Gutachterausschüsse für Stadt und Kreis Paderborn legen die Zahlen für 2019 vor
Immobilienpreise steigen deutlich

Paderborn (WB). Im Vergleich zum Vorjahr sind die Preise auf dem Immobilienmarkt in Paderborn und im Kreis weiter gestiegen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der beiden Vorsitzenden der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte im Kreis Paderborn und in der Stadt Paderborn hervor.

Dienstag, 02.06.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.06.2020, 08:38 Uhr
Am Dr.-Rörig-Damm entstehen derzeit zahlreiche neue Mehrfamilienhäuser.

Die Diplom-Ingenieure Axel Gurok (Kreis) und Markus Schräder (Stadt Paderborn) haben die Entwicklungen für das vergangene Jahr vorgestellt. Der Grundstücksmarkt sei nach ihrer Auswertung wieder gekennzeichnet durch eine hohe Nachfrage nach Wohnhäusern und Baugrundstücken bei nach wie vor hohen Preisen. Die Anzahl der registrierten Kauffälle stiegen in Paderborn gegenüber dem Vorjahr um etwa 16 Prozent und im Kreisgebiet um 12 Prozent.

Im Kreisgebiet wurden im vergangenen Jahr 25 Prozent mehr Baugrundstücke verkauft. Baugrundstücke in Altenbeken, Büren und Bad Wünnenberg waren preisstabil, in den anderen Kommunen ergaben sich Steigerungen von 5 bis 20 Prozent. Die Richtwerte für Bauland sind für zentrale Lagen in der Stadt Paderborn am höchsten mit einer Spanne von 230 bis 560 Euro pro Quadratmeter, es folgen Delbrück (230 bis 310), Bad Lippspringe (225 bis 310) und Hövelhof (215 bis 270). Am günstigsten sind die Grundstücke in Bad Wünnenberg (65 bis 105), Altenbeken (80 bis 130) und Lichtenau (95 bis 115).

Überwiegend gleichbleibende Baulandpreise im Süden des Kreises

„Kreisweit betrachtet ergibt sich für das Kreis- und Stadtgebiet ein steigendes Preisniveau im Baulandbereich. Der Süden des Kreises weist überwiegend gleichbleibende Preise auf“, heißt es in dem Bericht. Für die Stadt Paderborn ergibt sich dadurch im Mittel ein Anstieg der Bodenrichtwerte um etwa elf Prozent, umgerechnet 35 Euro pro Quadratmeter.

Auch gebrauchte Immobilien wurden 2019 zu höheren Preisen gehandelt als noch im Vorjahr. In der Stadt Paderborn ist die Zahl der verkauften Ein- und Zweifamilienhäuser mit 377 auf einem „Allzeithoch“. Die Preissteigerung für Ein- und Zweifamilienhäuser beträgt rund acht Prozent, allerdings mit deutlichen Unterschieden bei den verschiedenen Haustypen. Ein freistehendes Einfamilienhaus aus den Baujahren 1996 bis 2017 kostete beispielsweise 444.800 Euro, eine Doppelhaushälfte oder Reihenendhaus 300.800 Euro und ein Reihenmittelhaus 241.600 Euro.

Preisanstieg auch bei gebrauchten Eigentumswohnungen in der Kernstadt

Im Kreisgebiet kostete ein freistehendes Ein- bis Zweifamilienhaus aus den Baujahren 1990 bis 2009 in zentraler Lage im Schnitt 370.000 Euro (Lage in Bad Lippspringe, Hövelhof, Delbrück, Salzkotten, Borchen) und 302.000 Euro (Lage in Altenbeken, Lichtenau, Büren, Bad Wünnenberg).

Bei den Eigentumswohnungen ist im Stadtgebiet Paderborn nach einem Einbruch im Jahr 2018 im Jahr 2019 die Zahl der Kauffälle wieder deutlich um 19 Prozent gestiegen. Die Preise für neue Eigentumswohnungen in der Kernstadt liegen im Mittel bei 3300 Euro pro Quadratmeter. Auch gebrauchte Wohnungen im Alter bis zu zehn Jahren erzielten ein Preisniveau von 2900 Euro pro Quadratmeter, ein Preisanstieg von 250 Euro.

305 Kaufverträge über Wohneigentum im Kreis abgeschlossen

Im Kreisgebiet ist das Preisniveau für neue Wohnungen mit durchschnittlich 2950 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche um etwa neun Prozent gestiegen. Rückblickend auf die vergangenen fünf Jahre bedeutet das sogar eine Steigerung um etwa 30 Prozent. Die Preisspanne lag dabei zwischen 2370 und 3380 Euro. Für gebrauchte Eigentumswohnungen stiegen die Preise um durchschnittlich drei Prozent. Kreisweit wurden 305 Kaufverträge über Wohneigentum geschlossen.

Weitere Infos zu den Richtwerten und Grundstücksmarktberichten gibt es bei den Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse (Stadt: Telefon 05251/8811685; Kreis: Telefon 05251/3086209) sowie im Internet unter https://gars.nrw/paderborn und www.kreis-paderborn.de/gutachterausschuss. Informationen zum Grundstücksmarkt in Nordrhein-Westfalen können unter www.boris.nrw.de eingesehen werden.

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