Parlamentarischer Staatssekretär antwortet Michael Dreier
Tornado-Einsätze nehmen zu

Paderborn (WB). Angesichts der Irritationen bezüglich der Flugübungen der Bundeswehr über Paderborner Gebiet hat sich am Freitag der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesverteidigungsministeriums, Dr. Peter Tauber, an Bürgermeister Michael Dreier gewandt. In dem Schreiben, das der WV-Redaktion vorliegt, erläutert Tauber, warum es eine Zunahme der Flugübungen der Bundeswehr in der Region gibt.

Freitag, 16.10.2020, 23:25 Uhr aktualisiert: 16.10.2020, 23:30 Uhr
Dr. Peter Tauber, hier bei einem Besuch in Paderborn, äußert sich zu den Flugübungen der Bundeswehr. Foto: Manfred Stienecke / Archiv
Dr. Peter Tauber, hier bei einem Besuch in Paderborn, äußert sich zu den Flugübungen der Bundeswehr. Foto: Manfred Stienecke / Archiv

Dass es in den vergangenen Monaten unterschiedliche Angaben zur Quantität der Übungsflüge gab, habe unter anderem mit unterschiedlichen Vergleichszeiträumen zu tun, erläutert Tauber. In dem Schreiben des Bundestagsabgeordneten heißt es abschließend: „Ich hoffe sehr, die entstandenen und nachvollziehbaren Irritationen hiermit beseitigt zu haben und baue auch weiterhin auf die guten Beziehungen zwischen der Stadt Paderborn und der Bundeswehr.“

Abnahme zwischen Januar und Juli

Wie am Donnerstag berichtet, hatte die Linksfraktion im Paderborner Stadtrat im Juli bei der Stadt aufgrund von Bürgerbeschwerden wegen des Fluglärms nachgefragt, ob es vermehrt Übungsflüge der Bundeswehr über dem Stadtgebiet gibt.

Die Anfrage landete über den heimischen CDU-Abgeordneten Carsten Linnemann beim Parlamentarischen Staatssekretär. Dazu Tauber: „Zur Beantwortung dieser Fragen wurde eine Flugdichteanalyse für die Stadt Paderborn durchgeführt. Zusätzlich wurden die Nutzungsstunden des Übungsluftraums TRA Münsterland im Zeitraum 1. Januar bis 31. Juli der Jahre 2019 und 2020 verglichen.“ Nach dieser Auswertung, so Tauber, habe festgestanden, dass der militärische Flugbetrieb rückläufig gewesen sei. Allerdings habe er darauf hingewiesen, dass im Zuge der „Verbesserung der materiellen und personellen Ausstattung der Bundeswehr auch mit einer Erhöhung des militärischen Flugbetriebs in ganz Deutschland zu rechnen sei“.

Zunahme im August

Mitte September gab es eine Anfrage an das Luftfahrtamt der Bundeswehr. Auch hierbei seien Bürgerbeschwerden als Grund genannt worden. Die Behörde habe daraufhin erneut die Nutzungsstunden verglichen. Das Ergebnis: Während im Zeitraum bis Ende Juli eine Abnahme der Flugübungen über Paderborner Gebiet registriert worden sei, habe es nun für den Monat August eine Zunahme gegeben. Nach Angaben von Peter Tauber stieg die Nutzungsdauer des Luftraums im Bereich Paderborn im August 2019 von 14 auf 17 Stunden im August 2020. Im September habe es im Vergleich zum Vorjahr sogar einen Anstieg um neun auf 20 Stunden gegeben. Gründe dafür nennt Tauber nicht.

Für die Stadt Paderborn gebe es keine Möglichkeit, mit den Geschwadern Vereinbarungen zum Fluglärm zu treffen, heißt es weiter. Dies sei den Kommunen vorbehalten, wo die Geschwader beheimatet seien, erläutert der Vertreter von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer.

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