Offene Ateliers in Paderborn mit 44 Teilnehmern – Ausstellung soll Appetit machen
Künstler und Wäscheklammern

Paderborn (WB). Zweiter Versuch! Nachdem die Offenen Ateliers im Frühsommer wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten, sollen sie jetzt am 31. Oktober und 1. November nachgeholt werden. Bereits am heutigen Freitag wird in den Räumen des Kunstvereins am Kamp um 19 Uhr die Ateliervorschau eröffnet.

Freitag, 09.10.2020, 05:17 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 05:20 Uhr
Alexandra Sucrow und Horst Krause (rechts) vom Kunstverein sowie die Künstler Hyazinth Pakulla und Wolfgang Brenner können einen Blick auf die Ausstellung werfen. Foto: Oliver Schwabe
Alexandra Sucrow und Horst Krause (rechts) vom Kunstverein sowie die Künstler Hyazinth Pakulla und Wolfgang Brenner können einen Blick auf die Ausstellung werfen. Foto: Oliver Schwabe

Drei Wochen lang präsentieren sich dort die Künstlerinnen und Künstler mit jeweils einem Werk, um neugierig auf die Offenen Ateliers zu machen. Wegen der Hygienevorschriften dürfen sich maximal 23 Besucher gleichzeitig die Ausstellung bis zum 1. November anschauen. Jeder bekomme eine Wäscheklammer, und wenn alle 23 vergeben seien, komme erst mal keiner rein, beschrieb die Vorsitzende des Kunstvereins, Alexandra Sucrow, die Art der Überwachung.

„Wir hatten praktisch alles vorbereitet, die Künstler standen fest und hatten sich schon angemeldet“, blickte der Mitorganisator der Offenen Ateliers, Wolfgang Brenner, auf die aufregenden Wochen und die unausweichliche Absage in der ersten Jahreshälfte zurück. Im zweiten Anlauf soll es klappen. 44 Künstlerinnen und Künstler aus 27 Einzel- und drei Gemeinschaftsateliers werden sich bei der 19. Auflage der Offenen Ateliers präsentieren. Darunter sind mit Jasna Barisic aus Kroatien und Eva Feichtinger aus Bad Kissingen zwei Gäste.

Kontakte knüpfen und Werke verkaufen

Die Veranstaltung ist diesmal für die teilnehmenden Ateliers besonders wichtig, um Kontakte zu knüpfen und Arbeiten zu verkaufen. Wegen des Coronavirus seien viele Ausstellungen und Workshops weggebrochen, betonte Wolfgang Brenner. In der Hochzeit von Corona hätten Kunstfreunde – auch um sich mit den Betroffenen solidarisch zu zeigen – mehr Werke gekauft, aber dieser Effekt habe längst nachgelassen, schilderten Brenner und Sucrow die angespannte Lage.

In den vergangenen Jahren ließen sich im Schnitt mehr als 3000 Besucher die Chance nicht entgehen, sich in den Ateliers umzusehen. Wie viele werden es am Samstag, 31. Oktober, von 15 bis 19 und am Sonntag, 1. November, von 11 bis 19 Uhr sein? „Die Leute gieren danach, Kunst zu erleben, sie sind aber auch gleichzeitig extrem vorsichtig“, hat der Erste Beigeordnete der Stadt, Carsten Venherm, beobachtet.

Die Stadt und die Sparkasse Paderborn-Detmold fördern die Offenen Ateliers finanziell. Venherm bedankte sich bei den Organisatoren dafür, dass sie die Traditionsveranstaltung unter schwierigen Bedingungen auf die Beine stellen. Angesichts der noch vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen in Paderborn sieht er die Offenen Ateliers „Stand jetzt nicht in Gefahr“. Größere Veranstaltungen müssten zuerst Beschränkungen fürchten.

Den Shuttlebus gibt es diesmal nicht

„Die Ateliers werden von uns über die aktuellen Hygienevorschriften informiert“, kündigte Wolfgang Brenner an. Auch für Besucher lohnt sich der regelmäßige Blick auf die Internetseite www.oa-pb.de. Einen Shuttlebus, der die Kunstfreunde zu den Ateliers in Paderborn und Umgebung fährt, wird es diesmal nicht geben. Wer bei den Atelier- und Stadtführungen zu Fuß am 31. Oktober und 1. November um 15 Uhr mit dabei sein möchte, muss sich beim Kunstverein anmelden (Telefon: 05251/6835281). Das gilt auch für die geführte Radtour am 1. November um 11 Uhr mit ebenfalls maximal sechs Teilnehmern. Die mit Kunstpostkarten der Ateliers gefüllten „Artboxen“ gibt es als Orientierungshilfe unter anderem beim Kunstverein, in der Sparkasse im Schildern, der Stadtbibliothek, beim Verkehrsverein oder in der Artothek in Schloß Neuhaus.

Übrigens hat die Kunstvereinsvorsitzende Alexandra Sucrow beobachtet, dass die Ausstellungen im neuen Domizil am Kamp „sehr viel mehr Besucher“ anziehen als am vorherigen, geradezu versteckten Standort an der Westernstraße. „Hier haben wir Laufkundschaft“, freut sie sich über den Umzug, der dem Kunstverein eine neue Sichtbarkeit verliehen hat.

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