Geringe Menge des Pflanzenschutzmittels in Wewer ausgeflossen
Feldspritze mit Glyphosat umgekippt

Paderborn (WB). Die Feuerwehr Paderborn hat einen unruhigen Mittwochabend hinter sich. Die Probleme, auf die zwei innerhalb von 15 Minuten ausglöste Rauchmelder aufmerksam gemacht hatten, konnten zügig behoben werden. Für deutlich mehr Arbeit sorgte eine mit Glyphosat beladene Feldspritze, die zwischen Wewer und Alfen bei der Ausfahrt von einem Feld umgekippt war.

Donnerstag, 24.09.2020, 11:46 Uhr aktualisiert: 24.09.2020, 11:50 Uhr
Zwischen Wewer und Alfen ist am Mittwochabend eine mit einem Wasser-Glyphosat-Gemisch gefüllte Feldspritze umgekippt. Foto: Feuerwehr Paderborn
Zwischen Wewer und Alfen ist am Mittwochabend eine mit einem Wasser-Glyphosat-Gemisch gefüllte Feldspritze umgekippt. Foto: Feuerwehr Paderborn

Zunächst wurde der Leitstelle ein lärmender Heimrauchmelder mit einem wahrnehmbaren Brandgeruch in einem Mehrfamilienhaus der Kilianstraße gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine auf einer heißen Herdplatte stehende Kunststoff-Warmhaltekanne geschmolzen war und eine leichte Verrauchung verursacht hatte. Die Feuerwehr kontrollierte den Bereich mit einer Wärmebildkamera, doch abgesehen vom Lüften der Wohnung waren keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Angebranntes Essen sorgt für einstündigen Einsatz

Nur 15 Minuten später ging es in die Gartenstraße im Ortsteil Elsen. Auch hier hatte in einem Mehrfamilienhaus ein Heimrauchmelder ausgelöst. Im Treppenhaus war Brandgeruch wahrnehmbar. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Personen in der Wohnung befinden, musste die Tür gewaltsam geöffnet werden. Die Wohnung war aber leer und die Ursache schnell ausgemacht: Angebranntes Essen auf dem Herd hatte 24 Kräften einen einstündigen Einsatz beschert.

Untere Wasserbehörde hinzugezogen

Für Einsatz Nummer drei wurde die Feuerwehr der Stadt Paderborn gegen 22.30 Uhr in den Ortsteil Wewer gerufen. Am Ortsausgang zwischen Wewer und Alfen war eine mit Glyphosat beladene Feldspritze bei der Ausfahrt von einem Feld mit einem Rad in eine Erdvertiefung geraten und umgekippt. Dabei floss eine geringe Menge des Wasser-Glyphosat-Gemisches in das Erdreich, so dass auch die Untere Wasserbehörde hizugezogen wurde. Eine weitere Ausbreitung konnte aber verhindert werden. Der Eigentümer des Gespanns pumpte das Gemisch nach umfangreichen Demontagearbeiten in eine Ersatz-Feldspritze um und richtete die umgestürzte Feldspritze anschließend wieder auf. Insgesamt waren die Feuerwehr und der Rettungsdienst bis 1.50 Uhr mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort.

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