Christoph Rüther ist neuer Landrat - Dreier in Paderborn gewählt
Ticker zur Wahl im Kreis Paderborn

Paderborn (WB/itz/som/dk/wip/fk/sen/han). Die Wahlberechtigten im Kreis Paderborn und in Schlangen haben abgestimmt. Das Wichtigste zur Kommunalwahl lesen Sie in unserem Wahlticker.

Montag, 14.09.2020, 07:47 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 11:48 Uhr
Im K.reis Paderborn wird an diesem Sonntag gewählt. Für zehn Rathäuser und für das Paderborner Kreishaus werden neue Chefs gesucht. Foto: Jörn Hannemann (Collage)
Im K.reis Paderborn wird an diesem Sonntag gewählt. Für zehn Rathäuser und für das Paderborner Kreishaus werden neue Chefs gesucht. Foto: Jörn Hannemann (Collage)

Dreier in Paderborn gewählt

Um sein Wahlergebnis musste Paderborns Bürgermeister Michael Dreier am Sonntagabend im Vergleich zu allen anderen Stadtoberhäuptern im Kreis Paderborn am längsten zittern: Erst um 22.25 Uhr lagen alle Ergebnisse aus den 64 Wahlbezirken vor. Lange Zeit lag Dreier knapp über der entscheidenden 50-Prozent-Marke. Am Ende errang er 52,04 Prozent der Stimmen.

Christoph Rüther ist neuer Landrat

Mit 53,5 Prozent der Stimmen hat sich Christoph Rüther (CDU) gegen sieben Mitbewerber um das Amt des Landrats durchgesetzt . Auf Platz zwei kommt Norika Creuzmann von den Grünen, sie erreichte 16,5 Prozent.

Werner Peitz in Delbrück wiedergewählt

Die Wähler in Delbrück haben Bürgermeister Werner Peitz mit überwältigender Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Der parteilose Amtsinhaber erhielt 85,9 Prozent der Stimmen, Mitbewerber Sascha Bendix (FDP) erzielte 9,8 Prozent. Willibald Haase kam auf 4,3 Prozent.

Herber Stimmenverlust für die CDU

Die CDU in Lichtenau erlebte einen schwarzen Tag. Erstmals erreichte sie nicht einmal mehr 50 Prozent (48,8 Prozent). Im Rat ergibt sich jetzt eine Pattsituation. Die CDU kommt auf 10 Sitze, die übrigen Parteien SPD, Grüne, FDP kommen ebenfalls auf 10. Damit entscheidet künftig die Bürgermeisterstimme.

Uwe Gockel löst Reiner Allerdissen in Borchen ab

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Amt des Bürgermeisters gab es in Borchen : Am Ende lag der unabhängige Kandidat Uwe Gockel mit 54,6 Prozent vor Amtsinhaber Reiner Allerdissen (SPD, 45,4 Prozent). „Das war absolut spannend. Ich dachte schon, dass es ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird, aber nicht so”, war der 49-Jährige überwältigt. Der Diplom-Verwaltungsbetriebswirt löst nach elf Jahren SPD-Mann Reiner Allerdissen ab. Der 61-Jährige Amtsinhaber sagte: „Das war eine deutliche Entscheidung. Ich bin dankbar, dass ich das Amt elf Jahre ausüben durfte.“ Die Wahlbeteiligung lag bei 64,8 Prozent (2014: 61,6 Prozent).

Christian Carl ist Bad Wünnenbergs neuer Bürgermeister

Der neue Bürgermeister in Bad Wünnenberg heißt Christian Carl. Der Bewerber der CDU setzte sich mit 55,6 Prozent der Stimmen gegen seine drei Mitbewerber durch. Zu den ersten Gratulanten zählte sein Vor-Vorgänger Winfried Menne.

Winfried Menne (rechts) gratuliert Christian Carl.

Winfried Menne (rechts) gratuliert Christian Carl. Foto: Hanne Hagelgans

Ulrich Lange neuer Bürgermeister in Bad Lippspringe

Ulrich Lange (CDU) ist neuer Bürgermeister in Bad Lippspringe . Mit 57,5 Prozent der abgegebenen Stimmen setzt er sich deutlich gegen Marcus Kleinemeyer (SPD, 31,3 Prozent) und den parteilosen Martin Krewet (11,2 Prozent) durch. Damit ist Lange der erste hauptamtliche CDU-Bürgermeister in Bad Lippspringe. „Dieses deutliche Ergebnis löst natürlich einen hohen Erwartungsdruck aus. Deshalb sehe ich es als meine hauptaufgabe an, die Bad Lippspringer wieder an einen Tisch zu holen“, sagte der 55-Jährige. Dabei sei er gewillt, mit allen Fraktionen zusammenarbeiten, um Bad Lippspringe gemeinsam nach vorne zu bringen. Die CDU ist mit 39 Prozent der Stimmen erneut stärkste Fraktion im Stadtrat. Es folgen die FWG mit 20,1 Prozent, SPD (15,9), Grüne (13,7), FDP (5,3) und die Linke (5,4).

Ulrich Lange (rechts) verfolgt zusammen mit Uwe Henneken gespannt die Auszählung.

Ulrich Lange (rechts) verfolgt zusammen mit Uwe Henneken gespannt die Auszählung. Foto: Maike Stahl

Stichwahl in Lichtenau

In Lichtenau könnte es in zwei Wochen die erste Bürgermeisterin der Stadtgeschichte geben. Die parteilose Ute Dülfer, die von SPD und FDP unterstützt wird, erreichte 46,1 Prozent und geht damit als Favoritin in die Stichwahl , in der ihr Josef Eich (CDU) gegenüberstehen. Die Wahlbeteiligung betrug in Lichtenau 68 Prozent.

Borchener stimmen für Rüther als Landrat

49,6 Prozent der Borchener haben Christoph Rüther (CDU) ihre Stimme bei der Landratswahl gegeben. Auf 20,5 Prozent der Stimmen kam SPD-Kandidat Wolfgang Weigel. Norika Creuzmann (Grüne) holte 15,7 Prozent der Stimmen.

Machtwechsel in Altenbeken: Möllers (CDU) wird Bürgermeister

Neuer Bürgermeister in Altenbeken ist Matthias Möllers von der CDU. Der 41-Jährige holte 67,7 Prozent und setzte sich damit gegen den einzigen Kontrahenten Ingo Stucke (48) von der SPD durch. Möllers tritt die Nachfolge von Hans Jürgen Wessels (SPD, 64) an, der nicht erneut kandidierte.

Die CDU behält mit 50,2 Prozent weiterhin die Mehrheit im Rat, die SPD kam auf 25,4. Bündnis 90/Die Grünen erhielt 15,9 Prozent, die FDP kam auf 3,0 und ABA (Altenbekener Bürgerallianz) auf 5,4.

Landratskandidat Rüther (CDU) liegt überall deutlich vorn

Gut anderthalb Stunden seit Schließung der Wahllokale zeigt sich eine erste Tendenz für die Landratswahl: Kandidat Christoph Rüther (CDU) liegt überall vorn. In seiner Heimatgemeinde Bad Wünnenberg, wo bereits alle Stimmzettel ausgezählt sind, kommt Rüther auf 76,9 Prozent. Auch in Altenbeken steht das Landratswahlergebnis schon fest: Dort holte Rüther 54,2 Prozent. In Bad Lippspringe bleibt Rüther unter der 50-Prozent-Marke.

Bislang sind im Kreis Paderborn 137 von 229 Wahlbezirken ausgezählt. Danach kommt Rüther auf ein Zwischenergebnis von 55,5 Prozent. Auf Platz zwei ist bislang Wolfgang Weigel (SPD), knapp gefolgt von Norika Creuzmann (Grüne).

Warteschlangen vor Wahllokalen führen zu Verzögerung

Nach Auskunft der Stadt Paderborn wird es aufgrund der Warteschlangen vor einigen Wahllokalen zu Verzögerungen bei der Auszählung der Stimmen kommen. Wie Sprecher Jens Reinhardt betont, hätten alle Bürger, die sich bis 18 Uhr vor dem Wahllokal in der Schlange angestellt hätten, auch die Möglichkeit bekommen, die Wahlzettel auszufüllen. Nur Wähler, die nach 18 Uhr eingetroffen seien, habe man abweisen müssen. Ein Wähler, der am Gymnasium Theodorianum gewählt hat, hielt das Procedere für fair: „Um 18 Uhr hat sich ein Wahlhelfer an das Ende der Schlange gestellt. Alle vor ihm durften noch wählen.” Nach Angaben von Reinhardt sei aufgrund einer Corona-Verordnung des Landes die Zahl der Wahllokale reduziert worden. Aber nicht nur deswegen hätten sich Schlangen gebildet. Ein weiterer Grund sei die Tatsache, dass der Wahlvorgang insgesamt länger gedauert habe. Die Kreuzchen auf vier Wahlzetteln und das Händedesinfizieren bräuchten eben ihre Zeit.

Ulrich Lange führt klar in Bad Lippspringe

Es sieht nach einem Sieg für Bürgermeister-Kandidat Ulrich Lange in Bad Lippspringe aus. Nach Auszählung der Hälfte der Wahlbezirke liegt der CDU-Politiker mit 56,8 Prozent deutlich vor SPD-Kandidat Marcus Kleinemeyer (31,6 Prozent).

Altenbeken hat Landratsstimmen ausgezählt

Als erste Kommune im Kreis Paderborn hat Altenbeken die Stimmen für die Landratswahl ausgezählt. In der Eggemeinde hat CDU-Kandidat Christoph Rüther mit 54,2 Prozent die meisten Stimmen geholt. Wolfgang Weigel (SPD) kommt auf 22,4 Prozent.

18 Uhr: Die Briefwahl-Umschläge werden geöffnet

Punkt 18 Uhr ist in der Paderborner Maspernhalle damit begonnen worden, die insgesamt 29.594 Briefwahlumschläge zu öffnen. Allein für das Öffnen der Umschläge sind 248 Wahlhelfer im Einsatz, die die vier Wahlzettel sortieren. Allein dieser Vorgang wird vom Wahlleiter mit einer „guten Stunde“ kalkuliert.

Der Briefwähler mit der weitesten Entfernung zur Heimatstadt Paderborn hat nach Angaben der Stadt in Südkorea die Kreuze auf die Wahlscheine gemacht.

Bis 18 Uhr gibt es nach wie vor Warteschlangen vor einigen Paderborner Wahllokalen. Eine Leserin aus Elsen teilt mit, dass um 17.45 Uhr noch rund 50 Wähler vor der Comeniusschule Elsen darauf gewartet hätten, ihre Wahlzettel ausfüllen zu können. Derweil beruhigt der Kreis Paderborn die Wähler: Alle, die in einer Warteschlange stünden, könnten noch Wählen gehen.

Spazier- und Urnengang in einem

Am frühen Nachmittag schienen besonders viele Wähler ihren Sonntagsspaziergang mit einem Gang zur Wahlurne zu verbinden. In Schloß Neuhaus kam es an der Sertürnerschule zu Warteschlangen. Die Wähler standen in Zweierreihen vor dem Gebäude und warteten darauf, ihre Stimme abgeben zu können. Schätzungsweise 60 Wähler standen dort bei schönstem Sonnenschein.

„Durch die Coronaschutzbestimmungen kann es in den Wahllokalen zu zeitlichen Verzögerungen kommen, weil die Desinfizierung etwas länger dauert. Alltagsmaske und eigener Stift sind mitzubringen“, erinnerte Reinhardt die Wähler an die Vorgaben.

Während die Resonanz am Sonntagmorgen zunächst ziemlich mau war, stieg die Wahlbeteiligung ab 10 Uhr deutlich an. „Alle Wähler warten geduldig“, berichtete der Pressesprecher. Wie hoch die Beteiligung bis 14.45 Uhr war, dazu gibt es derzeit noch keine konkreten Zahlen. „Wir gehen aber im Moment davon aus, dass die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 höher ausfallen wird.“

Noch bis 18 Uhr haben die Wahllokale geöffnet. Bei der Briefwahl haben bereits mehr als 27.000 Bürger im Stadtgebiet Paderborn votiert. Zu wählen sind Landrat, Kreistag, Bürgermeister und Stadtrat.

Hohe Beteiligung an der Briefwahl

Hier die vorläufige Briefwahlbeteiligung 2020 für den Kreis Paderborn im Überblick: Gemeinde Altenbeken 7487 Wahlberechtigte, 2031 Briefwähler, Stadt Bad Lippspringe 12.847 Wahlberechtigte, 2950 Briefwähler, Stadt Bad Wünnenberg 10.287 Wahlberechtigte, 2291 Briefwähler, Gemeinde Borchen 11.054 Wahlberechtigte, 3.254 Briefwähler, Stadt Büren 17.788 Wahlberechtigte, 3972 Briefwähler, Stadt Delbrück 25.534 Wahlberechtigte, 5529 Briefwähler, Gemeinde Hövelhof 13.253 Wahlberechtigte, 2733 Briefwähler, Stadt Lichtenau 8894 Wahlberechtigte, 2226 Briefwähler, Stadt Paderborn 118.391 Wahlberechtigte, 27.425 Briefwähler, Stadt Salzkotten 20.312 Wahlberechtigte 5352 Briefwähler (Stand Donnerstag).

Etwas weniger Andrang in Salzkotten

In Salzkotten haben etwa 28 Prozent der Wahlberechtigten und damit etwa 50 Prozent der Wähler von 2014 die Breifwahl genutzt. In den Wahllokalen herrschte daher nach Informationen aus dem Wahlamt etwas weniger Andrang. Genaue Zahlen aus den einzelnen Wahllokalen werden nicht abgefragt. Michael Rölleke, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, rechnete am Nachmittag mit Blick auf das Wahllokal im Rathaus mit mindestens der gleichen Wahlbeteiligung von 2014 (57 Prozent), vielleicht auch von etwas mehr.

​Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger ist am Morgen erstmals mit der gesamten Familie zur Wahlurne gegangen. Neben seiner Ehefrau Angelika gaben auch Sohn Nils (19) und als Erstwählerin seine Tocher Finna (16) ihre Stimme ab.

​Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger ist am Morgen erstmals mit der gesamten Familie zur Wahlurne gegangen. Neben seiner Ehefrau Angelika gaben auch Sohn Nils (19) und als Erstwählerin seine Tocher Finna (16) ihre Stimme ab.

In Altenbeken sind von den circa 9200 Einwohnern 7488 wahlberechtigt. 2089 Bürger hatten eine Briefwahl beantragt. 2031 davon haben per Briefwahl abgestimmt. Zum Vergleich: Bei der Kommunalwahl 2014 waren es noch 1276. „Die Bürgerinnen und Bürger nutzen die Briefwahl immer mehr. Durch Corona hat die Briefwahl nochmal einen deutlichen Schub bekommen“, sagte Marion Wessels, Leitung Fachbereich Bürgerservice; Wirtschaftsförderung, Tourismus, Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Altenbeken.

Da der amtierende Altenbekener Bürgermeister Hans Jürgen Wessels (Mitte) nicht mehr kandidiert, fungiert er als Wahlleiter. Das Foto zeigt ihn mit Regina Brauer (Wahlvorsteherin Stimmbezirk 100) und Jan Bußmann (Beisitzer im Wahlvorstand Stimmbezirk 100)

Da der amtierende Altenbekener Bürgermeister Hans Jürgen Wessels (Mitte) nicht mehr kandidiert, fungiert er als Wahlleiter. Das Foto zeigt ihn mit Regina Brauer (Wahlvorsteherin Stimmbezirk 100) und Jan Bußmann (Beisitzer im Wahlvorstand Stimmbezirk 100) Foto: Jörn Hannemann

In Lichtenau war der Anteil der Briefwähler extrem hoch. Nach Angaben des Wahlleiters Josef Hartmann betrug er in zwei Wahlbezirken 40 Prozent. Insgesamt wählren fast 3000 Bürgerinnen und Bürger diese Möglichkeit. Die Wahlbeteiligung war hoch und lag bereits in der Mittagszeit bei 50 Prozent.

Zusammen Wahlergebnisse verfolgen

Rüdiger Bonke, Bürgermeisterkandidat der Bürger für Büren, macht sich keine falschen Illusionen über das Wahlergebnis und schaut sich die Ergebnisse gemeinsam mit seinem Mitstreitern in der Niedermühle in Büren an. Trotzdem lässt er durchblicken, dass er die Hoffnung nicht aufgegeben hat: „Wahlen sind immer für Überraschungen gut“, so der Lehrer.

Rüdiger Bonke vor der Niedermühle in Büren.

Rüdiger Bonke vor der Niedermühle in Büren. Foto: Franz Köster

Ruhiger Wahlsonntag in Bad Wünnenberg

Einen ruhigen Wahlsonntag in Bad Wünnenberg vermeldet Christoph Wittler, Allgemeiner Stellvertreter des Bürgermeisters und Wahlleiter. Es habe keinerlei Schwierigkeiten mit der Umsetzung der Corona-Schutzmaßnahmen gegeben und auch längere Warteschlangen seien ausgeblieben.

Die Wahlbeteiligung schätzte Wittler am späten Sonntagnachmittag auf 55 bis 60 Prozent und damit etwas höher ein als bei der Kommunalwahl 2014. Die Vielzahl an Bewerbern für das Bürgermeister- und das Landratsamt interessiere die Menschen offenbar.

2400 Bürger in Bad Wünnenberg entschieden sich für die Stimmabgabe per Briefwahl. Das sind laut Wittler etwa 10 bis 20 Prozent mehr Briefwähler als sonst gewohnt.

Auch im Stadtgebiet Bad Wünnenberg wurden vielerorts Schulen oder Kindergärten als Wahllokale genutzt. Weil die am Montagmorgen wieder für die Kinder bereit stehen müssen, rücken noch am späten Sonntagabend die Reinigungskräfte an.

Werner Peitz, Reimund Lesen und Maria Junge (von links) sind Wahlhelfer im Abstimmungslokal im Kindergarten Schöne Aussicht in der Wünnenberger Oberstadt.

Werner Peitz, Reimund Lesen und Maria Junge (von links) sind Wahlhelfer im Abstimmungslokal im Kindergarten Schöne Aussicht in der Wünnenberger Oberstadt. Foto: Hanne Hagelgans

Borchener Wahllokale sind bis nachmittags sehr gut besucht

In der Gemeinde Borchen sind die Wahllokale in den 14 Stimmbezirken bis mittags bereits sehr gut besucht. „Da spielt sicher auch das gute Wetter mit hinein“, sagt Wahlleiter Henry Klare, der die Wahlbeteiligung auf etwa 60 bis 70 Prozent schätzt. In der Gemeinde hatten knapp 31 Prozent der Wähler Briefwahl beantragt und nach Angaben des Wahlamts sind fast alle Stimmzettel wieder zur Gemeinde zurückgekommen. Der überwiegende Teil der Wähler zeigte sich zudem gut vorbereitet und kam mit Mund-Nasen-Bedeckung und eigenem Stift ins Wahllokal, teilt Johanna Jablonski vom Wahlamt mit: „Bis auf den ein oder anderen Maskenverweigerer läuft alles bislang sehr reibungslos. Es wird nicht viel gemeckert und die Leute sind gut vorbereitet.“ (Stand 16 Uhr).

In Büren Anzahl der Briefwähler fast verdoppelt

4073 Briefwahlanträge gab es bis zum 10. September. Das sind 87,4 Prozent mehr als bei der Kommunalwahl 2014. Auch der amtierende Bürgermeister Burkhard Schwuchow, der 2014 mit 69,86 Prozent wiedergewählt wurde, hat sich dieses Jahr für die Briefwahl entschieden und besucht sein Mitarbeiter im Briefwahlbezirk im Bürener Rathaus.

Bürgermeister Burkhard Schwuchow im Stimmlokal des Bürener Rathauses.

Bürgermeister Burkhard Schwuchow im Stimmlokal des Bürener Rathauses. Foto: Franz Köster

Bürener FDP will Stichwahl erzwingen

Bürgermeisterkandidat Meinolf Krawczyk (FDP) hat in der Lindenhofschule in der Bürener Innenstadt seine Stimme abgegeben. Sein Ziel: „Die Stimmen der FDP zu verdoppeln und Burkhard Schwuchow in eine Stichwahl zwingen“, so der Liberale. Im Wahllokal ging es beschaulich zu, trotzdem gehen die Wahlhelfer von einer guten Wahlbeteiligung aus.

Bürgermeisterkandidat Meinolf Krawczyk (FDP) bei der Stimmabgabe.

Bürgermeisterkandidat Meinolf Krawczyk (FDP) bei der Stimmabgabe. Foto: Franz Köster

Ergebnisse in Paderborn aus dem Jahr 2014

Bei der Kommunalwahl 2014 lag die Wahlbeteiligung im gesamten Kreis Paderborn bei 50,6 Prozent. Die Landratswahl 2014 gewann Manfred Müller, CDU, mit 64,3 % der Stimmen. Die zweitmeisten Stimmen erhielt Wolfgang Weigel, SPD 18,3 %.

Hier die Ergebnisse der Bürgermeisterwahl 2014 in Paderborn: Michael Dreier, CDU, kam damals auf 59 Prozent. Andreas Krummrey, der von SPD, GRÜNE und DIP unterstützt wurde, bekam 35.8 Prozent. Hartmut Hüttemann, FBI Freie Wähler, der 2020 erneut angetreten ist, erhielt im Jahr 2014 insgesamt 5,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei: 46,3 Prozent.

Die Parteien für den Paderborner Stadtrat erzielten 2014 diese Ergebnisse:

CDU 46,4 Prozent, SPD 22,3 Prozent, Grüne 14,5 Prozent, FDP 4,6 Prozent, FBI Freie Wähler 2,91 Prozent, DIP 4,61 Prozent, Piraten 1,16 Prozent und AfD 3,5 Prozent.

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