Anwohner beklagen wildes Parken und Lärm – Sicherheitsdienst aktiv
Aufräumaktion am Habichtsee

Paderborn (WB). Mit einer groß angelegten Aufräum­aktion haben CDU-Fraktionsmitglieder am Samstag auf die Pro­bleme am Habichtsee aufmerksam gemacht. Mehr als 100 Freiwillige beteiligten sich und befreiten den Strand und den umliegenden Wald von Müll und Unrat.

Montag, 29.06.2020, 03:00 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 05:02 Uhr
Packen mit an (von links): Extremschwimmer André Wiersig, Susanne Meiche (sachkundige Bürgerin und CDU-Stadtratskandidatin), CDU-Fraktions­vorsitzender Markus Mertens, Bürgermeister ­Michael Dreier sowie Mechthild Hopmeier (ASP-Bereichsleiterin). Foto: Nicole von Prondzinski
Packen mit an (von links): Extremschwimmer André Wiersig, Susanne Meiche (sachkundige Bürgerin und CDU-Stadtratskandidatin), CDU-Fraktions­vorsitzender Markus Mertens, Bürgermeister ­Michael Dreier sowie Mechthild Hopmeier (ASP-Bereichsleiterin). Foto: Nicole von Prondzinski

Gemeinsam mit dem Paderborner Extremschwimmer André Wiersig, der Ortsgruppe des DLRG und dem ASP-Eigenbetrieb der Stadt Paderborn organisierten Susanne Meiche und Markus Mertens vom CDU-Ortsverband eine Aufräumaktion, um den See und das umliegende Gelände vom Abfall zu befreien. Am Habichtsee war es, wie berichtet, zuletzt vermehrt zu Ruhestörungen gekommen . Auch das wilde Parken und die Vermüllung im Wald und am Ufer des Sees wurden von Anwohnern beklagt.

Stadt beauftragt Sicherheitsdienst für Kontrollen

Bürgermeister Michael Dreier (CDU): „Ich bin überwältigt davon, wie viele Freiwillige sich heute beteiligen. Es zeigt, dass dies ein See der Bevölkerung ist und deswegen appelliere ich an jeden Einzelnen, verantwortungsvoll mit diesem Ort umzugehen, Vorbild zu sein, sich an die Regeln zu halten und seinen Müll mitzunehmen.“ Mittlerweile sei ein Sicherheitsdienst beauftragt worden, der täglich von 15 bis 23 Uhr am Habichtsee vor Ort sei.

Mechthild Hopmeier vom ASP wies die Teilnehmer der Aktion darauf hin, nicht zu tief in den Wald zu gehen, um keine brütenden Tiere zu stören. „Die vollen Müllsäcke werden im Anschluss der Aktion von uns abgeholt“, sagte sie und verteilte Handschuhe, Müllsäcke und Greifzangen, die der ASP zur Verfügung stellte. Die Ortsgruppe des DLRG fuhr mit Schlauchbooten auf den See und sammelte Abfall aus dem Gewässer. Auch André Wiersig, der die „Oceans Seven“ schaffte, machte mit. Als Meeresbotschafter sagte er: „Das Ziel so einer Aktion kann aber nicht sein, dass einzelne den Müll von anderen wegmachen. Jeder kann, sobald er sieht, dass jemand Müll liegen lässt, diesen höflich ansprechen und bitten, den Ort sauber zu hinterlassen.“

Innerhalb von zwei Stunden mehrere Müllsäcke gefüllt

Konstruktiv wurde diskutiert, wie man gegen das wilde Parken am Habichtsee vorgehen könne, an dem im Sommer häufig die Parkmöglichkeiten voll ausgelastet seien. Susanne Meiche, sachkundige Bürgerin der CDU und Stadtratskandidatin, empfiehlt, öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad zu nutzen, um zu dem See zu gelangen. Sie wünscht sich einen stärkeren Gemeinschaftssinn: „Es ist schade, wenn ein paar Menschen nicht auf andere und die Umwelt Acht geben und der Rest darunter leiden muss. Wenn jeder versucht, diesen Ort schön zu halten, dann bleibt er auch für alle schön.“

Die Aktion wurde als Erfolg gewertet: Innerhalb von zwei Stunden hatte sich ein Berg gefüllter Müllsäcke angesammelt, der vom ASP abgeholt wurde. Lagen vorher am Strand Verpackungen, Zigarettenstummel und anderer Müll, war davon zumindest am Samstag nichts mehr zu sehen.

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