Karneval in Paderborn: Hasi-Palau und Heimatbühne planen für die kommende Session
Neuer Prinz bekommt keine Parade

Paderborn (WB). Auch wenn es vielleicht nicht so fröhlich und ausgelassen werden sollte, wie in all den Jahren zuvor: Der Paderborner Karnevalsverein Hasi-Palau plant für die fünfte Jahreszeit verschiedene Veranstaltungsformate. Eines wird es aber ganz gewiss nicht geben, kündigte am Montag Präsident Andreas Gorecki auf Anfrage dieser Zeitung an. Die beliebte Parade wird 2021 definitiv ausfallen.

Dienstag, 22.09.2020, 07:49 Uhr
Bilder wie dieses von der Karnevalsparade im Jahr 2018 wird es 2021 definitiv nicht geben. Foto: Jörn Hannemann
Bilder wie dieses von der Karnevalsparade im Jahr 2018 wird es 2021 definitiv nicht geben. Foto: Jörn Hannemann

Am Wochenende hatten sich die Mitglieder des närrischen Vereins zur Jahreshauptversammlung getroffen. Die Stimmung: nicht hoffnungslos. „Wir geben nicht auf“, lautete das Motto.

Entscheidung bis Weihnachten

Wie berichtet, hatte es am Freitag ein Gespräch zwischen der NRW-Landesregierung und den Spitzen der großen NRW-Karnevalsvereine gegeben. Dabei hatte die Landesregierung den Kommunen empfohlen, zum Start in die Session am 11.11. in den Hochburgen ein Alkohol- und Verweilverbot zu verhängen.

Für den Vorsitzenden der Paderborner Heimatbühne, Peter Naunheim, steht schon fest: Die für den 14. November geplante Karnevalseröffnung wird es nicht geben. „Wir werden keinen neuen Ordensträger und auch keinen neuen Elferrat benennen“, sagte Naunheim dieser Zeitung. Für den Saalkarneval im Februar seien die Würfel aber noch nicht gefallen. Bis Weihnachten will die Heimatbühne entscheiden, ob und unter welchen Bedingungen es am 5./6. Februar 2021 den Saalkarneval geben kann. Maximal sei eine Saalveranstaltung mit 300 Teilnehmern denkbar. Man werde diesbezüglich die Empfehlungen des Westfälischen und des Deutschen Karnevalsbundes abwarten. Schon jetzt sei klar, dass Kinderkarneval ausgeschlossen ist.

Prinzenproklamation in Paderborn

Etwas konkreter sieht es bei Hasi-Palau aus. Andreas Gorecki berichtet, dass es auf jeden Fall am Wochenende nach dem 11.11. eine Prinzenproklamation in Paderborn geben werde. An Weiberfastnacht, an dem Samstag vor Rosenmontag sowie an Rosenmontag selbst seien außerdem auf dem Maspernplatz Veranstaltungen vorgesehen. Wie genau die aussehen werden, ließ er offen – alles soll aber Corona-gerecht ausgerichtet werden. Mit Bürgermeister Michael Dreier sowie dem Ordnungsamt seien Gespräche geplant.

Eine Karnevalssession unter Corona-Bedingungen könnte durchaus auch finanzielle Auswirkungen auf die Vereine haben. Peter Naunheim machte deutlich: „Sollte uns die Paderhalle für den Saalkarneval zu den bisher üblichen Konditionen angeboten werden, sehen wir keine Möglichkeit, die Veranstaltung durchzuführen.“ Denn angesichts der Hälfte des sonst üblichen Publikums würde der Verein Verluste einfahren. Das alles soll bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden.

Der Verein Hasi-Palau macht sich derweil Sorgen um die Wagenbauerhalle. „Die Kosten laufen ja weiter“, sagt der Präsident. An­dreas Gorecki hofft, dass der Verein von den Entschädigungen des Landes profitieren kann.

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