Alle Anbieter in Paderborn verzichten trotz NRW-Lockerungen auf volles Haus
UCI-Kinowelt will Anfang Juli öffnen

Paderborn (WB). Spätestens Anfang Juli will die UCI-Kinowelt in der Paderborner Libori-Galerie (neun Säle, 1800 Plätze) wieder den Betrieb aufnehmen. Attraktive Filme wie Christopher Nolens Thriller „Tenet“ und Disneys „Mulan“ sollen das arg gebeutelte Unterhaltungsangebot in der Stadt neu beleben. Das hat Ramon Biarnés, UCI-Chef für Deutschland, Italien, Spanien und Portugal, am Mittwoch dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT bestätigt.

Donnerstag, 18.06.2020, 09:49 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 09:52 Uhr
Die UCI-Kinowelt will in der Libori-Galerie bereits in wenigen Wochen wieder Filme zeigen. Foto: UCI-Kinowelt
Die UCI-Kinowelt will in der Libori-Galerie bereits in wenigen Wochen wieder Filme zeigen. Foto: UCI-Kinowelt

Der Neubeginn mit Sonderermäßigungen und Überraschungen für die ersten Gäste werde in einigen der bundesweit 24 UCI-Kinowelten sogar noch früher erfolgen. Einzelheiten würden in den nächsten Tagen bekannt­gegeben. Paderborns zweites großes Kinozentrum, Pollux (neun Säle) an der Westernstraße, bietet bereits seit Ende Mai ein reduziertes Programmangebot an. Auch das Bad Lippspringer Vereinskino Odins Filmtheater ist schon wieder in Betrieb, berichtet allerdings von noch sehr geringen Besucherzahlen.

Viele Sitze bleiben frei

Alle drei Anbieter werden nach aktuellem Stand ihren Gästen deutlich mehr Abstand gewähren, als die weitgehende Lockerung in NRW inzwischen zulässt. Offiziell ist die 1,5-Meter-Distanz aufgehoben, wenn dokumentiert wird, welche Person an welchem Platz gesessen hat. UCI-Chef Biarnés versprach eine maximale Belegung von einem Drittel. Auch im Pollux und Odins bleiben grundsätzlich zwei Plätze neben Familien oder Kleingruppen unbesetzt. Im Odins sind derzeit noch ganze Reihen gesperrt.

Nach Angaben des Branchenverbandes HDF führen die drei Monate währenden Schließungen und der gebremste Neustart für die 1734 Kinos in Deutschland zu Belastungen von 186 Millionen Euro. Trotz der Krise beim UCI-Mutterkonzern AMC in den USA werde in Deutschland kein einziges Haus geschlossen, sagte Biarnés auf Nachfrage. Filmeinkäufer Gregor Freund ergänzte, wirklich schmerzhaft wären die fehlenden Plätze an Freitagen und Samstagen. Ansonsten bedeute eine auf 30 Prozent reduzierte Saalkapazität nicht, dass es zu Ausfällen von 70 Prozent komme.

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