Für den Kreis Paderborn meldet das Landeszentrum Gesundheit am Mittwoch eine Sieben-Tage-Inzidenz von 60,7 – Stadt Paderborn führt Regelungen in der Gastronomie weiter aus
Von heute an gilt die Allgemeinverfügung – Inzidenzwert gestiegen

Paderborn (WB/LaRo/mba). Von heute, 28. Oktober an, gilt im Kreis Paderborn – wie berichtet – die neue Allgemeinverfügung, nachdem der ausschlaggebende Inzidenzwert am Dienstag offiziell auf 50,7 gestiegen war. Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit (LZG) einen neuen Wert von 60,7 (neue Coronafälle in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner; Stand 28. Oktober, 0 Uhr).

Mittwoch, 28.10.2020, 10:26 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 15:16 Uhr
Julia (18) mit Maske vor dem Paderborner Rathaus. Foto: Jörn Hannemann
Julia (18) mit Maske vor dem Paderborner Rathaus. Foto: Jörn Hannemann

Das Robert-Koch-Institut verzeichnete Mittwochfrüh zunächst einen niedrigeren Wert. Dort hat es wohl eine Datenpanne gegeben. Auf der Website des RKI war von „Verzögerungen in der Datenaktualisierung“ die Rede. Mittlerweile scheint das Problem behoben zu sein. Auch dort steht für den Kreis Paderborn nun der Wert 60,7.

Am Dienstag wurden 33 neue Fälle vom Kreis Paderborn gemeldet. Aktuell sind den Angaben zufolge damit 255 Menschen dort mit dem Coronavirus infiziert.

Bund-Länder-Treff am Mittwoch

Der Bund will mit drastischen Kontaktbeschränkungen noch vor Weihnachten die massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in den Griff bekommen.

Bundesweit sollen Freizeiteinrichtungen und Gastronomie geschlossen, Unterhaltungsveranstaltungen verboten und Kontakte in der Öffentlichkeit sowie Feiern auf Plätzen und in Wohnungen eingeschränkt werden. Das geht aus einem der dpa vorliegenden Entwurf der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten an diesem Mittwoch hervor.

Die Maßnahmen sollen ab dem 4. November deutschlandweit in Kraft treten und bis Ende des Monats gelten.

Schutzmaßnahmen und Einschränkungen

Mit der Feststellung der sogenannten Gefährdungsstufe II und der Allgemeinverfügung (hier als PDF auf der Kreis-Website) treten am Mittwoch eine Reihe von weiteren Schutzmaßnahmen in Kraft, die in der Corona-Schutzverordnung von NRW aufgelistet sind. Dazu zählen unter anderem Kontaktbeschränkungen. So dürfen beispielsweise an Festen außerhalb einer Wohnung höchstens zehn Personen teilnehmen. In der Öffentlichkeit dürfen sich zudem außerhalb von Familien und Personen zweier Hausstände nur noch Gruppen von höchstens fünf Personen treffen.

Die Verfügung bringt auch eine Sperrstunde in der Gastronomie von 23 bis 6 Uhr mit sich. In dieser Zeit dürfen keine alkoholischen Getränke ausgeschenkt werden. „Die Corona-Schutzverordnung bildet den Rahmen, die konkrete Umsetzung geschieht vor Ort“, erläuterte Kreissprecherin Michaela Pitz am Dienstag. Deswegen hat der Kreis in Abstimmung mit den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden verfügt, dass zusätzlich von diesem Mittwoch an in den Fußgängerzonen in Paderborn und Bad Lippspringe zwischen 8 und 20 Uhr die Pflicht besteht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen.

Stadt Paderborn: Verkaufsverbot für Alkohol auch im Einzelhandel

Zu den Regelungen haben die Stadt Paderborn nach eigenen Angaben von Mittwochvormittag zahlreiche Fragen erreicht, die den Bereich Gastronomie und den Verkauf von Alkohol betreffen. Daher weist die Stadtverwaltung in einer Mitteilung nochmals darauf hin, dass für alle gastronomischen Betriebe eine Sperrstunde von 23 bis 6 Uhr eingetreten ist. Sie gilt auch für Imbissbetriebe und Gastronomie ohne Alkoholausschank.

Auch der Außer-Haus-Verkauf von Speisen oder Getränken ist in diesem Zeitraum untersagt. Zudem gilt zwischen 23 und 6 Uhr ein Verkaufsverbot für Alkohol – auch im Einzelhandel, an Tankstellen und an Kiosken.

Während der Öffnungszeiten dürfen in Gastronomiebetrieben maximal fünf Personen gemeinsam an einem Tisch sitzen. Mehr Personen sind nur zulässig, wenn alle aus einer Familie oder aus zwei Haushalten kommen.

Wo gilt die Maskenpflicht?

Konkret gilt die Maskenpflicht in Bad Lippspringe in den Bereichen Arminiusstraße, Arminius­park und Marktstraße. In Paderborn sind Westernstraße, Königsplätze, Rosenstraße, Marienplatz, Rathausplatz, Neuer Platz, Grube, Schildern und Kamp von der neuen Regelung betroffen. Landrat Manfred Müller appellierte am Dienstag erneut eindringlich an die Menschen im Kreis Paderborn, die Schutzmaßnahmen einzuhalten:

„Schützen Sie sich und Ihre Familien, Ihre Mitmenschen. Wenn wirklich alle sich an die Regeln halten, vernünftig und solidarisch handeln, kommen wir da durch“, sagte der Landrat.

Gesamter Kreis betroffen

Die Feststellung der Gefährdungsstufe II erfolgt nach Angaben des Kreises für das gesamte Kreisgebiet, da das derzeitige Infektionsgeschehen nicht auf eine bestimmte Einrichtung oder einen bestimmten Ort eingrenzbar sei, sondern sich als „diffus“ und flächendeckend“ darstelle, heißt es in der Allgemeinverfügung. Auch könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Infektionsgeschehen in aktuell etwas weniger betroffene Kommunen ausweite.

Regeln und weitere Informationen

Das Kreisgesundheitsamt wies am Dienstag erneut auf die wichtigsten Regeln hin: Abstand von mindestens 1,5 Meter halten, Kontakte meiden, wo immer es geht, häufiges Händewaschen, Alltagsmaske tragen, alle 20 Minuten in geschlossenen Räumen lüften und die Corona-Warn-App nutzen.

Das Kreisgesundheitsamt ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 erreichbar. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier gibt es eine Übersicht des Kreises zu allen aktuellen Regelungen.

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