Stadt Paderborn will in den kommenden Jahren 4,6 Millionen Euro investieren
Gartenschaugelände soll aufgewertet werden

Paderborn (WB). Das ehemalige Landesgartenschau­gelände in Schloß Neuhaus soll in den kommenden Jahren für insgesamt 4,6 Millionen Euro saniert und aufgewertet werden. Die Pläne sind am Mittwochabend im Bezirksausschuss Schloß Neuhaus/Sande vorgestellt worden.

Freitag, 19.06.2020, 09:06 Uhr aktualisiert: 19.06.2020, 09:10 Uhr
Das ehemalige Landesgartenschaugelände in Schloß Neuhaus soll nach Angaben der Stadt ­wieder zu einem „Schmuckstück“ aufgewertet werden. Foto: Jörn Hannemann
Das ehemalige Landesgartenschaugelände in Schloß Neuhaus soll nach Angaben der Stadt ­wieder zu einem „Schmuckstück“ aufgewertet werden. Foto: Jörn Hannemann

27 Jahre nach der Ausrichtung der vierten Landesgartenschau in Nordrhein-Westfalen soll das gesamte Areal von 2021 an wieder auf Vordermann gebracht werden. Wie Stefan Buschmeier vom Amt für Umweltschutz und Grün­flächen im Ausschuss erläuterte, soll das Gelände „an die neuen Nutzungsbedürfnisse angepasst und die Infrastruktur erneuert werden. Der Park hat sich abgenutzt“, sagte Buschmeier.

Sanierung der Fuß- und Radwege

Unter anderem ist geplant, die Fuß- und Radwege zu sanieren und auf bis zu vier Meter auszubauen. Darüber hinaus sollen die Veranstaltungsbereiche erneuert und die Biodiversität, also die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten, gesteigert werden. Auch eine neue Beschilderung und Beleuchtung ist geplant.

Im Bereich der Schlossinsel soll das Brunnentheater abgerissen werden. Als Alternative soll dort ein Bodenbrunnen entstehen. Das soll 395.000 Euro kosten. Eine Sanierung des Brunnentheaters schlüge mit 465.000 Euro zu Buche, erklärte Buschmeier. Daher favorisiere die Verwaltung den Abriss. Dadurch entstehe zudem eine freie Sichtachse. Der Rosengarten soll für 65.000 Euro aufgewertet werden. Die Lippe soll für Besucher insgesamt erlebbarer gemacht werden, sagte Busch­meier. Am Rosengarten soll zum Beispiel für 150.000 Euro eine Terrasse zur Lippe gebaut werden. Die Festwiese soll für 118.000 Euro saniert werden.

Bessere Bedingungen für Flohmarkt

Im Bereich der Alme-Lippeaue soll unter anderem die sogenannte Gartenbilderspange für 280.000 Euro instandgesetzt werden. Das Kunstensemble „Rikus-Rosen“ soll dorthin umgesetzt, das Lippedrom abgerissen werden. Der Schotterparkplatz im nördlichen Teil der Alme-Lippeaue, wo in der Regel auch der Flohmarkt stattfindet, soll zurückgebaut und mit schattenspendenden Bäumen besser strukturiert werden. Ein Teil soll als Wiese renaturiert werden, ein Teil als Schotterrasen aus­gebaut werden, um diese Fläche auch für Veranstaltungen nutzen zu können.

Auch im Bereich Paderaue sollen Sitzgelegenheiten, Abfallbehälter und die Beschilderung wie auf dem gesamten Areal erneuert werden. Den größten Investitionsposten in der Paderaue macht die Erneuerung der Fuß-und Radwege aus, die 475.000 Euro kosten soll. Geplant ist, einen nachhaltigen Wegebelag in gebundener Bauweise zu verwenden und die Wege auf eine Breite von vier Metern auszubauen.

Grünes Klassenzimmer wird erneuert

Im Bereich der nördlichen ­Lippeaue soll die Naturwerkstatt für 30.000 Euro neu strukturiert werden. Einige der Holzhütten sollen saniert, die restlichen abgerissen werden. Auch das Grüne Klassenzimmer soll erneuert werden. Der Spielplatz soll verkleinert werden, was im Ausschuss allerdings kritisch gesehen wurde. Ein Antrag der Grünen, den Spielplatz in seiner jetzigen Größe beizubehalten und das auch so in die Beschlussvorlage aufzunehmen, wurde aber abgelehnt. Die Mehrheit der Politiker verwies darauf, dass Detailfragen noch geklärt werden könnten und es nun erst einmal darum gehe, das Gesamtkonzept für das Areal auf den Weg zu bringen. Im Bauausschuss wurde am Donnerstag dann der Kompromiss geschlossen, dem auch die Grünen zustimmten, dass über den Spielplatz noch einmal gesondert beraten werden soll.

Die Stadt hat mehrere Maßnahmen priorisiert. Die Gesamtkosten mit den Maßnahmen der Priorität A belaufen sich auf etwa 3,3 Millionen Euro, die der Priorität B auf zusätzliche 1,3 Millionen Euro. Fraktionsübergreifend wurden die Pläne begrüßt. Mehrere Ausschussmitglieder wiesen jedoch darauf hin, dass angesichts der unwägbaren finanziellen Auswirkungen durch die Corona-Pandemie genau geprüft werden müsse, wann welche Maßnahmen wie finanziert werden könnten.

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