Rubens-Ausstellung beendet – Diözesanmuseum Paderborn spricht von Erfolg
500 Führungen wurden gebucht

Paderborn (WB). Mehrere zehntausend Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und weiten Teilen Europas sind nach Paderborn gekommen, um den Superstar des Barock zu sehen. Die Ausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ mit 154 Exponaten ist am Sonntag im Diözesanmuseum zu Ende gegangen. Sie zog demnach Kunstinteressierte aus dem Benelux-Raum, England, Österreich und der Schweiz an.

Dienstag, 27.10.2020, 04:39 Uhr
Das Werk „Die Beweinung Christi“ von Rubens gehörte zu den Höhepunkten der Ausstellung im Diözesanmuseum. Foto: Jörn Hannemann
Das Werk „Die Beweinung Christi“ von Rubens gehörte zu den Höhepunkten der Ausstellung im Diözesanmuseum. Foto: Jörn Hannemann

Wie mehrfach berichtet, konnte die Schau wegen der Corona-Pandemie erst am 24. Juni und damit zwei Monate später als geplant eröffnet werden. „Wir sind sehr glücklich über die große Resonanz, die die Ausstellung erfahren hat. Gemäß den Corona-Vorschriften durften sich immer nur bis zu 70 Besucher gleichzeitig im Museum aufhalten. So viele waren so gut wie fast immer in den Ausstellungsräumen anzutreffen“, sagt Christiane Ruhmann, eine der Kuratorinnen.

Auch Gruppen nahmen die Ausstellung sehr gut an

Auch Gruppen nahmen die Ausstellung sehr gut an. Wegen der aktuellen Situation konnten für sie nur bestimmte Zeitfenster angeboten werden, die alle umgehend ausgebucht waren. Die Tourist-Information Paderborn verzeichnete insgesamt 500 gebuchte Gruppenführungen. Wegen der großen Nachfrage wurde die Anzahl der öffentlichen Führungen erhöht. Auch die „Making of“-Führungen des Ausstellungsteams sowie die Zeichen-, Druck- und Kalligraphiekurse trafen auf großen Zuspruch.

„Wir sind glücklich, dass trotz der widrigen Umstände einige Veranstaltungen und museumspädagogische Programme stattfinden konnten und sogar Schulklassen und -kurse gekommen sind. Von den Teilnehmern erhielten wir stets positives Feedback. Die Freude darüber, nach den Einschränkungen der vergangenen Monate das Haus zu verlassen, Kunst zu genießen und gemeinsam in Austausch zu treten, war auf allen Seiten spürbar“, beobachtete die Museumspädagogin Britta Schwemke.

Kuratorin dankt Leihgebern

Kuratorin Ruhmann dankte allen voran den Leihgebern, „die es uns ermöglicht haben, trotz des Lockdowns wunderbare Exponate aus ganz Europa zu zeigen“. Die Besucher hätten diszipliniert und freundlich das Hygienekonzept eingehalten.

In der kommenden Woche wird der Abbau und Rücktransport der Leihgaben beginnen. Das Museum plant, in der Adventszeit wieder zu öffnen. Museumsdirektor Holger Kempkens, der seit dem 15. Oktober das Haus leitet, gibt einen ersten Ausblick: „Im Zuge der Rubens-Ausstellung konnten wir unsere eigenen barocken Exponate neu erforschen, so dass die Besucher hier nun auch in der ständigen Ausstellung eine neue Präsentation erwarten wird. Aber auch die jetzt seit Monaten vermissten Highlights der Sammlung wie die Imad-Madonna, die kostbaren romanischen Tragaltäre aus dem Umkreis des Rogerus von Helmarshausen, aber auch das Original des Drei-Hasen-Fensters werden wieder zu sehen sein. In der Weihnachtszeit bieten wir außerdem wie in jedem Jahr besondere Angebote für Kinder und Erwachsene.“

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