dass die Grundstücke auf dem ehemaligen Kasernengelände baureif umgestaltet werden müssen, belastet neben der Kaufsumme die Finanzen der Stadt. Damit das Areal bebaut werden kann, fließen allein fünf Millionen Euro in den Abriss.

Hartmann: „Bislang war das unproblematisch. Doch jetzt geht es in den Boden. Es steht immer einer daneben, um zu kontrollieren, was sich im Boden befindet.“ Die Kosten könnten also noch drastisch steigen, wenn man auf Altlasten stoßen würde. Ziel sei es, so der Kämmerer, das Projekt Alanbrook am Ende mit einer schwarzen „0“ abzuschließen. Heißt übersetzt: Durch den Verkauf der übrigen Grundstücke an private Investoren sollen die Kaufsumme und die Herrichtung der Infrastruktur gegenfinanziert werden, erläuterte Hartmann. Gewinne seien für die Stadt durch den Grundstücksverkauf nicht eingeplant.

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