Jakobusschwestern schicken prall gefüllten LKW auf den Weg nach Moria
Spendenberge in Wewer

Paderborn (WB/fk). Opa Whoopi ist ein Phänomen. Das Maskottchen der „Kongregation der Jakobusschwestern vom kostbaren Gewand Jesu” aus Wewer hat mittlerweile eine beachtliche Anzahl an Fans und Followern. In diesem Jahr sollte der Influencer dann sogar mit einem Preis in Berlin ausgezeichnet werden. Die Preisverleihung fiel dann leider Corona zum Opfer.

Donnerstag, 01.10.2020, 21:15 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 21:20 Uhr
Packen tatkräftig mit an: (von links) Daniel Kroh, Norbert Keuter, Zekiye Ergün (Leitung Textil), Udo Grewe, Präsident Heinz Köhler sowie Kreisgeschäftsführer Bernd Horenkamp. Sr. Monika Danielsen und Sr. Stephanie Danielsen (vorne) hatten zum Spenden aufgerufen. Foto: Franz Köster
Packen tatkräftig mit an: (von links) Daniel Kroh, Norbert Keuter, Zekiye Ergün (Leitung Textil), Udo Grewe, Präsident Heinz Köhler sowie Kreisgeschäftsführer Bernd Horenkamp. Sr. Monika Danielsen und Sr. Stephanie Danielsen (vorne) hatten zum Spenden aufgerufen. Foto: Franz Köster

Opa Whoopi ließ aber nicht den Kopf hängen: Als der verheerende Brand im Flüchtlingslager in Moria ausbrach, ließen sich die Schwester Monika und Stephanie Danielsen nicht lange bitten und veröffentlichten über Facebook einen Aufruf mit der Bitte um Sachspenden.

15.000 Zuschauer sehen Aufruf

Der Rücklauf war gewaltig: „Über 15.000 Zuschauer haben den Aufruf gesehen, viele haben daraufhin Spenden bei uns vorbeigebracht”, freuen sich die beiden Nonnen. Am Ende waren es so viele Spenden, dass der Keller der Wohnung nicht mehr dafür ausreichte und sich die Nachbarn über den wachsenden Berg auf dem angrenzenden Bürgersteig wunderten. Schnelle Hilfe war notwendig, und so erklärte sich das Rote Kreuz bereit, sich nicht nur um die Lagerung, sondern auch um den Transport der Hilfsgüter zu kümmern. „Das ist doch selbstverständlich”, findet DRK-Präsident Heinz Köhler.

Ankunft Ende Oktober

Während ursprünglich noch ein Bulli für den Transport vorgesehen war, musste nun ein 7,5-Tonner vorfahren, um das riesige Spendenaufkommen nach Gießen zu transportieren. Dort wurden die zahlreichen Kartons dann das Global Aid Network übergeben, die sich auch um den Weitertransport nach Moria kümmern. „Ende Oktober soll die wichtige Unterstützung dann die Notleidenden in Moria erreichen”, sagt DRK-Geschäftsführer Bernd Horenkamp. Unter den Spenden seien Zelte, Kinderkleidung und Hygieneprodukte, erzählen die Jakobusschwestern und bedanken sich bei allen Helfern und Spendern für die tatkräftige Unterstützung.

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