705 Menschen im Kreis Paderborn sind in Quarantäne – Änderung zum Inzidenzwert
35 neue Corona-Fälle

Paderborn (WB/mba). Die Corona-Infektionszahlen sind in nahezu allen Kommunen im Kreis Paderborn weiter gestiegen. Nach Angaben des Kreisgesundheitsamtes wurden am Freitag 35 neue COVID-19-Fälle gemeldet. Auch die Zahl der Menschen, die sich in einer vom Kreisgesundheitsamt angeordneten Quarantäne befinden, ist gestiegen – und zwar um 74 auf nun 705. Eine Änderung gibt es zum sogenannten Inzidenzwert.

Freitag, 23.10.2020, 15:01 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 15:30 Uhr
Ein Mann bekommt einen Nasenabstrich an einer Corona-Teststation (Symbolbild). Foto: Marius Becker/dpa
Ein Mann bekommt einen Nasenabstrich an einer Corona-Teststation (Symbolbild). Foto: Marius Becker/dpa

Die neuen Corona-Fälle verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Kommunen: Altenbeken (2), Bad Lippspringe (2), Bad Wünnenberg (1), Borchen (2), Büren (1), Delbrück (4), Hövelhof (5), Lichtenau (5), Paderborn (13) und Salzkotten (0).

Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Infektionen seit dem Ausbruch der Pandemie ist demnach auf 1081 gestiegen (Stand Freitag, 23. Oktober, 11 Uhr). Zwei weitere Corona-Erkrankte haben eine Infektion überstanden. Unterm Strich sind somit aktuell 144 Menschen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert. Bei diesem Wert handelt es sich um die sogenannten aktive Fälle.

Betroffen ist den Angaben zufolge weiterhin vor allem die Stadt Paderborn mit 57 aktiven Fällen, gefolgt von Delbrück (26), Bad Wünnenberg (17), Borchen (8), Salzkotten (5), Büren (5), Bad Lippspringe (6), Lichtenau (9), Altenbeken (4), Hövelhof (7). 900 Menschen im Kreis Paderborn haben insgesamt eine COVID-19-Infektion überstanden. 35 Menschen sind in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verstorben. Sieben Corona-Patienten – zwei mehr als am Vortag – befinden sich im Krankenhaus. Zwei von ihnen müssen intensivmedizinisch behandelt werden.

Änderung zum Inzidenzwert

Eine Änderung gibt es zum sogenannten Inzidenzwert. Bislang gab das Kreisgesundheitsamt täglich den aktuellen Wert an, der bis vormittags 11 Uhr ermittelt worden war. Weil aber laut Corona-Schutzverordnung NRW in Bezug auf Kontaktbeschränkungen und die Ausweitung der Maskenpflicht maßgeblich ist, welchen Wert das Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) veröffentlicht, wird auch der Kreis Paderborn künftig den Wert des LZG veröffentlichen.

Das LZG erfasst die laborbestätigten Corona-Fälle in NRW allerdings mit Stand 0 Uhr. In dieser Statistik fehlen also fortan die Zahlen, die im Laufe des Vormittags im Kreis Paderborn noch dazu gekommen sind. Diese wiederum weist das Kreisgesundheitsamt zwar mit absoluten Werten aus, sie sind dann aber nicht mehr in die Berechnung des Inzidenzwertes eingeflossen. Tatsächlich kann der Inzidenzwert zum Zeitpunkt der Veröffentlichung also bereits höher oder niedriger liegen als angegeben.

Für den Zeitraum vom 16. Oktober bis 22. Oktober vermeldet das Landeszentrum für Gesundheit 64 Neuinfektionen. Das entspricht einer aktuellen Sieben-Tages-Inzidenz von 20,8 (= 20,8 neue Fälle umgerechnet auf 100.000 Einwohner).

Schutzmaßnahmen

Bei Überschreiten der Werte von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner beziehungsweise 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche (Sieben-Tages-Inzidenz) treten weitere Schutzmaßnahmen wie Kontaktbeschränkungen und Ausweitung der Maskenpflicht in Kraft. Für den Kreis Paderborn mit seinen 307.839 Einwohnern ist der erste Wert von 35 (Gefährdungsstufe 1) bei 108 Neuinfektionen innerhalb einer Woche, der zweite Wert von 50 (Gefährdungsstufe II) bei 154 Neuinfektionen innerhalb einer Woche erreicht.

Das Kreisgesundheitsamt ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 12 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 05251/3083333 zu erreichen: https://www.kreis-paderborn.de/corona.

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