Tempo 50, Schutzstreifen für Radfahrer und eine neue Ampel
Driburger Straße soll sicherer werden

Paderborn (WB). Das Neubaugebiet Springbachhöfe an der Driburger Straße wächst und gedeiht. Und damit kommen auch immer mehr Menschen in einen Bereich, der verkehrstechnisch bislang eine ganz andere Funktion hatte. Die breite Driburger Straße mit dem Charakter einer Landstraße, auf der bislang größtenteils Tempo 70 erlaubt war, wird zur Hauptachse für das moderne Wohnquartier.

Freitag, 29.05.2020, 09:16 Uhr aktualisiert: 29.05.2020, 09:20 Uhr
Die Situation an der Kreuzung Driburger Straße, Kaukenberg und Bergmann-Michel-Weg soll vorübergehend mit einer Baustellenampel entschärft werden. Außerdem soll an der Driburger Straße ein Schutzstreifen für Radler entstehen. Foto: Oliver Schwabe
Die Situation an der Kreuzung Driburger Straße, Kaukenberg und Bergmann-Michel-Weg soll vorübergehend mit einer Baustellenampel entschärft werden. Außerdem soll an der Driburger Straße ein Schutzstreifen für Radler entstehen. Foto: Oliver Schwabe

Dass sich Politik und Verwaltung Gedanken machen müssen, wie man das verkehrstechnisch möglichst sicher gestaltet, war ein Thema im Bau- und Planungsausschuss am Mittwochabend. Zum einen forderten die Grünen eine Überprüfung zur Realisierung einer geschützten Radspur, zum anderen regte die Linksfraktion an, über einen Kreisverkehr an der Kreuzung Kaukenberg, Driburger Straße und Bergmann-Michel-Weg nachzudenken. Während die Radspur gute Chancen hat, lehnte die Verwaltung den Kreisverkehr ab. Begründung: Die drei genannten Straßen seien zu unterschiedlich in der Frequenz. Unter solchen Bedingungen sei ein Kreisverkehr nicht sinnvoll.

Baustellenampel als Übergangslösung

Allerdings merkte die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke an, dass die Notwendigkeit erkannt worden sei, dort für mehr Sicherheit vor allem beim Abbiegen zu sorgen. Auch die CDU erwartet dort Probleme. Für eine gewisse Übergangszeit soll an der Kreuzung eine Baustellenampel eingerichtet werden, um das Queren und Abbiegen zum künftigen Nahversorger und der Kita im Bereich Springbachhöfe sicherer zu gestalten.

Der Antrag der Grünen befasste sich mit der Frage, ob auf der Driburger Straße eine geschützte Radspur eingerichtet werden könne. Und in der Tat sieht die Verwaltung da sehr gute Möglichkeiten – zumindest in weiten Teilen. Margit Hoischen, Leiterin des Straßen- und Brückenbauamtes, erläuterte, dass aufgrund der Gegebenheiten das Wiesbadener Schutzboard zu empfehlen sei. Gemeint ist damit eine weiß-rote Bordsteinkante, die parallel zur Fahrbahn aufgebracht wird und den Autofahrstreifen vom Radfahrstreifen trennt. Die Radfahrer hätten dann beidseitig jeweils zwei Meter Platz und seien vor den Autos geschützt. Dies gelte vor allem für den Bereich zwischen Lieth und Eisenbahnbrücke.

Schutzboard für Radfahrer

Nicht möglich sei diese Regelung allerdings im Bereich der Eisenbahnbrücke, da diese kaum verbreitert werden könne, sagte Hoischen. Der Bereich zwischen Kaserneneinfahrt und Brücke müsse daher noch einmal genauer betrachtet werden, kündigte sie an. „Da haben wir noch keine Idee“, erklärte sie.

Außerdem regte sie an, auch über die auf der Driburger Straße herrschenden Tempolimits nachzudenken. Derzeit gibt es vier verschiedene Bereiche mit Geschwindigkeiten von 30, 50 und 70 Stundenkilometern. Dies könne sicher auch auf zwei Tempolimits reduziert werden.

Alexander Jacobs (CDU) lobte die Idee: „Die Situation ist herausfordernd für Radfahrer. Die Straße wirkt wie außerorts, viele Autofahrer sind hier schneller unterwegs, als erlaubt. Tempo 50 wäre sicherer.“ Das Schutzboard sei auch deswegen zu empfehlen, weil es schnell umsetzbar sei.

Unterstützung gab es auch vom Antragsteller. Florian Rittmeier (Grüne) begrüßte die Vorschläge der Verwaltung. Auch mit dem Tempolimit von 50 Stundenkilometern seien die Grünen einverstanden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7428272?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
Auch in der Bundesliga mutig sein
DSC-Trainer Uwe Neuhaus (blaues Shirt) begrüßte seine Bundesligamannschaft zum ersten Training. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker