Die Paderborner Polizei hat diese Woche bereits fünf Verkehrssünder angehalten
Drogendelikte und Temposünder

Paderborn (WB). Drogendelikte, Tempoverstöße, gefährliche Veränderungen an der Fahrzeugtechnik - was Polizistinnen und Polizisten bei Verkehrskontrollen alles auffällt, zeigt eine nicht abschließende Auswahl einiger Beispiele dieser Woche, die nicht ohne Konsequenzen bleiben.

Mittwoch, 16.09.2020, 16:11 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 16:14 Uhr
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann
Symbolbild. Foto: Jörn Hannemann

Am Montagabend kontrollierten Polizisten den 21-jährigen Fahrer eines VW Passat an der Borchener Straße in Paderborn. Während die Fahrtüchtigkeit des Fahrers vor Ort überprüft wurde und nicht zu beanstanden war, drang aus dem Fahrzeug deutlicher Marihuana-Geruch. Beim Durchsuchen der beiden 17- und 18-jährigen Mitfahrer haben die Beamten Drogen im Sportschuh des 17-Jährigen gefunden. Im Auto wurden zudem einige Tütchen mit Marihuana gefunden, die dem 18-jährigen Beifahrer zu-geordnet werden konnten. Beide erwartet jetzt ein Strafverfahren. Da der 18-Jährige keinen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde vor Ort ein dreistelliger Betrag als Sicherheitsleistung zur Durchführung des Strafverfahrens fällig.

Eine Polizeistreife stoppte am Dienstagnachmittag einen 36-jährigen VW-Polo-Fahrer in Paderborn An der Talle. Während der Überprüfung stellten die Beamten körperliche Auffälligkeiten fest. Die Beamten vermuteten, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein Drogenvortest bestätigte den Verdacht. Dem Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen. Ihn erwartet ein Bußgeld von über 500 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Sollte die Blutanalyse ergeben, dass der Fahrer regelmäßig Betäubungsmittel konsumiert, könnte die Straßenverkehrsbehörde dem Fahrer die Fahrerlaubnis dauerhaft entziehen.

Temposünder

In Altenbeken-Buke führte die Polizei am Dienstagabend eine Geschwindigkeitsüberwachung auf der B64 durch. Hierbei fielen innerhalb kurzer Zeit zwei deutliche Tempo-Überschreitungen auf. Ein 31-jähriger BMW-Fahrer befuhr die Strecke in Richtung Bad Driburg mit 150 km/h bei erlaubten 100 km/h. Eine halbe Stunde später folgte ein 30-jähriger VW-Fahrer mit 153 km/h. Beide erwartet ein Bußgeld in Höhe von 160 Euro, ein Monat Fahrverbot und zwei Punkte im Verkehrszentralregister.

Durch zu schnelles Fahren fiel an gleicher Örtlichkeit auch ein 34-Jähriger auf. Er führte keinen Führerschein mit sich und erklärte, im Besitz einer litauischen Fahrerlaubnis zu sein. Bei Ermittlungen seitens der Beamten ergab sich der Verdacht, dass die litauische Fahrerlaubnis in diesem Fall nicht zum Führen von Kraftfahrzeugen in Deutschland berechtigt. Zum Zeitpunkt des Führerscheinerwerbs hatte der gebürtige Kasache einen festen Wohnsitz in Deutschland. Nach Angaben der zuständigen Straßenverkehrsbehörde hatte er in den vergangenen Jahren bereits mehrfach vergeblich versucht, eine deutsche Fahrerlaubnis zu erwerben. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet, wobei die Ermittlungen andauern.

Ebenfalls zu schnell fuhr am Dienstagabend ein 19-jähriger Audi-Fahrer die Bahnhofstraße in Paderborn. Neben seiner zunächst rasanten Fahrt über das Westerntor beschleunigte er an einer Ampel anschließend so stark, dass die Reifen quietschten. Polizeibeamte hielten den jungen Fahrer an und stellten fest, dass der Wagen keine ausreichende Bodenfreiheit hat. Das Gewindefahrwerk war nach der letzten Hauptuntersuchung offenbar um mehrere Zentimeter heruntergeschraubt worden, was dazu führte, dass sich gefährliche Schleifspuren in den Radkästen bildeten. Ferner verlor der Audi erheblich viel Motoröl. Zur Erstellung eines Sachverständigengutachtens wurde der Pkw als Beweismittel sichergestellt und abgeschleppt. Den Fahrer sowie die Fahrzeughalterin erwarten hohe Kosten.

 

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