Tatverdächtige festgenommen – Mann auf der Flucht – Betreiber schwer verletzt
Raubüberfall auf Paderborner Juwelier

Paderborn (WB/itz). Bei einem Raubüberfall auf einen Paderborner Juwelier ist der Inhaber des Geschäfts in der Königstraße verletzt worden. Eine Tatverdächtige wurde festgenommen, ein Mann ist auf der Flucht. Der südländisch wirkende Verdächtige ist vermutlich mit Blut beschmiert, teilte die Polizei auf Anfrage mit.

Dienstag, 22.09.2020, 13:18 Uhr aktualisiert: 22.09.2020, 15:58 Uhr
In der Paderborner Königstraße ist ein Juwelier überfallen worden. Foto: Schmitz
In der Paderborner Königstraße ist ein Juwelier überfallen worden. Foto: Schmitz

Der Überfall ist am Dienstagmorgen um 11.10 Uhr verübt worden. Nach Auskunft der Polizei betraten ein Mann und eine Frau den Laden. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen trugen sie eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Attacke mit Elektroschocker und Reizgas

Das Paar habe sich von dem Juwelier mehrere Schmuckstücke zeigen lassen. Als sich der Inhaber umgedreht habe, sei dieser von hinten mit einem Elektroschocker und mit Reizgas – vermutlich Pfefferspray – attackiert worden, sagte Polizeisprecher Michael Biermann auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage.

Weil sich der Juwelier zur Wehr setzte, schlug der Räuber mit einem unbekannten Gegenstand auf den Juwelier ein und fügte ihm eine stark blutende Kopfverletzung zu. Der 64-Jährige sackte blutüberströmt zusammen.

Als der Juwelier außer Gefecht gesetzt war, packten die Täter den Schmuck ein und flüchteten. Beim Verlassen des Ladens wurden sie von zwei Zeuginnen beobachtet, die die Polizei alarmierten. Sie liefen der über die Marienstraße flüchtenden Täterin nach und verfolgten sie bis zum Weberberg, wo die 31-Jährige von einer Polizeistreife gestoppt und festgenommen werden konnte. Die Frau hatte einen Rucksack dabei. Die Polizisten stellten Schmuck und einen Elektroschocker sicher. Der Mann war währenddessen über die König­straße in Richtung Kisau gelaufen.

Opfer blutüberströmt

Nach Aussagen von Zeugen trug der Flüchtige ein helles Hemd oder Pullover und darüber eine dunkle Steppweste sowie eine dunkle Jeans. „An der Kleidung dürfte sich Blut befinden“, sagte Biermann. Der Täter wird auf 40 bis 50 Jahre geschätzt. Er soll schwarze Haare haben.

Der Juwelier kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Das Umfeld des Tatorts sowie der Juwelierladen sind abgesperrt und wird derzeit von der Polizei untersucht.

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