Verkehrsunternehmen macht ab sofort konsequent vom Hausrecht Gebrauch
Padersprinter verschärft Maskenpflicht

Paderborn (WB). Im öffentlichen Nahverkehr gilt sowohl in den Fahrzeugen als auch an den Haltestellen seit Ende April eine Maskenpflicht. Der Padersprinter beklagt, dass sich viele nicht daran hielten und greift jetzt bei Verstößen hart durch: Wer sich widersetzt, wird des Busses verwiesen.

Montag, 20.07.2020, 11:23 Uhr aktualisiert: 20.07.2020, 11:42 Uhr
Im öffentlichen Nahverkehr gilt Maskenpflicht. Wer nicht bereit ist, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, wird ab sofort an der nächsten Haltestelle aus den Padersprinter-Bussen verwiesen. Foto:
Im öffentlichen Nahverkehr gilt Maskenpflicht. Wer nicht bereit ist, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen, wird ab sofort an der nächsten Haltestelle aus den Padersprinter-Bussen verwiesen.

Seit dem 27. April ist jeder Fahrgast wegen des Coronavirus dazu verpflichtet, im öffentlichen Nahverkehr eine Maske oder zumindest einen Schal oder Tuch über Mund und Nase zu tragen, um so seine Mitmenschen zu schützen. Seit Einführung der Maskenpflicht weisen sowohl der Padersprinter als auch der Regionalbusverkehr die Fahrgäste regelmäßig über sämtliche Informationskanäle – beispielsweise auch mithilfe von Plakaten oder Durchsagen in den Bussen – oder in persönlichen Gesprächen auf diese wichtige Bestimmung hin.

Pflichtbewusste Fahrgäste verärgert

„Leider beobachten wir aber trotz unserer Hinweise und den verstärkten Kontrollen in unseren Bussen immer häufiger, dass einige Fahrgäste bewusst auf eine Maske verzichten und damit diese für unser aller Gesundheit so wichtige Regelung ignorieren“, sagen Peter Bronnenberg, Geschäftsführer PaderSprinter, und Udo Wiemann, Geschäftsführer Verbundgesellschaft Paderborn/Höxter mbH. Das sei nicht nur ein deutliches Zeichen für mangelnde Eigenverantwortung und fehlenden Respekt gegenüber der Gesellschaft, sondern verärgere auch zunehmend die Fahrgäste, die sich vorbildlich an das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasenschutzes halten. „Hier geht es sogar schon soweit, dass Fahrgäste, die sich an die Maskenpflicht halten, nicht mehr mit dem Bus fahren wollen, weil die Ignoranz anderer ihre Gesundheit gefährdet“, sagt Bronnenberg.

Auch unsere Möglichkeiten sind endlich.

Peter Bronnenberg und Udo Wiemann

Deshalb macht der Padersprinter seit Montag, 20. Juli, konsequent von seinem Hausrecht Gebrauch: Alle Personen, die sich bei einer Kontrolle offenkundig der Tragepflicht widersetzen, werden von der Beförderung ausgeschlossen und an der nächsten Haltestelle des Busses verwiesen. „In dieser für uns alle beispiellosen Lage ist es einfach ganz besonders wichtig, dass wir mit unseren Fahrgästen zusammenarbeiten, um so ihre Gesundheit und die Gesundheit unseres Personals bestmöglich zu schützen. Unser Beitrag sind zum Beispiel auch die regelmäßigen Intensivreinigungen in unseren Bussen und die Desinfektion der Haltestangen, damit das Infektionsrisiko in unseren Fahrzeugen möglichst gering bleibt. Doch auch unsere Möglichkeiten sind endlich. Deshalb gilt nun die verschärfte Maskenpflicht in unseren Bussen“, sagen Peter Bronnenberg und Udo Wiemann.

Ärztliche Bescheinigung bereithalten

Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen dürfen, sind von der Maskenpflicht befreit. Sofern die medizinischen Gründe nicht unmittelbar erkennbar sind, sind diese durch eine ärztliche Bescheinigung gegenüber dem Kontrollpersonal zu belegen. Daher empfehlen die Verkehrsbetriebe ihren Fahrgästen grundsätzlich, wenn irgendwie möglich, eine Mund- und Nasenbedeckung in den Bussen und an den Haltestellen zu tragen oder eine ärztliche Bescheinigung bei sich zu führen.

Alle Infos rund um diese und weitere Schutzmaßnahmen beim Padersprinter gibt es auf www.padersprinter.de/coronavirus.

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