Kandidaten für die Kreisstelle Paderborn präsentiert – Johannes Giesguth tritt nicht mehr an
Landwirte wählen ihre Fürsprecher

Paderborn (WB). „Eigentlich ist es ein schöner Beruf, der auch Spaß macht. Und deshalb hoffe ich, dass auch die Öffentlichkeit erkennt, wie wichtig dieser Beruf ist“ – mit dieser Motivation tritt Eva-Maria Kersting aus Eickhoff zur Wahl an und für den Berufsstand der Landwirte ein. Der Geschäftsführer der Landwirtschaftskammer, Stefan Berens, und die Geschäftsführerin des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes, Imke Habers, haben am Dienstag neun Kandidaten für die Besetzung der Kreisstelle Paderborn der Landwirtschaftskammer NRW vorgestellt.

Mittwoch, 30.09.2020, 12:53 Uhr aktualisiert: 30.09.2020, 14:56 Uhr
Kreisgeschäftsführer und Wahlleiter Stefan Berens (rechts) stellte die Kandidaten aus der Wahlgruppe der Betriebsleiter vor. Obere Reihe von links: Marcus Blome (Westerloh), Susanne Mönnikes (Haaren), Hubertus Kappius (Haaren), Eva-Maria Kersting (Eickhoff). Untere Reihe von links: Philipp Sander (Schwelle), Eduard Gockel (Paderborn) und Ulrich Bultmann (Hövelhof). An dem Termin nicht teilnehmen konnten Tobias Roeren-Wiemers (Lichtenau) und Dr. Harald Schüth (Steinhausen). Foto: Jörn Hannemann
Kreisgeschäftsführer und Wahlleiter Stefan Berens (rechts) stellte die Kandidaten aus der Wahlgruppe der Betriebsleiter vor. Obere Reihe von links: Marcus Blome (Westerloh), Susanne Mönnikes (Haaren), Hubertus Kappius (Haaren), Eva-Maria Kersting (Eickhoff). Untere Reihe von links: Philipp Sander (Schwelle), Eduard Gockel (Paderborn) und Ulrich Bultmann (Hövelhof). An dem Termin nicht teilnehmen konnten Tobias Roeren-Wiemers (Lichtenau) und Dr. Harald Schüth (Steinhausen). Foto: Jörn Hannemann

Die 43-jährige Eickhofferin ist eine von sieben Neuen, die dieses Ehrenamt anstreben. Lediglich Manuela Mönnikes (51) aus Haaren und Eduard Gockel (58) aus Paderborn haben bereits die Landwirte des Kreises Paderborn in der Kreisstelle vertreten. Ebenso fehlt der amtierende Kreislandwirt Johannes Giesguth. Der 66-Jährige aus Haaren stellt sich nach 24 Jahren nicht mehr zur Wahl. Somit wird es auch einen neuen Kreislandwirt geben, den das Gremium in seiner konstituierenden Sitzung am 12. November aus den eigenen Reihen bestimmt.

5351 Wahlberechtigte

Insgesamt 5351 Wahlberechtigte sind aufgerufen, bis zum 21. Oktober ihr Team für die Kreisstelle zu bestimmen. Dazu gehören in der Wahlgruppe eins die Betriebsinhaber und ihre im Betrieb tätigen Familienmitglieder (5153 Personen) sowie in einer zweiten Gruppe die Arbeitnehmer in den landwirtschaftlichen Betrieben (198 Personen). Ihre Stimme können sie per Briefwahl abgeben, die Unterlagen werden jetzt verschickt, so Wahlleiter Stefan Berens. Insgesamt sechs Mandate sind im Kreis Paderborn zu vergeben. Die für sechs Jahre gewählten Vertreter sind automatisch Mitglieder der Hauptversammlung, dem höchsten Gremium der Landwirtschaftskammer. Diese beschließt unter anderem den Haushalt der Landwirtschaftskammer. Der Landwirtschaftliche Kreisverband hat neun Kandidaten aus der ersten Gruppe auf die Liste gesetzt, wovon vier das Rennen machen werden. Zwei weitere Mandate werden aus der zweiten Gruppe besetzt. Hier hat die IG Bau fünf Vorschläge gemacht.

„Die Kreisstelle ist das oberste Organ der Landwirtschaftskammer auf Kreisebene, es trifft sich zwei bis dreimal im Jahr. Themenschwerpunkte waren in den vergangenen sechs Jahren die Strukturentwicklung in der Landwirtschaft, Milchvieh- und Schweinewirtschaft, die Umsetzung des Düngeverbotes, aber auch Zukunftsstrategien und die Ausbildung“, beschreibt Berens die Arbeit der Kreisstelle. Auch Vorhaben im Straßenbau und im Naturschutz sowie die Regionalplanung stünden auf der Agenda. Dabei habe die Arbeit der Kreisstelle zwar zunächst empfehlenden Charakter, es gebe aber ein enges Einvernehmen mit dem Hauptamt. „Wichtig ist uns eine hohe Wahlbeteiligung, damit der künftige Kreislandwirt mit gestärktem Rücken die Interessen der Landwirte vertreten kann“, so Stefan Berens. Vor sechs Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 35 Prozent.

„Ehrenamtliche Arbeit gehört für mich dazu, wenn man unseren Berufsstand weiterbringen will. Die Landwirte müssen sich einbringen, damit bei den Kammern nicht Entscheidungen getroffen werden, die völlig praxisfern sind“, sagt Eduard Gockel. Für Marcus Blome, 47-jähriger Landwirt aus Westerloh, steht auch politische Arbeit im Mittelpunkt: „So kann es nicht weitergehen, wir sind dabei, die Landwirtschaft abzuwickeln.“ Philipp Sander (25) aus Schwelle hat die jungen Kollegen im Blick, die „ja noch ihr ganzes Berufsleben vor sich haben“. Hubertus Kappius (45) aus Haaren sieht Möglichkeiten, über die Arbeit der Kreisstelle Einfluss zu nehmen und eigene Ideen einzubringen. „Es wird viel über die Landwirtschaft geschimpft. Wir müssen sie besser erklären, das ist in den vergangenen 30 Jahren zu kurz gekommen“, so der Haarener.

Ebenfalls kandidieren werden Ulrich Bultmann (36) aus Hövelhof, Tobias Roeren-Wiemers (33) aus Lichtenau und Dr. Harald Schüth (35) aus Steinhausen. Aus der Gruppe der Beschäftigten kandidieren Reimund Lesen, Franz-Josef Salmen (beide Bad Wünnenberg), Nadine Keuter (Haaren), Marcel Baron (Paderborn) und Sophia Klocke (Salzkotten).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7609854?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2512560%2F
EU-Staaten wollen Corona-Schnelltests gegenseitig anerkennen
Die EU-Staats- und Regierungschef wollen sich bei ihrem Videogipfel zum Vorgehen gegen neue Varianten des neuartigen Coronavirus abstimmen.
Nachrichten-Ticker