Greifvogel gerät in Sog der Anlage, stürzt ab und muss eingeschläfert werden
Rotmilan von Windrad erfasst

Paderborn (WB/mba). Zwischen Neuenbeken und Dahl soll ein Rotmilan von einem Windrad erfasst und schwerst verletzt worden sein. Das Tier musste eingeschläfert werden.

Mittwoch, 10.06.2020, 11:16 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 11:22 Uhr
Nach dem Absturz lebt der Rotmilan noch. Aber er ist querschnittsgelähmt und muss eingeschläfert werden. Foto:
Nach dem Absturz lebt der Rotmilan noch. Aber er ist querschnittsgelähmt und muss eingeschläfert werden.

Wie ein Augenzeuge, der mit einem Freund mit dem Rad unterwegs war, dieser Zeitung mitteilte, sei der unter Naturschutz stehende Greifvogel in den Sog der Anlage geraten. Der Rotmilan habe sich mehrere Male überschlagen und sei in ein Feld abgestürzt. Die Augenzeugen riefen die Essenthoer Mühle an, eine Pflegestation für Greifvögel und Eulen in Marsberg-Essentho. Wilfried Limpinsel, Leiter der Einrichtung, bestätigt den Fall. „Der Rotmilan lebte noch. Aber er war querschnittsgelähmt. Wir mussten ihn einschläfern“, sagte Limpinsel dieser Zeitung.

Hohe Dunkelziffer vermutet

Das Tier soll nun in einem speziellen Institut in Berlin untersucht werden. Es komme immer wieder vor, dass Greifvögel in Windräder flögen. Es gebe eine hohe Dunkelziffer. Der Augenzeuge aus Bad Lippspringe, der namentlich nicht genannt werden will, schreibt: „Wenn die Geschichte auch kein gutes Ende gefunden hat, konnte der Milan wenigstens von seinem Leiden erlöst werden.“

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