247.946 stimmen über Landrat, Bürgermeister sowie Stadt- und Gemeinderäte ab
In einigen Kommunen dürfte es knapp werden

Paderborn (WB/mba). Um 8 Uhr öffnen an diesem Sonntag die Wahllokale. Bis 18 Uhr ist die Stimmabgabe möglich. Von 247.946 Wahlberechtigten im Kreis Paderborn hatten bis Donnerstag fast 60.000 ihre Stimme bereits per Briefwahl abgegeben, Das sind nach Angaben des Kreises etwa 25.000 mehr als insgesamt bei der letzten Kommunalwahl vor sechs Jahren. In einigen Kommunen dürfte der Ausgang der Wahl knapp werden.

Samstag, 12.09.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 17:14 Uhr
Der Kreis Paderborn bekommt bei der Kommunalwahl auf jeden Fall einen neuen Landrat, weil Manfred Müller (59) aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidiert. Foto: Jörn Hannemann
Der Kreis Paderborn bekommt bei der Kommunalwahl auf jeden Fall einen neuen Landrat, weil Manfred Müller (59) aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut kandidiert. Foto: Jörn Hannemann

Wir berichten am Wahlabend auf www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Paderborn und auf Facebook für Sie von den wichtigsten Ereignissen und Ergebnissen.

Im Kreis Paderborn werden im Zuge der Kommunalwahl vier Stimmzettel ausgehändigt: Gewählt werden die Bürgermeisterin oder der Bürgermeister, die Ratsmit­glieder der jeweiligen Stadt oder Gemeinde, die Kreistagsmit­glieder sowie die Landrätin oder der Landrat. Der Wähler muss sich somit vier Mal entscheiden. Die vier Stimmzettel unterscheiden sich farblich zur besseren Orientierung. Auf jeden Stimmzettel darf nur ein Kreuz gesetzt ­werden.

Im Kreis Paderborn wird es in mehreren Städten und Gemeinden spannend. Auf jeden Fall wird es einen neuen Landrat geben. Nach 16 Jahren im Amt tritt Landrat Manfred Müller (CDU, 59) aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder an. Drei Frauen und fünf Männer bewerben sich um den Chefposten in der Kreisverwaltung. Die größten Chancen werden Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther (CDU, 55) zugerechnet.

Michael Dreier in Paderborn hat acht Herausforderer

In Paderborn hat es Bürgermeister Michael Dreier (CDU, 59), der eine zweite Amtszeit anstrebt, mit acht Herausforderern zu tun , darunter als einzige Frau Rechtsanwältin Elke Süsselbeck von der Partei Die Linke. Angesichts der zahlreichen Kandidaten ist in Paderborn eine Stichwahl wahrscheinlich.

Spannend wird zudem die Frage sein, ob die SPD im CDU-dominierten Kreis Paderborn weiterhin die drei Bürgermeister in Borchen, Altenbeken und Lichtenau stellen wird. In Borchen tritt Reiner Allerdissen (61) erneut für die Sozialdemokraten an. In Altenbeken und in Lichtenau stellen sich Hans Jürgen Wessels (64), dienstältester Bürgermeister im Kreis, und Josef Hartmann (67) jedoch nicht zur Wiederwahl. In Lichtenau gibt es für Bewerber um den Chefposten im Rathaus. In Altenbeken gibt es zwei Kandidaten. Auch in Bad Lippspringe wird es einen neuen Bürgermeister geben. Der parteilose Andreas Bee (57) will ebenfalls nicht erneut kandidieren. Für die CDU tritt Ulrich Lange an, Martin Krewet ist parteilos, Marcus Kleinemeyer geht für die SPD ins Rennen. In der lippischen Nachbargemeinde Schlangen kandidieren drei Kandidaten um das Bürgermeisteramt.

In Bad Wünnenberg wird ebenfalls ein neuer Bürgermeister gewählt. Ein aussichtsreicher Kandidat ist Christian Carl von der CDU. Für die Grünen geht die 25-jährige Nadine Dubberke ins Rennen. In Salzkotten , Büren , Delbrück und Hövelhof treten die bisherigen Bürgermeister wieder an.

Stichwahlen finden am Sonntag, 27. September, statt

Als Landrätin oder Landrat beziehungsweise Bürgermeisterin oder Bürgermeister ist gewählt, wer mehr als die Hälfte der gül­tigen Stimmen erhalten hat. Erreicht von mehreren Bewerbern niemand diese Stimmen­mehrheit, findet am Sonntag, 27. September, eine Stichwahl unter den beiden Bewerbern mit den höchsten Stimmenzahlen statt. Gewinnerin oder Gewinner der Stichwahl ist, wer von den gül­tigen Stimmen die höchste Stimmenzahl erhält. Die Wahl­periode endet nach einer Amtszeit von fünf Jahren.

Wer am Wahltag verreist ist oder keine Zeit hat, muss nicht auf die Wahl verzichten. Auf den Internetseiten der Kommunen können online die Briefwahlunterlagen angefordert werden. Außerdem kann jeder Wahlberechtigte mit seinem Personalausweis ins Rathaus gehen und sich dort vor Ort die Unterlagen geben lassen und seine Kreuze setzen. Wer seine Wahlunterlagen mit der Post verschickt, sollte das nicht auf den letzten Drücker tun. Um sicher zu gehen, sollten mindestens zwei Tage für den Postweg einkalkuliert werden. Wer spät dran ist, sollte daher den Wahlbrief im Rathaus einwerfen. Dies ist bis spätestens 16 Uhr noch am Wahltag möglich.

Wer am Wahltag erkrankt, ist dennoch nicht von der Wahl ausgeschlossen. Die Briefwahlunterlagen können noch am Wahltag bis 15 Uhr bei der jeweiligen Stadt- oder Gemeindeverwaltung abgeholt werden. Dazu ist der abholenden Person außer dem Wahlscheinantrag eine schriftliche Vollmacht mitzugeben. Nach der Stimmabgabe kann der Wahlbrief durch eine Person des Vertrauens bis 16 Uhr zurück zur Verwaltung gebracht werden.

Jeder sollte seinen eigenen Stift mit ins Wahllokal nehmen

Das Land hat dazu einen Erlass veröffentlicht. Der Zutritt zu den Wahllokalen muss so reguliert werden, dass der 1,5-Meter-Abstand eingehalten werden kann. Wahltisch, -kabinen und -urnen müssen mit Abstand platziert, Laufwege gekennzeichnet sein. Die Räume müssen regelmäßig desinfiziert werden. Die Wähler sollten einen Stift mitbringen und Mund-Nasen-Schutz tragen.

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