„Tivoli-Wunderland“ kann auf Parkplatz am Gartenschaugelände aufgebaut werden
Freizeitpark öffnet am 10. Juli

Paderborn (WB/mba). Der temporäre Freizeitpark in Paderborn-Schloß Neuhaus auf dem Großparkplatz am Gartenschaugelände soll am Freitag, 10. Juli, eröffnet werden. Das teilte die Stadt mit, die nun die Baugenehmigung an Hans-Otto Bröckling, Vorsitzender des Paderborner Schaustellervereins, und an dessen Vorstandskollegen Bethel Thelen übergab. Laut Stadt gilt die Genehmigung für sechs bis acht Wochen, also bis Anfang September.

Freitag, 03.07.2020, 15:29 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 16:32 Uhr
Bürgermeister Michael Dreier (vorne) übergibt am Gartenschau­gelände die Baugenehmigung an Hans-Otto Bröckling (links) und dessen Vorstandskollegen Bethel Thelen vom Paderborner Schaustellerverein. Foto: Stadt Paderborn
Bürgermeister Michael Dreier (vorne) übergibt am Gartenschau­gelände die Baugenehmigung an Hans-Otto Bröckling (links) und dessen Vorstandskollegen Bethel Thelen vom Paderborner Schaustellerverein. Foto: Stadt Paderborn

„In einem gemeinsamen Kraftakt haben viele Fachämter der Stadtverwaltung diese Baugenehmigung möglich gemacht“, wird Paderborns Bürgermeister Michael Dreier (CDU) in der Mitteilung zitiert. Dreiers Dank ginge auch an Marktmeister Matthias Amediek, den Kreis Paderborn und den Landesbetrieb Straßen NRW. Beide Behörden hätten mit kurzfristigen Stellungnahmen eine Umsetzung des Vorhabens erst ermöglicht. Der Bürgermeister bedankte sich zudem bei der Schlosspark- und Lippesee-Gesellschaft, die das Gelände zur Verfügung stellt. Die Beteiligten hätten mit großem Engagement das Fundament gelegt, auf dem die Schausteller nunmehr aufbauen könnten, sagte Dreier.

Attraktives Angebot mit Achterbahn, Mr. Gravity und Jekyll & Hyde

„Das werden wir auf jeden Fall tun“, versprach Hans-Otto Bröckling und verwies auf die bereits gestarteten Aufbauarbeiten. Er bedankte sich für die große Unterstützung bei diesem für die Schausteller so wichtigen Vorhaben. Angesichts der Existenzbedrohung durch die Corona-Pandemie gehe es für viele Schausteller ums Überleben. „Wir sind dankbar für diese Möglichkeit mit dem temporären Freizeitpark und wir werden dabei zeigen, was der Paderborner Schaustellerverein zu leisten im Stande ist.“ Weil Kirmes-Veranstaltungen weiter verboten sind, soll der Freizeitpark in den Sommerferien einen Ersatz auf Zeit schaffen.

Bröckling verwies auf ein attraktives und abwechslungsreiches Angebot im „Tivoli-Wunderland“, so der Titel des Freizeitparks. Mit einer Achterbahn, einem 55 Meter hohen Kettenflieger, dem Rundfahrgeschäft Mr. Gravity, dem Überschlagsfahrgeschäft Jekyll & Hyde, der Schaukel Rocket sowie Kirmesklassikern wie Musikexpress und Autoscooter seien tolle Fahrgeschäfte verpflichtet worden. Hinzu kämen noch Kinderfahrgeschäfte, zwei Laufgeschäfte, ein Trampolin, eine Rutsche sowie Imbissstände und ein Ausschank. Damit habe man Magneten, „die die Ferien für die ganze Familie zum Erlebnis werden lassen und hoffentlich viele begeisterte Menschen anziehen“, betonte Bröckling. Um einen ausreichenden Abstand zwischen den Besuchern einzuhalten, wurde die Zahl der Menschen, die sich gleichzeitig auf der Fläche befinden dürfen, auf 1500 begrenzt.

Freizeitpark ist donnerstags bis sonntags von 14 bis Uhr 21 Uhr geöffnet

Tickets für das „Tivoli Wunderland können demnächst im Internet unter www.tivoli-wunderland.de erworben werden. Der Schaustellerverein will für die Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen sorgen. Parkplätze stehen an der Straße Zur Gartenschau zur Verfügung. Empfohlen wird die Anreise mit dem Fahrrad. Das „Tivoli-Wunderland“ ist donnerstags bis sonntags von 14 bis 21 Uhr geöffnet.

Schausteller protestieren in Berlin gegen Verbot von Großveranstaltungen

Derweil haben zehn Paderborner Schausteller am Donnerstag an einer Protestaktion in Berlin teilgenommen. Insgesamt waren 2000 Schausteller vor Ort, um ihrem Unmut über das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober Luft zu machen. Das sei gleichbedeutend mit einem Berufsverbot, sagte Bröckling: „Fitnessstudios, Spaßbäder und Freizeitparks dürfen öffnen, nur der Rummel bleibt zu. Für uns ist nicht klar, warum wir nicht wieder arbeiten dürfen – natürlich unter Beachtung aller Hygienevorschriften.“ Unterstützung bekam er vom heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass diese Familienunternehmen in die Insolvenz getrieben würden. Die Schausteller könnten dazu beitragen, dass die Gesellschaft nicht weiter auseinanderdrifte. Linnemann: „Die Schausteller in Deutschland sind die besten Antidepressiva in dieser Zeit.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7479438?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
SPD macht Scholz zum Kanzlerkandidaten
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) in einer Sitzung des Deutschen Bundestages.
Nachrichten-Ticker