Kreis Paderborn: 94 neue Corona-Infektionen – mehr als 4000 Menschen in Quarantäne
Zwei weitere Tote in Bad Lippspringe

Paderborn/Bad Lippspringe (WB/LaRo) -

Im Kreis Paderborn sind zwei weitere Menschen in Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die Toten, ein 85-Jähriger und ein 90-Jähriger, stammen aus Bad Lippspringe. Das meldet der Kreis Paderborn am Freitag (Stand 11 Uhr).

Freitag, 13.11.2020, 13:06 Uhr aktualisiert: 13.11.2020, 13:14 Uhr
Hier gilt in Bad Lippspringe auch draußen Maskenpflicht.
Hier gilt in Bad Lippspringe auch draußen Maskenpflicht. Foto: Jörn Hannemann

Die Zahl der Toten im Kreis Paderborn ist seit Pandemiebeginn damit auf 53 gestiegen. 14 der Gestorbenen sind Bad Lippspringe zuzuordnen. Das dortige Seniorenheim Jordanquelle hatte Anfang November den Tod von fünf Bewohnern bestätigt.

Die Zahl der Infektionen steigt auch weiter: 94 neue Corona-Fälle wurden dem Paderborner Kreisgesundheitsamt am Freitag (Stand 11 Uhr) gemeldet. Am Donnerstag waren es, wie berichtet, 73. 143 weitere Erkrankte gelten als genesen.

Zurzeit gibt es damit 875 aktive Fälle. Sie verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Paderborn (395), Delbrück (142), Salzkotten (66), Bad Lippspringe (62), Borchen (58), Büren (43), Hövelhof (36), Bad Wünnenberg (31), Altenbeken (24) und Lichtenau (18).

Inzidenzwert bei 141

Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie ist den Angaben des Kreises auf 2166 gestiegen. 1238 Menschen im Kreis Paderborn haben eine akute Infektion überstanden. 26 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, neun von ihnen intensivmedizinisch. 4024 Menschen (+337) befinden sich in vom Paderborner Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne. Das sind bei rund 308.000 Einwohnern etwa 1,3 Prozent der Bevölkerung.

Der Sieben-Tages-Inzidenzwert ist – wie am Vormittag berichtet – leicht auf 141 gestiegen (Stand: Freitag, 0 Uhr). Am Donnerstag lag er bei 137,7. Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

In 28 Schulen und acht Kindergärten (+1) sind einzelne Lehrer, Schüler, Erzieher und Kindergartenkinder positiv getestet worden. Keine der betroffenen Schulen ist geschlossen. Je nach Risikoeinschätzung durch das Gesundheitsamt auf Basis der Richtlinien des Robert-Koch-Instituts wurden einzelne Klassen, Lerngruppen, Jahrgangsstufen und Kindergartengruppen unter Quarantäne gestellt. Zwei Kindertageseinrichtungen sind komplett geschlossen worden.

Aufsummierte Gesamtzahlen seit Ausbruch der Corona-Pandemie.

Aufsummierte Gesamtzahlen seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

 

Weitere Informationen

Mit der Feststellung der sogenannten Gefährdungsstufe II und der Allgemeinverfügung des Kreises Paderborn (hier als PDF auf der Kreis-Website) waren am 28. Oktober eine Reihe von weiteren Schutzmaßnahmen in Kraft getreten, die in der Corona-Schutzverordnung von NRW aufgelistet sind. Seit dem 5. November gilt eine neue Fassung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie samstags von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 erreichbar. www.kreis-paderborn.de/corona

Hier gibt es eine Übersicht des Kreises zu allen aktuellen Regelungen.

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Keine Lockerungen zu erwarten

Eigentlich alle haben gehofft, dass der Teil-Lockdown des öffentlichen Lebens im November das Coronavirus bremst. Selbst der FDP-Chef und Regierungskritiker Christian Lindner. In der Generaldebatte im Bundestag vier Tage vor dem Start der Novemberschließungen fragte er nur: „Aber was kommt danach? Was passiert im Dezember? Was passiert also, wenn nach den Weihnachtsferien die Fallzahlen erneut steigen?“

An diesem Montag nun ziehen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten eine Zwischenbilanz. Dass die Runde schon größere Lockerungen beschließen wird, ist kaum zu erwarten. Die weitere Ausbreitung des Coronavirus und immer neue Höchststände der Zahl der Neuinfizierten werfen eher die Frage auf: Was passiert eigentlich, wenn nicht einmal die für manche als unerträglich empfundenen Maßnahmen kaum etwas bringen?

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